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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Wahrnehmung musikalischer Harmonie bei Cochlea-Implantat-H&#246;rer:innen</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Audiologie e. V.</MeetingCorporation>
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        <MeetingSession>Freie Vortr&#228;ge 8: Cochlea-Implantate: Objektive Messungen II</MeetingSession>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Fragestellung: </Mark1>Obwohl Cochlea-Implantate (CIs) gutes Sprachverstehen in Ruhe erm&#246;glichen, ist die Musikwahrnehmung aufgrund eingeschr&#228;nkter spektraler und zeitlicher Tonh&#246;hen&#252;bertragung stark reduziert. Ziel vorliegender Studie war es, den Einfluss einer CI-spezifischen Stimulusoptimierung auf die Diskriminierung von Dreikl&#228;ngen sowie auf die Verarbeitung harmonischer Struktur (Syntax) zu untersuchen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden: </Mark1> In drei Experimenten wurden verschiedene Aspekte der Harmoniewahrnehmung bei CI-Nutzer:innen untersucht. In Experiment 1 diskriminierten sechs CI-H&#246;rer:innen spektral reduzierte Dreikl&#228;nge (3&#8211;9 Harmonische pro Stimme, Grundfrequenzen 117&#8211;311 Hz) in einem Same&#47;Different-Task. Die Dreikl&#228;nge unterschieden sich um einen Halbton in einer oder zwei Stimmen. In Experiment 2 wurden die daraus resultierenden perzeptuell optimierten Stimuli in einem Oddball-Paradigma eingesetzt, um die Wahrnehmung von Tonverh&#228;ltnissen innerhalb von Dreikl&#228;ngen unabh&#228;ngig von der absoluten Tonh&#246;he zu untersuchen. Standardreize waren zuf&#228;llig transponierte Dur-Dreikl&#228;nge; Abweichungen entsprachen den in Experiment 1 getesteten Alterationen. Zehn CI-H&#246;rer:innen und elf normalh&#246;rende (NH) Kontrollpersonen nahmen teil. Experiment 3 erfasste die Unterscheidung harmonisch erwartbarer und unerwarteter Dreiklangssequenzen in einem 2AFC-Task bei neun CI-H&#246;rer:innen und zehn NH-Personen. In den Experimenten 2 und 3 wurden zus&#228;tzlich EEG-Daten zur Erfassung neuronaler Korrelate erhoben.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Experiment 1 zeigte, dass perzeptuell optimierte Dreikl&#228;nge mit minimaler spektraler Komplexit&#228;t (drei Harmonische pro Stimme) signifikant diskriminiert werden konnten. Die Analyse der durch die verwendete Stimulationsstrategie (FS4, MED-EL) erzeugten Pulsmuster ergab eine pr&#228;zise Kodierung zeitlicher Tonh&#246;heninformation in Form von Schwebungsfrequenzen zwischen den Dreiklangsstimmen, w&#228;hrend Grundfrequenzinformation verloren ging. Bei Einzelstimmen zeigte sich hingegen eine exakte Kodierung der Grundfrequenz &#252;ber die Pulsrate. In Experiment 2 wurden abstrakte &#196;nderungen der Tonverh&#228;ltnisse sowohl neuronal als auch verhaltensbezogen auf einem mit normalh&#246;renden Personen vergleichbaren Niveau verarbeitet. Experiment 3 zeigte, dass f&#252;nf CI-Nutzer:innen harmonische Sequenzen gem&#228;&#223; westlicher harmonischer Regeln beurteilen konnten, w&#228;hrend bei vier CI-Nutzer:innen keine entsprechende Sensitivit&#228;t nachweisbar war.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen:</Mark1> Die Ergebnisse zeigen, dass CI-H&#246;rer:innen mit perzeptuell optimierten Stimuli harmonische Information in Dreikl&#228;ngen besser verarbeiten k&#246;nnen als bislang angenommen. Neben absoluter Tonh&#246;heninformation werden auch Tonverh&#228;ltnisse zwischen den Stimmen erfasst, was es einem Teil der CI-Nutzer:innen erm&#246;glicht, abstrakte harmonische Syntax kognitiv zu verarbeiten. Diese Ergebnisse bilden eine Grundlage f&#252;r gezielte Trainingsparadigmen zur langfristigen Verbesserung der Harmoniewahrnehmung.</Pgraph></TextBlock>
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