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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26dga0503</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Digitale sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit Taubheit&#47;H&#246;rbehinderung &#8211; Lebenszeitpr&#228;valenz, Risikofaktoren und pr&#228;ventives Wissen</Title>
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          <Lastname>Oberleiter</Lastname>
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      <DatePublished >20260302</DatePublished >
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Audiologie e. V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Audiologie</MeetingName>
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        <MeetingSession>Freie Vortr&#228;ge 2: H&#246;rgesch&#228;digtenp&#228;dagogik &#38; Tinnitus</MeetingSession>
        <MeetingCity>Oldenburg</MeetingCity>
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          <DateFrom>20260304</DateFrom>
          <DateTo>20260306</DateTo>
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    <ArticleNo>050</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Fragestellungen:</Mark1> F&#252;r das vom BMBFSFJ gef&#246;rderte Projekt &#8222;Digitaler Schutz vor sexualisierter Gewalt gegen Kinder mit H&#246;rbehinderung&#8220; (01SR2002) waren drei zentrale Forschungsfragen leitend:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Wie hoch ist die Lebenszeitpr&#228;valenz digitaler sexualisierter Gewalt bei Kindern und Jugendlichen mit Taubheit&#47;H&#246;rbehinderung&#63; </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Welche Faktoren erh&#246;hen das Risiko, von digitaler sexualisierter Gewalt betroffen zu sein&#63;</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">&#220;ber welches pr&#228;ventive Wissen im Bereich digitaler sexualisierter Gewalt verf&#252;gen Kinder und Jugendliche mit Taubheit&#47;H&#246;rbehinderung und welche Rolle spielt dieses Wissen f&#252;r ihren Umgang mit entsprechenden Situationen&#63;</ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph><Mark1>Methode:</Mark1> Die partizipative Dunkelfeldstudie basiert auf einem querschnittlichen, sequenziellen Mixed-Methods Design. Erstmals wurden quantitative Daten von <Mark2>N</Mark2> &#61; 253 elf- bis 21-J&#228;hrigen mit Taubheit&#47;H&#246;rbehinderung (<Mark2>M</Mark2> &#61; 15.06, <Mark2>SD</Mark2> &#61; 1.96; 47&#37; weiblich, 51&#37; m&#228;nnlich, 2&#37; divers) an Schulen mit dem F&#246;rderschwerpunkt H&#246;ren und Kommunikation in DE erhoben. Die Erhebung umfasste Erfahrungen mit digitaler sexualisierter Gewalt sowie potenzielle personengebundene und mediennutzungsbezogene Risikofaktoren. Erg&#228;nzend wurden mit <Mark2>n</Mark2> &#61; 34 Teilnehmenden strukturierte Einzelinterviews zum vorhandenen pr&#228;ventiven Wissen und zum Umgang mit Erfahrungen digitaler sexualisierter Gewalt durchgef&#252;hrt. Die quantitativen Daten wurden deskriptiv und mittels multipler Regressionsanalysen ausgewertet; die qualitativen Daten wurden anhand inhaltsanalytischer Kategorien mit MAXQDA analysiert.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> </Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Die Lebenszeitpr&#228;valenz digitaler sexualisierter Gewalt bei Kindern und Jugendlichen mit Taubheit&#47;H&#246;rbehinderung liegt bei 77&#37;. Dabei geht digitale sexualisierte Gewalt h&#228;ufiger von Gleichaltrigen aus als von Erwachsenen.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Zu den identifizierten Risikofaktoren z&#228;hlen pers&#246;nliche Treffen mit Internetkontakten (&#946; &#61; .22&#42;&#42;), das Versenden eigener Inhalte an unbekannte Kontakte (&#946; &#61; .21&#42;&#42;), &#246;ffentlich einsehbare Profilinformationen (&#946; &#61; .21&#42;), das weibliche Geschlecht (&#946; &#61; .17&#42;) sowie der Konsum pornografischer Inhalte (&#946; &#61; .17&#42;), F(7, 156) &#61; 13.61&#42;&#42;&#42;, korr. R&#178; &#61; .35.  </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Die qualitativen Analysen verdeutlichen, dass das pr&#228;ventive Wissen der Befragten gering ausgepr&#228;gt ist. Dazu tr&#228;gt unter anderem bei, dass digitale sexualisierte Gewalt in der Schule kaum thematisiert wird. Ebenso bleibt der Umgang mit Gef&#252;hlen wie Scham weitgehend unber&#252;hrt, was dazu f&#252;hrt, dass betroffene Kinder und Jugendliche h&#228;ufig z&#246;gern, im sozialen Umfeld Hilfe zu suchen.  </ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Aus den Studienergebnissen ergibt sich ein deutlicher Bedarf an spezifischen Pr&#228;ventionsangeboten f&#252;r Kinder und Jugendliche mit Taubheit&#47;H&#246;rbehinderung, die insbesondere eine St&#228;rkung der Medienkompetenz sowie eine fr&#252;hzeitige und kontinuierliche Vermittlung pr&#228;ventiven Wissens in allen p&#228;dagogischen Kontexten umfassen.</Pgraph></TextBlock>
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