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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26wdhno347</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Fehlende Awareness zentraler Risikofaktoren bei Kopf-Hals-Karzinomen</Title>
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        <Address>Klinikum Dortmund, Klinik f&#252;r Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Dortmund, Deutschland<Affiliation>Klinikum Dortmund, Klinik f&#252;r Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Dortmund, Deutschland</Affiliation><Affiliation>Charit&#233; - Universit&#228;tsmedizin Berlin, Klinik f&#252;r Hals-Nasen-Ohrenheilkunde CBF, Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>theresa.obermueller&#64;klinikumdo.de</Email>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsmedizin Mannheim, Klinik f&#252;r Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Mannheim, Deutschland</Affiliation>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsmedizin Mannheim, Klinik f&#252;r Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Mannheim, Deutschland</Affiliation>
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      <DatePublished>20260223</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Vereinigung Westdeutscher HNO-&#196;rzte</MeetingCorporation>
        <MeetingName>Jahrestagung der Vereinigung Westdeutscher Hals-Nasen-Ohren-&#196;rzte</MeetingName>
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        <MeetingSession>Abstracts</MeetingSession>
        <MeetingCity>Dortmund</MeetingCity>
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          <DateTo>20260228</DateTo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung: </Mark1>Plattenepithelkarzinome des Kopf-Hals-Bereichs sind mit multiplen Risikofaktoren assoziiert. Die Inzidenz von High-Risk Humane Papillomaviren (HPV)-assoziierten HNSCC nimmt im Gegensatz zu den klassisch durch Tabak- und Alkoholkonsum vermittelten Tumoren in den westlichen Industrienationen stetig zu. Awareness f&#252;r Erkrankungen beinhaltet sowohl das Wissen &#252;ber die Krankheit als auch &#252;ber fr&#252;he klinische Symptome und ma&#223;gebliche Risikofaktoren. Eine Awareness f&#252;r HNSCC und ad&#228;quates Risikoverst&#228;ndnis ist daher essenziell f&#252;r eine effektive Prim&#228;r- und Terti&#228;rpr&#228;vention und wird m&#246;glicherweise in der klinischen Praxis &#252;bersch&#228;tzt. Ziel dieser Studie ist es, das Wissen &#252;ber zentrale HNSCC-Risiken in unterschiedlichen Patientengruppen systematisch zu erfassen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden: </Mark1>Die Studie erfolgte als bizentrische Fragebogenstudie. Insgesamt wurden 354 Frageb&#246;gen in die finale Analyse eingeschlossen. Es erfolgte eine Einteilung verschiedener Kohorten basierend auf gesicherten HNSCC (139&#47;354), Verdacht auf HNSCC (49&#47;354) und einer gesunden Kontrollgruppe (166&#47;354). Erfasst wurden unter anderem demografische Parameter und das Wissen &#252;ber HNSCC und HNSCC-Risikofaktoren. Statistische Analysen erfolgten mittels Chi<Superscript>2</Superscript>- und t-Tests.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Die allgemeine Awareness f&#252;r HNSCC betrug 70,3&#37;. Die Risikofaktoren von HNSCC, Zigarettenkonsum, Alkoholkonsum und HPV, wurden von 63,3&#37;, 39,5&#37; und 17,8&#37; der Befragten korrekt identifiziert. Lediglich 10,7 &#37; konnte alle drei Faktoren richtig zuordnen. Zwischen den drei untersuchten Gruppen bestanden keine signifikanten Unterschiede im Risikobewusstsein, auch nicht bei bereits diagnostizierten HNSCC-Patient:innen. Ein h&#246;herer Bildungsgrad war der einzige unabh&#228;ngige Pr&#228;diktor f&#252;r ein besseres Risikoverst&#228;ndnis. Die HPV-bezogene Awareness war besonders gering: 63 &#37; war die Existenz einer HPV-Impfung nicht bewusst, und nur 10,5 &#37; der Befragten bzw. ihrer Kinder waren geimpft. Der h&#228;ufigste genannte Grund f&#252;r eine fehlende Impfung war mangelnde Information, nicht etwa eine Ablehnung oder Skepsis gegen&#252;ber einer Impfung.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion: </Mark1>Die Studie belegt substanzielle und gruppen&#252;bergreifende Defizite in der Awareness der drei zentralen HNSCC-Risikofaktoren, insbesondere hinsichtlich Alkoholkonsum und HPV. Weder bereits sicher diagnostizierte HNSCC-Patient:innen noch Patient:innen mit dem Verdacht auf ein HNSCC verf&#252;gen nicht &#252;ber ein erweitertes Risikoverst&#228;ndnis, was auf unzureichende Vermittlung relevanter Informationen im klinischen Alltag hindeutet. Insbesondere die geringe Wahrnehmung von Alkohol und HPV als Risikofaktoren markiert ein wesentliches Hindernis f&#252;r eine wirksame Pr&#228;vention. Daraus ergibt sich ein dringender Bedarf an strukturierten, zielgruppenspezifischen und evidenzbasierten Aufkl&#228;rungsstrategien, die sowohl in der Prim&#228;rversorgung als auch im Kontext der Tumornachsorge verankert werden sollten. Eine verbesserte Risikokommunikation k&#246;nnte ma&#223;geblich zur Reduktion vermeidbarer HNSCC-Erkrankungen beitragen.</Pgraph></TextBlock>
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