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    <IdentifierDoi>10.3205/26dga246</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26dga2466</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Vom elektrischen Input zum Sprachverstehen: Longitudinale CAEP-Befunde zur Entwicklung des Satzverstehens im ersten Jahr nach Cochlea-Implantation</Title>
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          <Firstname>Christina Sophie</Firstname>
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          <Affiliation>HNO-Klinik am Universit&#228;tsklinikum Dresden, S&#228;chs. Cochlear Implant Centrum &#38; Ear Research Center Dresden, Dresden, Deutschland</Affiliation>
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          <LastnameHeading>Hahne</LastnameHeading>
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          <Initials>A</Initials>
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          <Affiliation>HNO-Klinik am Universit&#228;tsklinikum Dresden, S&#228;chs. Cochlear Implant Centrum &#38; Ear Research Center Dresden, Dresden, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <DatePublished >20260302</DatePublished >
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingId>M0642</MeetingId>
        <MeetingSequence>246</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Audiologie e. V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Audiologie</MeetingName>
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        <MeetingSession>Juniorsymposium 2</MeetingSession>
        <MeetingCity>Oldenburg</MeetingCity>
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          <DateFrom>20260304</DateFrom>
          <DateTo>20260306</DateTo>
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    <ArticleNo>246</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung.</Mark1> Die Entwicklung des Sprachverstehens nach Cochlea-Implantation ist ein komplexer Lernprozess, da der elektrische Input aufgrund technischer Einschr&#228;nkungen nicht vollst&#228;ndig mit den im mentalen Lexikon gespeicherten Repr&#228;sentationen &#252;bereinstimmt. Dennoch sind im ersten Jahr nach Erstaktivierung h&#228;ufig rasche Lernfortschritte erkennbar, die sich in audiometrischen und neuronalen Ma&#223;en widerspiegeln. In der vorliegenden Studie wird dieser Prozess mithilfe kortikaler auditiver evozierter Potentiale (CAEP) untersucht, mit einem Fokus auf dem Verstehen von S&#228;tzen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden.</Mark1> Bisher nahmen 28 postlingual ertaubte Erwachsene mit einseitiger CI-Versorgung teil (Alter: 65 J; PTA4 Gegenseite: 72 dB). Gemessen wurde (1) vier Wochen nach Erstaktivierung und (2) nach einem Jahr. Das Satzverstehen wurde anhand des N400-Effekts erfasst. Die letzten W&#246;rter der S&#228;tze waren (A) korrekt, (B) semantisch inkorrekt oder (C) korrekt, aber im Satzkontext unwahrscheinlich. Das EEG wurde mit 32 Elektroden abgeleitet, ausgewertet wurden nur korrekt klassifizierte S&#228;tze. Zus&#228;tzlich wurden 18 normalh&#246;rende Kontrollpersonen gemessen (Alter: 63 J; PTA4: 17 dB).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse.</Mark1> Die Kontrollgruppe zeigte den erwarteten N400-Effekt zwischen korrekten, wahrscheinlichen Satzenden und semantisch inkorrekten Endungen (A vs. B). Dieser Effekt war in der CI-Gruppe bereits vier Wochen nach Erstaktivierung erkennbar, zeigte jedoch zu beiden Messzeitpunkten eine verl&#228;ngerte Dauer. Auch f&#252;r den Vergleich zwischen wahrscheinlichen und unwahrscheinlichen korrekten Satzenden (A vs. C) zeigte sich in beiden Gruppen ein N400-Effekt, mit erneut l&#228;ngerer Effektdauer in der CI-Gruppe. Beim Vergleich von inkorrekten und unwahrscheinlichen korrekten Endungen (B vs. C) zeigte die Kontrollgruppe eine Tendenz zur Signifikanz (p &#60; .06). In der CI-Gruppe trat dieser Unterschied erst nach einem Jahr und mit h&#246;herer Latenz auf.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung.</Mark1> Die Ergebnisse zeigen, dass sich Entwicklungen des Satzverstehens im ersten Jahr nach CI-Versorgung objektiv erfassen lassen. Bereits nach vier Wochen k&#246;nnen CI-Tr&#228;ger einfache S&#228;tze semantisch interpretieren. Dass sie zu diesem Zeitpunkt semantisch inkorrekte und korrekte, aber unwahrscheinliche Satzenden noch nicht unterscheiden, deutet darauf hin, dass das System anf&#228;nglich stark auf semantische Erwartungen zur&#252;ckgreift und erst im Verlauf der Nutzung zunehmend differenziert verarbeitet. Die h&#246;heren Latenzen und verl&#228;ngerten Effekte nach einem Jahr zeigen jedoch, dass die Verarbeitungsgeschwindigkeit normalh&#246;render Personen noch nicht erreicht ist und das Sprachverstehen f&#252;r CI-Tr&#228;ger mit erh&#246;htem kognitivem Aufwand verbunden bleibt.</Pgraph></TextBlock>
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