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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25dga1793</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Hyperakusis und H&#246;r-Rehabilitation bei Erwachsenen mit Cochlea Implantat (CI): Erste Ergebnisse</Title>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum f&#252;r Hals- Nasen-Ohren-Krankheiten der PMU, Salzburg, &#214;sterreich</Affiliation>
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          <Firstname>Tobias</Firstname>
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          <Affiliation>Klinikum Wels-Grieskirchen, Abteilung f&#252;r Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Wels, &#214;sterreich</Affiliation>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum f&#252;r Hals- Nasen-Ohren-Krankheiten der PMU, Salzburg, &#214;sterreich</Affiliation>
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          <Firstname>Thomas</Firstname>
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          <Affiliation>Klinikum Wels-Grieskirchen, Abteilung f&#252;r Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Wels, &#214;sterreich</Affiliation>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum f&#252;r Hals- Nasen-Ohren-Krankheiten der PMU, Salzburg, &#214;sterreich</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
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      <DatePublished>20250318</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Audiologie e. V. und ADANO</MeetingCorporation>
        <MeetingName>27. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Audiologie und Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen, Neurootologen und Otologen</MeetingName>
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          <DateFrom>20250319</DateFrom>
          <DateTo>20250321</DateTo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund und Problemstellung:</Mark1> Bei einer Hyperakusis (H 93.2) &#8211; einer Ger&#228;uschintoleranzerkrankung &#8211; werden Alltagsger&#228;usche, die normalerweise als unauff&#228;llig erlebt werden, als zu laut&#47;unertr&#228;glich wahrgenommen. M&#246;gliche Folgen sind Unbehagen, Stress, &#196;rger und&#47;oder Schmerz. Unserer klinischen Erfahrung nach gibt es Hyperakusis bei erwachsenen CI-Patienten. Es gibt jedoch noch keine Pr&#228;valenzangaben. Au&#223;erdem wissen wir noch nicht, ob sich die Schwere der Erkrankung w&#228;hrend der H&#246;rrehabilitation nach einem CI ver&#228;ndert, auch wenn keine spezifische Hyperakusis-Behandlung erfolgt. Hierzu ist eine Fallserie geplant.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden:</Mark1> Um erste Pr&#228;valenzangaben bei erwachsenen CI-Patienten zu erhalten, soll das Auftreten von Hyperakusis in zwei &#246;sterreichischen Kliniken systematisch erfasst werden. Kandidaten f&#252;r die Fallserie sind erwachsene CI-Kandidaten und CI-Tr&#228;ger mit einem beidseitigen sensorineuralen H&#246;rverlust, diagnostizierter Hyperakusis und ohne psychotischen Erkrankungen. Datenerhebungen finden im Rahmen des routinem&#228;&#223;igen medizinischen, audiologischen und psychologischen CI-Versorgungsprozesses zu fixen Zeitpunkten statt (vor CI, Erstanpassung sowie 3, 6 und 12 Monate nach CI). Zu den Messinstrumenten siehe Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table" />.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Vorl&#228;ufige Ergebnisse:</Mark1> Bis jetzt wurden bei 12 Prozent aller erwachsenen CI Kandidaten mit bilateralem H&#246;rverlust Hinweise auf eine Hyperakusis gefunden (Standort Salzburg, Zeitraum 15 Monate, Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table" />). Bei 7 Patienten (Salzburg, Wels) liegen erste Informationen f&#252;r eine Fallserie vor. Hier berichten wir &#252;ber einen 57-j&#228;hrigen Mann, der mit fortschreitendem H&#246;rverlust aufgrund chronischer Mittelohrentz&#252;ndungen und Granulomatose mit Polyangiitis in die Klinik kam. Der Patient war links geh&#246;rlos und rechts mittelgradig schwerh&#246;rig. Sechs Jahre zuvor war er mit einer Knochenleitungsbrille rechts ausgestattet worden, die sp&#228;ter durch ein herk&#246;mmliches H&#246;rger&#228;t ersetzt wurde. Seit drei Jahren litt er zus&#228;tzlich unter einem schwergradigen Tinnitus und unter Hyperakusis, weiters  bestand der Verdacht auf eine depressive St&#246;rung (HADS). 12 Monate nach dem CI hatte sich die Spracherkennung (75&#37; Prozent Einsilber, best aided) und das subjektive H&#246;rverm&#246;gen verbessert, die depressive Problematik war unauff&#228;llig und die Tinnitusbelastung war zur&#252;ckgegangen.  Die Hyperakusis-Beschwerden (erhobene Werte anhand HIQ, SSSQ) hatten in den ersten 6 Monaten zugenommen. 6 Monate sp&#228;ter waren sie wieder im Bereich der Ausgangswerte. Insgesamt hatte die Anzahl st&#246;render, unangenehmer oder schmerzhafte Ger&#228;usche abgenommen. Der soziale R&#252;ckzug (auch zur Vermeidung der Hyperakusis-Ger&#228;usche)  war vor allem in den ersten 6 Monaten nach CI ausgepr&#228;gt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen:</Mark1> Die bisherigen Ergebnisse legen nahe, dass Hyperakusis bei CI-Patienten eine nicht allzu seltene und komplexe Erkrankung ist. Bei der Diagnose und bei der Behandlung ist der Einfluss des Vermeidungsverhaltens zu bedenken. </Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Klinische Erhebungen in der CI-Versorgung</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 2: Prozentsatz der erwachsenen CI-Kandidaten der letzten 15 Monate mit Verdacht auf Hyperakusis</Mark1><Mark1><Superscript>1 </Superscript></Mark1><Mark1>und tinnitus (Vorl&#228;ufiges Ergebnis Salzburg)</Mark1></Pgraph></Caption>
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