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    <IdentifierDoi>10.3205/26wdhno48</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26wdhno489</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Retrograde cricopharyngeale Dysfunktion &#8211; Fallbericht eines bislang wenig bekannten Krankheitsbildes</Title>
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        <Address>Universit&#228;tsklinikum D&#252;sseldorf, Moorenstra&#223;e 5, 40225 D&#252;sseldorf, Deutschland<Affiliation>Klinik f&#252;r Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Medizinische Fakult&#228;t und Universit&#228;tsklinikum D&#252;sseldorf, Heinrich-Heine-Universit&#228;t D&#252;sseldorf, D&#252;sseldorf, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>friederike.weise&#64;med.uni-duesseldorf.de</Email>
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          <LastnameHeading>Kandler</LastnameHeading>
          <Firstname>Jennis</Firstname>
          <Initials>J</Initials>
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          <Affiliation>Klinik f&#252;r Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Medizinische Fakult&#228;t und Universit&#228;tsklinikum D&#252;sseldorf, Heinrich-Heine-Universit&#228;t D&#252;sseldorf, D&#252;sseldorf, Deutschland</Affiliation>
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          <Firstname>Melanie</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
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          <Affiliation>Klinik f&#252;r Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Medizinische Fakult&#228;t und Universit&#228;tsklinikum D&#252;sseldorf, Heinrich-Heine-Universit&#228;t D&#252;sseldorf, D&#252;sseldorf, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <DatePublished>20260223</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Vereinigung Westdeutscher HNO-&#196;rzte</MeetingCorporation>
        <MeetingName>Jahrestagung der Vereinigung Westdeutscher Hals-Nasen-Ohren-&#196;rzte</MeetingName>
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        <MeetingSession>Abstracts</MeetingSession>
        <MeetingCity>Dortmund</MeetingCity>
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          <DateTo>20260228</DateTo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung: </Mark1>Die retrograde cricopharyngeale Dysfunktion (R-CPD) ist ein bislang wenig bekanntes Krankheitsbild, das durch eine unzureichende Relaxation des Musculus cricopharyngeus gekennzeichnet ist. Klinisch &#228;u&#223;ert sich die Erkrankung in der Unf&#228;higkeit, Luft aufzusto&#223;en (Ruktus). Begleitende Symptome sind V&#246;llegef&#252;hl und abdominelle Distension, thorakales Druckgef&#252;hl sowie soziale Beeintr&#228;chtigung. Die Diagnosestellung erfolgt in erster Linie klinisch anhand der charakteristischen Beschwerdekonstellation. Erg&#228;nzend k&#246;nnen eine hochaufl&#246;sende &#214;sophagusmanometrie (HRM), die typische Druckmuster im oberen &#214;sophagussphinkter (O&#214;S) zeigt, sowie eine &#214;sophagogastroduodenoskopie (&#214;GD) zur Ausschlussdiagnostik herangezogen werden. Therapeutisch hat sich die Injektion von Botulinumtoxin A in den M. cricopharyngeus als effektive Option gezeigt, auch wenn sie derzeit noch als Off-Label-Verfahren gilt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Fallbericht: </Mark1>Die Vorstellung eines 23-j&#228;hrigen Patienten in unserer Klinik erfolgte aufgrund einer langj&#228;hrig bekannten Unf&#228;higkeit, postprandial Luft aufzusto&#223;en. Begleitend trat ein ausgepr&#228;gtes V&#246;llegef&#252;hl mit abdominellen Schmerzen und Meteorismus auf. Kohlens&#228;urehaltige Getr&#228;nke wurden aufgrund der Symptomverst&#228;rkung gemieden. Die Beschwerdesymptomatik f&#252;hrte zu einer erheblichen Einschr&#228;nkung der Lebensqualit&#228;t. Klinisch zeigte sich ein unauff&#228;lliger HNO-Status mit reizlosen Schleimh&#228;uten und regelrechter Stimmlippenfunktion. Eine durchgef&#252;hrte HRM ergab einen deutlich erh&#246;hten Ruhedruck des O&#214;S (232.7 mmHg, Norm &#60; 165.1 mmHg). Eine zudem durchgef&#252;hrte &#214;GD ergab einen unauff&#228;lligen Befund. Es bestand kein Hinweis auf eine eosinophile &#214;sophagitis. Nach interdisziplin&#228;rer Fallbesprechung mit der Klinik f&#252;r Gastroenterologie wurde eine Botulinumtoxin-A-Injektion in den O&#214;S unter Intubationsnarkose als kausaler Therapieversuch empfohlen. Ziel der Ma&#223;nahme ist die Reduktion des erh&#246;hten Sphinktertonus und die Wiederherstellung der retrograden Luftentweichung.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion: </Mark1>Die Injektion von Botulinumtoxin A in den M. cricopharyngeus hat sich bereits in einzelnen Studien als effektive Therapie mit hoher Patientenzufriedenheit und geringer Nebenwirkungsrate erwiesen. Im Vergleich zur chirurgischen Myotomie bietet sie eine reversible und risiko&#228;rmere Behandlungsoption. Im vorliegenden Fall besteht eine eindeutige klinische und manometrische Befundkonstellation, die eine R-CPD wahrscheinlich macht. Der geplante Eingriff mit Botulinumtoxin A soll nicht nur zur Symptomlinderung beitragen, sondern auch zus&#228;tzliche Erkenntnisse zur Nachhaltigkeit und funktionellen Wirkung dieser Therapieform liefern. </Pgraph><Pgraph>Die vorliegende Falldarstellung unterstreicht damit die Bedeutung einer gezielten Diagnostik bei unklaren aerogastrointestinalen Symptomen und verdeutlicht den Bedarf an weiterer klinischer Aufkl&#228;rung f&#252;r dieses seltene Krankheitsbild. Nur so kann Betroffenen fr&#252;hzeitig eine ad&#228;quate Therapie erm&#246;glicht werden.</Pgraph></TextBlock>
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