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    <Identifier>25gmds021</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/25gmds021</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25gmds0217</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Berichterstattung &#252;ber epidemiologische Studien in zwei deutschen Printmedien</Title>
    </TitleGroup>
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          <Lastname>Kowall</Lastname>
          <LastnameHeading>Kowall</LastnameHeading>
          <Firstname>Bernd</Firstname>
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          <Affiliation>Institut f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, Universit&#228;tsklinikum Essen, Essen, Germany</Affiliation>
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        <PersonNames>
          <Lastname>K&#246;nig</Lastname>
          <LastnameHeading>K&#246;nig</LastnameHeading>
          <Firstname>Kathrin E.</Firstname>
          <Initials>KE</Initials>
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          <Affiliation>Institut f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, Universit&#228;tsklinikum Essen, Essen, Germany</Affiliation>
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          <Lastname>Grengel</Lastname>
          <LastnameHeading>Grengel</LastnameHeading>
          <Firstname>Michelle</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
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          <Affiliation>TU Dortmund, Fakult&#228;t Rehabilitationswissenschaften, Qualitative Forschungsmethoden und strategische Kommunikation f&#252;r Gesundheit, Inklusion und Teilhabe, Dortmund, Germany</Affiliation>
        </Address>
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          <Lastname>Hastall</Lastname>
          <LastnameHeading>Hastall</LastnameHeading>
          <Firstname>Matthias R.</Firstname>
          <Initials>MR</Initials>
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        <Address>
          <Affiliation>TU Dortmund, Fakult&#228;t Rehabilitationswissenschaften, Qualitative Forschungsmethoden und strategische Kommunikation f&#252;r Gesundheit, Inklusion und Teilhabe, Dortmund, Germany</Affiliation>
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          <Lastname>Stolpe</Lastname>
          <LastnameHeading>Stolpe</LastnameHeading>
          <Firstname>Susanne</Firstname>
          <Initials>S</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Institut f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, Universit&#228;tsklinikum Essen, Essen, Germany</Affiliation>
          <Affiliation>Medizinische Fakult&#228;t, Abteilung f&#252;r Allgemeinmedizin, Ruhr-Universit&#228;t Bochum, Bochum, Germany</Affiliation>
        </Address>
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      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Wormer</Lastname>
          <LastnameHeading>Wormer</LastnameHeading>
          <Firstname>Holger</Firstname>
          <Initials>H</Initials>
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          <Affiliation>TU Dortmund, Institut f&#252;r Journalistik, Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus, Dortmund, Germany</Affiliation>
        </Address>
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    <PublisherList>
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        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="de">Wissenschaftskommunikation</Keyword>
      <Keyword language="de">Wissenschaftsjournalismus</Keyword>
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      <DatePublished>20251103</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingId>M0631</MeetingId>
        <MeetingSequence>021</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS)</MeetingName>
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        <MeetingSession>V: Education and science communication</MeetingSession>
        <MeetingCity>Jena</MeetingCity>
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          <DateFrom>20250907</DateFrom>
          <DateTo>20250911</DateTo>
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    <ArticleNo>Abstr. 225</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung:</Mark1> Epidemiologische Studien, die Alltagsthemen wie Ern&#228;hrung, Alkoholkonsum oder Handynutzung betreffen, sto&#223;en in der Bev&#246;lkerung auf breites Interesse und sind h&#228;ufig Gegenstand journalistischer Berichterstattung. Es gibt jedoch kaum Studien dazu, wie in deutschen Printmedien die Ergebnisse dieser Studien dargestellt werden. Einzelne Untersuchungen zur medialen Berichterstattung zeigten, dass sich die hohe Pr&#228;valenz schwerwiegender Erkrankungen wie Diabetes und Depression nicht in der Intensit&#228;t der Berichterstattung widerspiegelt, dass in der Berichterstattung zum Mammographie-Screening Nutzen und Schaden nicht ausgewogen dargestellt wurden, und dass in Berichten zu Darmkrebs durch Wurst- und Fleischkonsum quantitative Resultate nicht akkurat wiedergegeben wurden <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>. In der vorliegenden Studie soll anhand einer Stichprobe von Beitr&#228;gen aus einer &#252;berregionalen und einer lokalen Tageszeitung systematisch untersucht werden, zu welchen Themen und medizinischen Fachgebieten berichtet wurde, wie akkurat quantitative Ergebnisse berichtet wurden, ob Unsch&#228;rfen in den Studien thematisiert wurden und ob eine qualitative Bewertung der Originalstudien vorgenommen wurde.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden:</Mark1> Eingeschlossen wurden Beitr&#228;ge der zweiten Jahresh&#228;lfte 2023 aus der S&#252;ddeutschen Zeitung (SZ) und der Stuttgarter Zeitung (StZ), sofern sie auf einer Originalpublikation aus einer Fachzeitschrift basierten, mindestens 400 W&#246;rtern umfassten und thematisch der deskriptiven, analytischen oder klinischen Epidemiologie zugeordnet werden konnten. Ausgeschlossen wurden Beitr&#228;ge zur Versorgungsforschung und zu COVID-19. Drei Rater beantworteten Fragen aus einem Codierschema sowie offene Fragen zu Themen und Akkuratheit der Berichte, zur Thematisierung von Unsch&#228;rfen und zur Bewertung der Studienqualit&#228;t.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Eingeschlossen wurden 18 Beitr&#228;ge aus der SZ und 6 aus der StZ, von denen 16 (SZ) bzw. 2 (StZ) von eigenen Autoren verfasst wurden und die &#252;brigen von einer Nachrichtenagentur stammten.</Pgraph><Pgraph>Die meisten Themen in den Berichten der SZ entfielen auf die Bereiche Pr&#228;vention und Risikofaktoren f&#252;r Erkrankungen (9 bzw. 7), in der StZ entfielen 3 Beitr&#228;ge auf Gesundheitsberichterstattung und 2 auf Risikofaktoren. Die Beitr&#228;ge thematisierten ein breites Spektrum medizinischer Fachgebiete ohne erkennbaren Schwerpunkt.</Pgraph><Pgraph>Der Median des Impactfaktors der Fachzeitschriften, in denen die ber&#252;cksichtigten Originalstudien publiziert worden waren, lag bei 10,5 (SZ) beziehungsweise 8,7 (StZ).</Pgraph><Pgraph>In f&#252;nf (SZ) beziehungsweise einem (StZ) Beitrag wurden keine quantitativen Ergebnisse berichtet. Im Codierschema abgefragte Fehler bei der Darstellung quantitativer Ergebnisse traten nur im Einzelfall (1x Unklarheit, ob ein Risikounterschied absolut oder relativ war) oder gar nicht auf (Angabe fehlerhafter oder willk&#252;rlicher Schwellenwerte, Fehler bei bedingten Wahrscheinlichkeiten). In den offenen Fragen wurden weitere Fehler festgestellt (z.B. 2x fehlerhafte Interpretation des Kehrwerts von Effektsch&#228;tzern, 2x nicht sinnvolle &#220;bergenauigkeit bei absoluten Zahlen, 1x Interpretation eines Punktsch&#228;tzers als Maximaleffekt). Unsch&#228;rfen quantitativer Ergebnisse der Originalstudien wurden nur zweimal thematisiert, die Qualit&#228;t der Originalstudien wurde f&#252;nfmal explizit bewertet (z.B. m&#246;gliches Confounding, Skepsis gegen&#252;ber Kausalschl&#252;ssen aus Beobachtungsstudien).</Pgraph><Pgraph>F&#252;nf (&#61;21&#37;) Medienbeitr&#228;ge bezogen sich auf Originalstudien, bei denen Skepsis angebracht ist, weil die berichteten Effekte extrem stark und m&#246;glicherweise &#252;bertrieben waren (z.B. Senkung des Mortalit&#228;tsrisikos um 48&#37; durch 1700 zus&#228;tzliche Schritte am Tag, Verl&#228;ngerung der Lebenserwartung um 24 Jahre durch Vermeidung von acht Risikofaktoren).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Gravierende Fehler bei der Berichterstattung &#252;ber quantitative Studienergebnisse traten in den ausgew&#228;hlten Medienbeitr&#228;gen selten auf. Originalstudien, in denen Effekte offensichtlich stark &#252;bertrieben dargestellt wurden, sind m&#246;glicherweise in der Berichterstattung &#252;berrepr&#228;sentiert.</Pgraph><Pgraph>Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.</Pgraph><Pgraph>Die Autoren geben an, dass kein Ethikvotum erforderlich ist.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Reifegerste D</RefAuthor>
        <RefAuthor>Wiedicke A</RefAuthor>
        <RefAuthor>Temmann LJ</RefAuthor>
        <RefTitle>Medienberichterstattung zu Pr&#228;ventions- und Therapiem&#246;glichkeiten an den Beispielen Diabetes mellitus und Depression</RefTitle>
        <RefYear>2021</RefYear>
        <RefJournal>Bundesgesundheitsbl</RefJournal>
        <RefPage>28-36</RefPage>
        <RefTotal>Reifegerste D, Wiedicke A, Temmann LJ. Medienberichterstattung zu Pr&#228;ventions- und Therapiem&#246;glichkeiten an den Beispielen Diabetes mellitus und Depression. Bundesgesundheitsbl. 2021; 4:28-36.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Baumann E</RefAuthor>
        <RefAuthor>Ludolph R</RefAuthor>
        <RefAuthor>Rosset M</RefAuthor>
        <RefAuthor>Schlattmann M</RefAuthor>
        <RefAuthor>Berens EM</RefAuthor>
        <RefTitle>Medien als Unterst&#252;tzer einer informierten Entscheidung&#63; Qualit&#228;tsaspekte der Presseberichterstattung &#252;ber Brustkrebsfr&#252;herkennung</RefTitle>
        <RefYear>2017</RefYear>
        <RefBookTitle>Gesundheitskommunikation als transdisziplin&#228;res Forschungsfeld</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Baumann E, Ludolph R, Rosset M, Schlattmann M, Berens EM. Medien als Unterst&#252;tzer einer informierten Entscheidung&#63; Qualit&#228;tsaspekte der Presseberichterstattung &#252;ber Brustkrebsfr&#252;herkennung. In: Lampert C, Grimm M, Hrsg. Gesundheitskommunikation als transdisziplin&#228;res
Forschungsfeld. 1. Aufl. Nomos; 2017.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="3">
        <RefAuthor>Kowall B</RefAuthor>
        <RefAuthor>Stang A</RefAuthor>
        <RefTitle>Fehler und Schw&#228;chen in der Berichterstattung &#252;ber epidemiologische Studien in Printmedien: Das Beispiel &#8222;Fleischkonsum und Darmkrebs&#8220;</RefTitle>
        <RefYear>2019</RefYear>
        <RefJournal>Gesundheitswesen</RefJournal>
        <RefPage>438-443</RefPage>
        <RefTotal>Kowall B, Stang A. Fehler und Schw&#228;chen in der Berichterstattung &#252;ber epidemiologische Studien in Printmedien: Das Beispiel &#8222;Fleischkonsum und Darmkrebs&#8220;. Gesundheitswesen. 2019;81:438-443.</RefTotal>
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