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      <Title language="de">Praxistest einer K&#252;nstlichen Intelligenz zur Planung der Injektionstherapie bei neovaskul&#228;rer AMD</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Ziel:</Mark1> Der Einsatz von K&#252;nstlicher Intelligenz (KI) verspricht eine Verbesserung der Effizient und Genauigkeit bei der Behandlung der neovaskul&#228;ren altersbedingten Makuladegeneration (nAMD). In dieser Studie wird die Leistungsf&#228;higkeit des KI-basierten deepeye-Algorithmus bei der Unterst&#252;tzung von Behandlungsentscheidungen in einer realen telemedizinischen Umgebung anhand eines Referenzdatensatzes getestet.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methode:</Mark1> In dieser retrospektiven, monozentrischen klinischen Studie wurde ein Referenzdatensatz mit 429 OCT-Scans (247 Patienten, 306 behandelte Augen) von Kontrolluntersuchungen im Rahmen der Therapie nach dem Prorenata-Schema (PRN) mit intravitrealen Injektionen (IVI) bei nAMD aus dem klinischen Alltag zusammengestellt. Die Entscheidung des behandelnden Arztes war entweder der Start einer neuen IVI-Serie (&#8222;Injektion&#8220;) oder die Vereinbarung eines neuen Kontrolltermin (&#8222;Abwarten&#8220;). Im Nachgang wurden diese OCTs mithilfe eines KI-Algorithmus zur Therapieplanungsunterst&#252;tzung (TPS von deepeye, Version 1.2) ausgewertet. Die KI gab unter anderen einen Aktivit&#228;tskennzahl (DAS &#61; &#8222;Disease Activity Score&#8220;) zwischen 0 (sehr gering) und 100 (sehr hoch) aus. Durch statische Modellierung wurde ein optimaler DAS-Grenzwert ermittelt und die Diskrepanz zwischen KI und behandelnden Arzt beurteilt. Diskrepante F&#228;lle, sowie ein Teil der &#252;bereinstimmenden F&#228;lle, wurden von einem Gremium aus drei Senior-Gradern in einer Reading-Center-Umgebung erneut bewertet, um einen Referenzstandard festzulegen. Dabei wurden zus&#228;tzlich die Gr&#252;nde der KI-Fehlklassifikationen erhoben und kategorisiert. Jeder Fall wurde unabh&#228;ngig von zwei Senior-Gradern bewertet und bei Abweichungen ein Konsens in einer Konferenz mit allen Senior-Gradern hergestellt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Die initiale &#220;bereinstimmung der KI und des behandelnden Arztes war 83,2&#37;, bei einem positiven pr&#228;dikativen Wert (PPW) von 77,7&#37; und negativen pr&#228;diktiven Wert (NPW) von 86,1&#37;. Verglichen mit dem doppelten Senior-Grading (DSG) des Reading-Centers erreicht die KI eine &#220;bereinstimmung von 85,8&#37; (PPW&#61;82,1&#37;, NPW&#61;87,8&#37;). 17 der 429 F&#228;lle wurden beim DSG als OCTs abweichend des Behandlungsplans bewertet und ausgeschlossen, dabei: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">9 x Termin au&#223;erhalb des Protokolls</ListItem><ListItem level="1">3 x Ablehnung der Behandlung durch Patienten</ListItem><ListItem level="1">3 x keine neovaskul&#228;re AMD</ListItem><ListItem level="1">2 x Visus unter Therapieniveau</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Nach Bereinigung sowie statistischer Optimierung des Schwellwertes hatte die KI auf den verbliebenen 412 F&#228;llen eine &#220;bereinstimmung von 88,6&#37; (PPW&#61;90,5&#37;, NPW&#61;87,6&#37;) mit dem DSG. Die urspr&#252;ngliche Entscheidung des behandelnden Arztes mit dem Reading-Center ergab auf diesen Datensatz eine &#220;bereinstimmung von 97,1&#37; (PPW&#61;97,4&#37;, NPW&#61;96,9&#37;) mit der Referenz aus dem DSG. Von den verbliebenen 412 F&#228;llen wurden bei 19 die Bedingungen als unfair f&#252;r KI bewertet:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">12 x schlechte Bildqualit&#228;t des OCT</ListItem><ListItem level="1">6 x nur unter Hinzunahme mit historischen OCTs entscheidbar</ListItem><ListItem level="1">1 x nur unter Hinzunahme der klinischen Akte entscheidbar</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>W&#252;rden diese F&#228;lle jedoch ausgeschlossen h&#228;tte die KI eine &#220;bereinstimmung von 92.9&#37; mit dem DSG. Die Gr&#252;nde der verbleibenden 28 diskrepanten F&#228;lle waren:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">18 x Missinterpretation der intra-retinalen Fl&#252;ssigkeit (IRF)</ListItem><ListItem level="1">6 x Missinterpretation der sub-retinalen Fl&#252;ssigkeit (SRF)</ListItem><ListItem level="1">4 x sonstige</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Durch die statistischen Modelle l&#228;sst sich ein Verfahren definieren, bei dem Arzt und KI zusammen die OCTs bewerten, indem eine Sicherheits-Zone f&#252;r den DAS definiert wird. Dabei wurden die 89 F&#228;lle, bei denen die KI einen DAS zwischen 20&#37; und 80&#37; Wahrscheinlichkeit f&#252;r eine IVI ausgab, nicht durch die KI bewertet. Auf den verbliebenen 323 erreichte die KI eine &#220;bereinstimmung von 92,3&#37; (PPW&#61;95,2&#37;, NPW&#61;90.9&#37;).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen:</Mark1> In dieser Studie wurde mit dem DSG eine Referenz erstellt, um die Praxistauglichkeit des TPS von deepeye zu untersuchen. 19 der 64 Diskrepanzen zwischen KI und DSG sind begr&#252;ndet durch eine Anwendung au&#223;erhalb des Behandlungsplans. Weitere 17 Diskrepanzen waren KI-unfairen Bedingungen geschuldet; davon wurden in 4 F&#228;llen Daten ben&#246;tigt, die der KI nicht zur Verf&#252;gung standen, da diese anhand eines einzelnen OCTs entschied. Diese Limitation bewerten wir als geringf&#252;gig, zumal der Anwender in den neuen Versionen des TPS die Biomarker des IRF, SRF und PED im zeitlichen Verlauf selbst beurteilen kann. In den verbleibenden F&#228;llen war der DAS zumeist niedrig, aber das DSG hatte &#8222;Injektion&#8220; entschieden. Hierbei wurde durch die KI der relevante Biomarker z.T. erkannt und im TPS-Report angezeigt. Die Einf&#252;hrung einer Sicherheitszone f&#252;hrt zu einem praxistauglichen Setting, in dem Arzt und KI zusammen effizient eine sichere Entscheidung treffen k&#246;nnen. Wesentliche Aspekte dabei sind, die KI im Rahmen der Bestimmung anzuwenden und den TPS-Report im Ganzen zu interpretieren. Die Erkenntnisse dieser Studie wurden von deepeye f&#252;r die Weiterentwicklung des TPS genutzt.</Pgraph></TextBlock>
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