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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Eine weitsichtige Patientin</Title>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Verein Rheinisch-Westf&#228;lischer Augen&#228;rzte</MeetingCorporation>
        <MeetingName>188. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westf&#228;lischer Augen&#228;rzte</MeetingName>
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        <MeetingSession>Young RWA</MeetingSession>
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          <DateTo>20260207</DateTo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Ziel:</Mark1> Darstellung des Falls einer 38-j&#228;hrigen Patientin mit hoher beidseitiger Hyperopie, bei der nach Implantation einer phaken Hinterkammer-Intraokularlinse (pIOL) im Jahr 2006 ein chronisch erh&#246;hter Augeninnendruck (IOD) und Pigmentdispersion auftraten. Trotz erfolgreicher refraktiver Korrektur mit einer Sehsch&#228;rfe von beidseits 1,0 (Snellen dezimal) machten die langfristigen Komplikationen eine Explantation der pIOL und eine kombinierte Katarakt-Operation erforderlich.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden:</Mark1> Die Patientin stellte sich initial mit beidseitig erh&#246;htem IOD bis 30 mmHg und verschwommenem Sehen vor. In der Spaltlampenuntersuchung zeigten sich flache Vorderkammern, enge Kammerwinkel, Pigmentierung des Hornhautendothels, der pIOL-Oberfl&#228;che und des Trabekelwerks sowie partielle periphere anteriore Synechien. Aufgrund des Verdachts auf ein sekund&#228;res Engwinkelglaukom durch die pIOL erfolgte letztlich die Entfernung der pIOL mit simultaner Phakoemulsifikation und Implantation einer Hinterkammer-IOL. W&#228;hrend des Eingriffs am linken Auge kam es zu Irisdefekten aufgrund von iridocornealen Adh&#228;sionen und Irisprolaps mit resultierender monokularer Diplopie postoperativ. Am rechten Auge konnte eine Irisverletzung durch pr&#228;operative Gabe von Mannitol und intraoperative Verwendung von Irisretraktoren vermieden werden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Postoperativ traten in beiden Augen eine ausgepr&#228;gte Entz&#252;ndungsreaktion mit Fibrinablagerungen in der Vorderkammer auf, die unter intensiver topischer antientz&#252;ndlicher Therapie vollst&#228;ndig zur&#252;ckgingen. Sechs Monate nach dem Eingriff zeigten sich stabile IOD ohne manifeste glaukomat&#246;se Sch&#228;den und eine bestkorrigierte Sehsch&#228;rfe beidseits von 1,0 (Snellen dezimal). Die Patientin klagte jedoch &#252;ber anhaltende Blendempfindlichkeit am linken Auge, sodass letztendlich eine Pupilloplastik notwendig war.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Dieser Fall verdeutlicht die diagnostischen, chirurgischen und kommunikativen Herausforderungen bei der Behandlung von Sp&#228;tkomplikationen nach pIOL-Implantation. Anspruchsvoll war nicht nur die intraoperative Situation, sondern auch deren funktionelle Folgen sowie die Entscheidungsfindung &#252;ber das geeignete therapeutische Vorgehen bei guter Ausgangssehsch&#228;rfe. Der Fall unterstreicht die Notwendigkeit einer langfristigen Nachsorge, sorgf&#228;ltigen Operationsplanung und pr&#228;zisen chirurgischen Technik, um mechanische Iristraumata und daraus resultierende Dysphotopsien zu vermeiden. Ebenso zeigt er die emotionale Belastung f&#252;r die Patientin, wenn Komplikationen im Rahmen eines eigentlich elektiven refraktiven Eingriffs auftreten.</Pgraph></TextBlock>
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