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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Das nicht heilende Ulcus ventriculi &#8211; eine neue &#196;tiologie</Title>
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      <DatePublished>20250530</DatePublished>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Niederrheinisch-Westf&#228;lische Gesellschaft f&#252;r Chirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Gesellschaft f&#252;r Gastroenterologie in Nordrhein-Westfalen e.V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>191. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westf&#228;lischen Gesellschaft f&#252;r Chirurgie, 33. Jahrestagung der Gesellschaft f&#252;r Gastroenterologie</MeetingName>
        <MeetingTitle>Viszeralmedizin NRW 2025</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Interdisziplin&#228;r</MeetingSession>
        <MeetingCity>Essen</MeetingCity>
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          <DateFrom>20250612</DateFrom>
          <DateTo>20250613</DateTo>
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    <ArticleNo>03</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Eine 79-j&#228;hrige Patientin stellte sich vor, nachdem ihr von anderer Seite bei V.a. Magenkarzinom (histologisch nicht best&#228;tigt) eine Gastrektomie angeraten worden war. </Pgraph><Pgraph>In der Anamnese wurde ein Zustand nach operativer Resektion 2023 eines malignes Melanom am rechten Oberarm mit nachfolgend adjuvanter Nivolumabtherapie angegeben. Im Rahmen der Nachsorge wurde im CT-Abdomen eine verdickte Magenwand beschrieben, weshalb eine Gastroskopie erfolgte. Es bestand ein Ulcus im majorseitigen Corpus ventriculi, welches makroskopisch als malignomverd&#228;chtig mit Linitis plastica eingestuft worden war. Die Histologie konnte kein Karzinom jedoch nicht best&#228;tigen.</Pgraph><Pgraph>Bei der aktuellen Untersuchung konnte der makroskopisch-endoskopische Befund nachvollzogen werden. Fernmetastasen lagen in der Schnittbildgebung nicht vor. Endosonographisch fanden sich mehrere suspekte Lymphknoten paragastral, der Befund war mit einem Magenkarzinom im Stadium uT2 N2 vereinbar. Die histologische Untersuchung inklusive immunhistochemischer Zusatzanalysen (Biopsie des Ulkus und Feinnadelpunktion der Lymphknoten) ergab das Bild einer schweren ulzerierenden Entz&#252;ndung mit reaktiver Lymphadenitis ohne Anhalt f&#252;r maligne Zellen. Obwohl kein Helicobacter pylori nachgewiesen wurde, passte der Befund zu einer kombinierten Typ B- und Typ C-Gastritis, weshalb eine Eradikationstherapie nach Quadrupelschema &#252;ber 10 Tage verabreicht worden ist.</Pgraph><Pgraph>Eine Verlaufsuntersuchung nach 6 Wochen zeigte ein gleichartiges Bild in der Schnittbildgebung, Endoskopie und Histologie. Erg&#228;nzend erfolgten molekularpathologische Analysen mit Ausschluss eines Lymphoms. Bei der laparoskopischen Inspektion des Abdomens bestand keine peritoneale Metastasierung; im Bereich des 3. Lebersegmentes wurden eine kleine wei&#223;liche Ver&#228;nderung sowie eine Ver&#228;nderung im kleinen Netz biopsiert. Histologisch lagen ein bili&#228;res Mikrohamartom der Leber sowie eine Mesothelzyste des Omentum minus vor.</Pgraph><Pgraph>Es wurde der Verdacht auf das Vorliegen eines chronischen, nicht heilenden Ulcus ventriculi bei ausgepr&#228;gter Gastritis unter Immun-Checkpoint-Inhibitortherapie (Nivolumab) gestellt. Die Therapie war bereits im Vorhinein beendet worden, auf eine Steroidtherapie wurde zun&#228;chst verzichtet.</Pgraph><Pgraph>Nach weiteren sechs Wochen konnte gastroskopisch eine weitgehende narbige Abheilung des Ulkus dokumentiert werden, histologisch bestand weiterhin eine m&#228;&#223;iggradige chronische und floride, teils erosive Gastritis mit foveol&#228;rer und regeneratorischer Schleimhauthyperplasie und Fibrose. Weitere vier Monate sp&#228;ter lag eine vollst&#228;ndige narbige Abheilung vor, histologisch bestanden nur noch eine geringgradig chronische und floride Antrum- und Corpusgastritis Typ C sowie eine komplette intestinale Metaplasie mit regeneratorischer Epithelhyperplasie im Corpus.</Pgraph><Pgraph>Zusammenfassend bestand bei der Patientin eine mutma&#223;lich durch eine Immun-Checkpoint-Inhibitortherapie hervorgerufene, schwere ulzerierende Gastritis, die den makroskopischen Befund eines malignen Ulkus mit Linitis plastica zu imitieren vermochte. Bisher ist in der Literatur nur ein einziger weiterer Fall dieser Art publiziert worden. In Anbetracht der zunehmenden Einsatzh&#228;ufigkeit der Immun-Checkpoint-Inhibitortherapie sollte diese Differentialdiagnose nicht heilender Ulcera ventriculi in die &#220;berlegungen eingebunden werden.</Pgraph></TextBlock>
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