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      <Title language="de">Symptomatische Utrikuluszyste bei Simpson-Golabi-Behmel-Syndrom: Eine Rarit&#228;t</Title>
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      <DatePublished>20260121</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingTitle>Jahrestagung Kinderurologie 2026</MeetingTitle>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung:</Mark1> Der Utriculus prostaticus-Zyste ist eine seltene kongenitale Anomalie mit einer Inzidenz von etwa 1 &#37; in Autopsiestudien und einer klinischen Pr&#228;valenz von bis zu 5 &#37; bei urologischen Patienten. Utrikuluszysten werden &#252;berwiegend schon im Kindes- und jungen Erwachsenenalter diagnostiziert und sind h&#228;ufig mit urogenitalen Fehlbildungen wie Hypospadie, Kryptorchismus oder St&#246;rungen der Geschlechtsdifferenzierung assoziiert. In seltenen F&#228;llen ist der Utriculus deutlich vergr&#246;&#223;ert und pr&#228;sentiert sich als zystische Raumforderung, was eine diagnostische und therapeutische Herausforderung darstellen kann.</Pgraph><Pgraph>Das seltene Simpson-Golabi-Behmel-Syndrom ist h&#228;ufig mit urogenitalen und anderen Fehlbildungen assoziiert und geht mit einem deutlich erh&#246;hten Risiko f&#252;r Tumoren einher. Zudem besteht fast immer eine unterschiedlich ausgepr&#228;gte kognitive Entwicklungsverz&#246;gerung. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Fallbeschreibung:</Mark1> Bei dem heute fast vierj&#228;hrigen Jungen war bereits intrauterin die genetische Sicherung eines Simpson-Golabi-Behmel-Syndroms erfolgt. Im postnatalen Aufnahmestatus (38. SSW) zeigten sich bei dem makrosomen Neugeborenen eine Spalte des weichen Gaumens sowie ein dilatiertes Abdomen mit tastbarer Resistenz im Unterbauch. Sonografisch zeigte sich eine monstr&#246;se, zystische und zun&#228;chst unklare Raumforderung bis auf Nabelh&#246;he mit konsekutiver bilateraler Hydronephrose. Die weitere bildgebende Diagnostik (MRT und Miktionszysturethrographie) ergab schlussendlich eine ausgepr&#228;gt raumfordernde, dickwandige Utrikuluszyste. Aufgrund der Hydronephrose und der zudem bestehenden Magen- und Darmpassagest&#246;rung wurde fr&#252;hzeitig eine Dekompression durch Utrikulokutaneostomie durchgef&#252;hrt.</Pgraph><Pgraph>Der Junge machte eine erfreuliche Entwicklung durch. In gemeinsamer Entscheidungsfindung mit den Eltern wurde eine definitive operative Versorgung zum Zeitpunkt der erreichten Kontinenz geplant. Parallel erfolgten kardiologische Verlaufskontrollen bei Inlet-VSD, ASD und PFO, serielle knderonkologische Kontrollen sowie die operative Gaumenrekonstruktion mittels Palatinoplastik. Nach Eintritt einer zuverl&#228;ssigen Kontinenz wurde schlie&#223;lich eine robotisch assistierte Resektion der Utrikuluszyste durchgef&#252;hrt. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1> Eine Assoziation des Simpson-Golabi-Behmel-Syndromx mit insbesondere so gro&#223;en Utrikuluszysten ist bislang nur in wenigen Fallberichten beschrieben, wobei dort meist keine vergleichbar ausgepr&#228;gte raumfordernde Symptomatik vorlag. In dem hier vorgestellten Fall f&#252;hrte die au&#223;ergew&#246;hnliche Gr&#246;&#223;e zu einer ausgepr&#228;gten Symptomatik und machte eine fr&#252;hzeitige operative Intervention erforderlich. Der Fall unterstreicht die Bedeutung einer umfassenden multimodalen Bildgebung sowie einer interdisziplin&#228;ren Betreuung bei seltenen genetischen Syndromen und deren Assoziation mit komplexen urogenitalen Anomalien. Dies steht im Einklang mit der aktuellen Literatur, die bei symptomatischen Utrikuluszysten eine operative Resektion und bei asymptomatischen Befunden eine engmaschige Verlaufskontrolle empfiehlt.</Pgraph></TextBlock>
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