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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Diagnostik und Entscheidungsfindung bei einem Jungen mit vollst&#228;ndiger Urethra duplex &#8211; ein Case Report</Title>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Nordrhein-Westf&#228;lische Gesellschaft f&#252;r Urologie e.V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>71. Kongress der Nordrhein-Westf&#228;lischen Gesellschaft f&#252;r Urologie</MeetingName>
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        <MeetingSession>Poster</MeetingSession>
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    <ArticleNo>P 3.12</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Die Urethra duplex ist eine seltene angeborene Fehlbildung des unteren Harntrakts, gekennzeichnet durch eine teilweise oder vollst&#228;ndige Verdopplung der Harnr&#246;hre. Die klinische Relevanz ergibt sich aufgrund von Harnabflussst&#246;rungen, rezidivierender Infektionen sowie funktioneller und &#228;sthetischer Beeintr&#228;chtigungen. Das Spektrum reicht von asymptomatischen bis hin zu deutlich symptomatischen Verl&#228;ufen. Aufgrund der geringen Pr&#228;valenz, der Heterogenit&#228;t und der Vielzahl assoziierter Fehlbildungen, besteht die Literatur &#252;berwiegend aus Fallberichten und Fallserien. Dies erschwert die Etablierung standardisierter Therapien und klarer Leitlinien.</Pgraph><Pgraph>Anhand eines in unserer Klinik behandelten Falles soll die Entscheidungsfindung unter Ber&#252;cksichtigung von Literatur und Expertenmeinungen nachvollziehbar dargestellt werden. Hierzu erfolgten eine Literaturrecherche sowie der Austausch mit kinderurologischen Zentren.</Pgraph><Pgraph>Bei einem achtj&#228;hrigen Jungen mit sagittaler Urethra duplex Typ IIA2 nach Effmann wurde im Rahmen einer extern geplanten Zirkumzision zuf&#228;llig ein hypospader Meatus entdeckt. Nach Abbruch des Eingriffs erfolgte die Vorstellung zur Hypospadiekorrektur in unserer Klinik. W&#228;hrend der operativen Vorbereitung fiel ein zus&#228;tzlicher Meatus auf. Dabei schienen die gr&#246;&#223;ere &#214;ffnung hypospad und eine kleiner Porus orthotop zu liegen. Eine retrograde Urethrographie und eine Urethrozystoskopie best&#228;tigten die Diagnose.</Pgraph><Pgraph>Die Vorstellung in zwei kinderurologischen Zentren f&#252;hrte zu unterschiedlichen Empfehlungen. Ein Zentrum bef&#252;rwortete eine operative Korrektur, das andere eine konservative Vorgehensweise. Angesichts der Beschwerdefreiheit und des kosmetisch nicht gravierenden Erscheinungsbildes entschieden wir uns nach aktuellem Stand gegen eine operative Therapie.</Pgraph><Pgraph>Die korrekte diagnostische Einordnung ist entscheidend f&#252;r die Therapieplanung. Die Klassifikation nach Effmann ist zwar weit verbreitet, jedoch nicht unumstritten. Die Versorgung der Urethra duplex bleibt ein individuell anzupassendes Therapiekonzept, das weiterhin abh&#228;ngig von der Aufarbeitung durch Fallberichte und Fallserien ist. Die geringe Pr&#228;valenz und Heterogenit&#228;t des Krankheitsbildes werden eine internationale Zusammenarbeit zwischen Zentren, aber auch kleineren Akteuren erfordern, damit Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Herangehensweisen sowie eine Einheitliche Einteilung optimiert werden k&#246;nnen. Nur so kann in Zukunft mehr Klarheit in der Entscheidungsfindung erreicht werden.</Pgraph></TextBlock>
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