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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Pr&#228;zisionsaudiometrie zur Evaluation bei einseitiger Taubheit</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Audiologie e. V.</MeetingCorporation>
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        <MeetingSession>Strukturierte Sitzung 6: Klinische Anwendungen der Pr&#228;zisionsaudiologie</MeetingSession>
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          <DateTo>20260306</DateTo>
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    <ArticleNo>030</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Die einseitige Taubheit (single sided deafness, SSD) mit kontralateralem Normalgeh&#246;r ist der extremste Fall der asymmetrischen Schwerh&#246;rigkeit. &#220;ber viele Jahre wurde die SSD nicht versorgt. Allenfalls wurde mit Hilfe von CROS-H&#246;rsystemen (contralateral routing of signals) versucht, den Kopfschatten in zu kompensieren. Seit der Einf&#252;hrung der Cochlea-Implantat-Versorgung (CI-Versorgung) bei SSD ist eine differenzierte und pr&#228;zisere Audiometrie erforderlich, um einerseits die Probleme darzustellen und anderseits bei erfolgter Versorgung mit CROS-Systemen oder CI-Systemen Verbesserungen aufzuzeigen. Ziel der Studie war die Untersuchung der Anwendbarkeit klinisch &#252;blicher Verfahren in der audiologischen Evaluation bei einseitiger Taubheit. Insbesondere sollte die pr&#228;zise Messung der Sprachverst&#228;ndlichkeitsschwelle mit konventionellen Verfahren verglichen werden.</Pgraph><Pgraph>Hierzu wurden sprachaudiometrische Messungen in Ruhe und im St&#246;rger&#228;usch an 61 Menschen (29 M&#228;nner, 32 Frauen, Alter&#61;49 &#177; 13 Jahre) mit einseitiger Taubheit analysiert. Die Ertaubungsdauer lag zwischen 0,5 und 55 Jahren. Im Median war diese 1 Jahr. Es wurde das prozentuale Sprachverstehen im Freiburger Einsilbertest (FBE) bei &#43; 5 dB SNR als auch die binauralen Sprachverst&#228;ndlichkeitsschwellen (SVS) im G&#246;ttinger Satztest (G&#246;Sa) jeweils mit und ohne CROS-H&#246;rger&#228;t ermittelt. Das Sprachsignal wurde frontal pr&#228;sentiert; die Pr&#228;sentation des St&#246;rsignals erfolgte von frontal (S0N0) &#91;A&#93;, von der ertaubten Seite (S0NSSD) &#91;B&#93; und von der normalh&#246;rigen Seite (S0NNH) &#91;C&#93;. Durch den Vergleich der Messungen kann der Einfluss der kopfbedingten Schallabschw&#228;chung bestimmt werden. Dabei stellt C die schwierigste (schlechteste), A die etwas einfachere und B die einfachste (beste) Situation dar.</Pgraph><Pgraph>Der FBE verbesserte sich im Mittel von C zu A um 19,7&#37;-Punkte und von A zu B um 21,5&#37;-Punkte. Im Einzelfall verschlechterten sich von C zu A 14&#37; und von A zu B 0&#37; der Testpersonen. Signifikante Verbesserungen wurden in beiden Vergleichen f&#252;r 44&#37; der Testpersonen gefunden.</Pgraph><Pgraph>Der G&#246;Sa verbesserte sich von C zu A um 2,7 dB SNR und von A zu B um 5,4 dB SNR. Im Einzelfall verschlechterten sich jedoch 13&#37; der Personen von C zu A. Signifikante Verbesserungen wurden von C zu A f&#252;r 60&#37; gefunden und f&#252;r 98&#37; von A zu B. Die Kompensation des Kopfschattens durch CROS-Versorgung sind maximal f&#252;r die Situation C. Hier wurden im Mittel im FBE 42&#37;-Punkte Verbesserung beobachtet und beim G&#246;Sa im Mittel Verbesserungen der SVS um 8,2 dB. Beide Tests ergaben f&#252;r alle Testpersonen Verbesserungen.</Pgraph><Pgraph>Bereits bei diesen klaren akustischen Verh&#228;ltnissen ist der FBE im Einzelfall nicht immer geeignet, um das Sprachverstehen zu erfassen. Die FBE-Messungen liefern im Mittel reliable und gut interpretierbare Ergebnisse, sie f&#252;hren sie im Einzelfall aufgrund der gr&#246;&#223;eren Streuung zu falschen Ergebnissen. Die pr&#228;zisen SVS-Messungen sind daher besser f&#252;r die Vergleiche der unterschiedlichen H&#246;rsituationen bei SSD geeignet.</Pgraph></TextBlock>
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