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    <Identifier>25vzmnrw80</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/25vzmnrw80</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25vzmnrw809</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Transcolische Sanierung einer gro&#223;en, retroperitoneal im linken Oberbauch gelegenen WON mittels endoskopischer Vakuum-Therapie (EVT) nach spontaner, Pankreatitis-assoziierter Colon-Perforation im Bereich der linken Flexur</Title>
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          <Affiliation>St. Josef-Hospital Bochum, Bochum, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <DatePublished>20250530</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingId>M0616</MeetingId>
        <MeetingSequence>80</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Niederrheinisch-Westf&#228;lische Gesellschaft f&#252;r Chirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Gesellschaft f&#252;r Gastroenterologie in Nordrhein-Westfalen e.V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>191. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westf&#228;lischen Gesellschaft f&#252;r Chirurgie, 33. Jahrestagung der Gesellschaft f&#252;r Gastroenterologie</MeetingName>
        <MeetingTitle>Viszeralmedizin NRW 2025</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Gastroenterologie</MeetingSession>
        <MeetingCity>Essen</MeetingCity>
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          <DateFrom>20250612</DateFrom>
          <DateTo>20250613</DateTo>
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    <ArticleNo>80</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Die endoskopische Vakuumtherapie (EVT) ist eine anerkannte und vielfach erfolgreich angewendete Therapie in der Behandlung von Leckagen im oberen Gastrointestinaltrakt und im Rektum. Leckagen k&#246;nnen nach Operationen, diagnostischen und interventionell endoskopischen Verfahren oder auch spontan auftreten. Unbehandelt f&#252;hren sie zu einer Migration von Bakterien aus dem gastrointestinalen Lumen in das umgebende Gewebe, zu einer lokalen Entz&#252;ndung, Bildung eines Abszesses oder Sepsis.</Pgraph><Pgraph>Wir berichten &#252;ber den Fall einer 56-j&#228;hrigen Frau, bei der es im Anschluss an eine ERCP bei Choledocholithiasis im Mai 2024 in einem externen Krankenhaus zu einer Schweren (nekrotisierenden) Pankreatitis nach der Atlanta-Klassifikation kam. Nach einer mehrw&#246;chigen intensivmedizinischen Behandlung bei Multiorganversagen wurde die Patientin zur weiteren Therapie der lokalen Komplikationen im Juli 2024 in unser Krankenhaus verlegt. Es fand sich eine gro&#223;e Verhaltformation im linken Retroperitoneal-Raum.</Pgraph><Pgraph>Trotz chirurgischer Nekrosektomie und Versorgung der Verhaltformation mit Sp&#252;ldrainagen, Kolon&#252;bern&#228;hung und Anlage eines protektiven Ileostomas kam es nach weiteren 3 Wochen zu einer Perforation des Colons im Bereich der linken Flexur. In einer Computertomographie des Abdomens fand sich ein Kontrastmittelaustritt aus dem Colon-Lumen mit Lufteinschl&#252;ssen in der Nekroseformation. </Pgraph><Pgraph>Die Perforationsstelle lie&#223; sich koloskopisch darstellen. &#220;ber einen ca. 2 cm gro&#223;en Wanddefekt des Colons im Bereich der linken Flexur gelangte man in zwei ca. 3-4 x 8 cm gro&#223;e Verhalt-H&#246;hlen mit reichlich Nekrosematerial (WON). Es gelang uns &#252;ber einen Zeitraum von 3 Monaten bis zum Dezember 2024 &#252;ber einen Zugang durch das Colon mittels endoskopischer Vakuum-Therapie die Wundh&#246;hlen zu s&#228;ubern und zu verschlie&#223;en. Hierzu waren 24 Wechsel von &#252;berwiegend 2 parallel gelegten Eso-Sponge&#174; sowie zahlreiche endoskopische Nekrosektomien notwendig. Parallel zum endoskopischen Vorgehen konnte der zweite Anteil der Verhalt-H&#246;hle, der getrennt weiter caudal im linken Retroperitoneum lag, mittels chirurgischer Nekrosektomie und chirurgischer Vakuum-Therapie ebenfalls saniert werden.</Pgraph><Pgraph>Der Fall zeigt, dass die endoskopische Vakuumtherapie eine erfolgsversprechende Therapie zur Sanierung von Insuffizienzen und sich daran anschlie&#223;enden Verhalten ist. Dies gilt auch f&#252;r L&#228;sionen au&#223;erhalb der typischen Lokalisationen im &#214;sophagus, Magen und Rektum, sofern die Insuffizienz endoskopisch gut zu erreichen ist und ein geeignetes endoskopisches Vakuumsystem vorliegt oder individuell hergestellt werden kann.</Pgraph></TextBlock>
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