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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Optimal sitzende Ohrpassst&#252;cke mittels additiver Fertigung: Charakterisierung der Hafteigenschaften im Tribologielabor</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Audiologie e. V.</MeetingCorporation>
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        <MeetingSession>Freie Vortr&#228;ge 16: H&#246;rger&#228;te II</MeetingSession>
        <MeetingCity>Oldenburg</MeetingCity>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Eine f&#252;r Ohrpassst&#252;cke wesentliche Eigenschaft ist die verl&#228;ssliche Haftung im Ohr, auch unter Anwesenheit von Schwei&#223;, Cerumen und Kaubewegung. Mittels additiver Fertigung k&#246;nnen Kunststoffoberfl&#228;chen erzeugt werden, welche durch eine ma&#223;geschneiderte Mikrotopographie verbesserten Halt im Geh&#246;rgang gew&#228;hrleisten und ein unbeabsichtigtes Herausfallen verhindern.</Pgraph><Pgraph>Die Eigenschaften der modifizierten Oberfl&#228;chen k&#246;nnen mittels oszillierender Reibwertanalyse bestimmt werden, die oszillierende Anregung entspricht der Kaubewegung im Tragealltag. Aus diesen tribologischen Daten l&#228;sst sich der &#220;bergang zwischen Haft- und Gleitreibung gegen&#252;ber einem Ohrmodell aus Silikon bestimmen. Diese beiden Zust&#228;nde repr&#228;sentieren unmittelbar den funktionalen und den versagenden Zustand einer Otoplastik. Haftreibung entspricht hierbei dem stabilen<Mark2> Sitz im Ohr</Mark2>:  Wenn die strukturierte Oberfl&#228;che am Ohrmodell haftet, kompensiert das Silikon die Auslenkung vollst&#228;ndig, es findet keine Relativbewegung zwischen den Kontaktpartnern statt. Setzt hingegen Gleitreibung ein, beginnt eine Relativbewegung &#8211; ein Zustand, der f&#252;r eine Otoplastik mit einem Herausfallen aus dem Ohr gleichzusetzen ist. Die Versuche erm&#246;glichen somit eine experimentelle Nachbildung der beiden Systemzust&#228;nde: sicherer Halt versus beginnendes Versagen.</Pgraph><Pgraph>Zur Charakterisierung wurden oszillationstribometrische Messungen durchgef&#252;hrt. Als Ohrmodell diente eine Silikonscheibe mit einer H&#228;rte von etwa 43 Shore A, welche die Haut des menschlichen Geh&#246;rgangs realit&#228;tsnah abbildet. Der Gegenk&#246;rper bestand aus einer 3D-gedruckten, mikrostrukturierten Kugel, die als Modell f&#252;r eine additiv gefertigte Otoplastik dient. In der Untersuchung wurde der Gegenk&#246;rper mit einer konstanten Normalkraft von 1 N auf das Silikon gepresst, w&#228;hrend die Amplitude im Test in inkrementellen Schritten erh&#246;ht wurde. Die sukzessive Vergr&#246;&#223;erung der Anregungsamplitude f&#252;hrt schlie&#223;lich zum Verlust des Haftkontakts.</Pgraph><Pgraph>Als Ergebnis findet man, dass der Reibungskoeffizient zun&#228;chst dem Anstieg der Amplitude folgt, was auf dominierende Haftreibung hindeutet. Ab einer Amplitude von 0,5 mm treten charakteristische Einbr&#252;che der Reibung auf, die sich h&#228;ufen, sobald die Amplitude weiter erh&#246;ht wird. Nach Durchlaufen einer Maximalreibung sinkt der Reibungskoeffizient wieder ab, was auf den &#220;bergang in gleitdominierte Zust&#228;nde hindeutet. Messungen an mikrostrukturierten  Ohrpassst&#252;cken liefern unter trockenen Bedingungen kritische Amplituden von knapp 1 mm.</Pgraph><Pgraph>Mit der vorgestellten Analyse k&#246;nnen nun die Haftf&#228;higkeiten verschiedener, additiv gefertigter Otoplastiken systematisch untersucht werden. Die Ergebnisse liefern zentrale Erkenntnisse zur Optimierung der Oberfl&#228;chenstrukturierung von Otoplastiken. Insbesondere l&#228;sst sich dies auch unter dem Einfluss von Schwei&#223; und Cerumen betrachten. Dadurch lassen sich wertvolle Gestaltungshinweise f&#252;r einen zuverl&#228;ssigeren und patientenspezifisch besseren Halt auffinden.</Pgraph></TextBlock>
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