<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.34/GmsArticle.dtd">
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>25teg09</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/25teg09</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25teg097</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Von der Idee zur Praxis: Der Experimentierraum des PflegePraxisZentrums Hannover als Br&#252;cke zwischen Technologie und Pflegealltag</Title>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Rebentisch-Krummhaar</Lastname>
          <LastnameHeading>Rebentisch-Krummhaar</LastnameHeading>
          <Firstname>Brit</Firstname>
          <Initials>B</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Email>Rebentisch-Krummhaar.Brit&#64;MH-Hannover.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="yes">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20251222</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Meeting>
        <MeetingId>M0617</MeetingId>
        <MeetingSequence>09</MeetingSequence>
        <MeetingName>9. Fachtagung Technik &#8211; Ethik &#8211; Gesundheit</MeetingName>
        <MeetingTitle>K&#252;nstliche Intelligenz: Die digitale Zukunft in der Pflege gestalten</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Akzeptanz von und Erfahrungen mit digitalen M&#246;glichkeiten</MeetingSession>
        <MeetingCity>N&#252;rnberg</MeetingCity>
        <MeetingDate>
          <DateFrom>20250520</DateFrom>
          <DateTo>20250521</DateTo>
        </MeetingDate>
      </Meeting>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>09</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung &#38; Motivation: </Mark1>Ein zentrales Problem im Kontext der zunehmenden technologischen Innovationen im Gesundheits- und Pflegebereich besteht darin, wie die Entwicklung und Implementierung neuer Technologien verantwortungsvoll gestaltet werden kann. Insbesondere stellt sich hier die Frage, wie interdisziplin&#228;re Zusammenarbeit, ethische Reflexion und praktische Erprobung in einem Experimentierraum wie dem PPZ-Hannover effektiv miteinander verkn&#252;pft werden k&#246;nnen, um innovative L&#246;sungen zu f&#246;rdern, die sowohl den technischen Anforderungen als auch ethischen Standards gerecht werden. Dabei gilt es zu kl&#228;ren, welche Strukturen und Prozesse notwendig sind, um einen sicheren und verantwortungsvollen Raum f&#252;r Innovationen zu schaffen, der den komplexen Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung gerecht werden kann. Neben vielen anderen Herausforderungen, war wohl die gr&#246;&#223;te Herausforderung f&#252;r uns, einen Raum zu finden, welcher sich als Br&#252;cke zwischen Technologie und Pflegealltag eignet und gleichzeitig repr&#228;sentativ genug ist um allen Innovationen den angemessenen Rahmen zu geben</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material &#38; Methoden: </Mark1>Zur Beantwortung dieser Fragestellung wurden Evaluationsergebnisse aus der ersten Projektphase, sowie die Erfahrungen aus der laufenden zweiten Projektphase erhoben. F&#252;r die Evaluation erhielten die Teilnehmenden nach Veranstaltungsende einen Evaluationsbogen mit acht ltems und einem Freitextfeld. Zus&#228;tzlich hatten alle Teilnehmenden die M&#246;glichkeit, positive und negative Aspekte sowie Verbesserungsvorschl&#228;ge einzubringen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Im PPZ-Hannover haben wir in der ersten Projektphase (2018-2024) auf einer unfallchirurgischen Pilotstation die Bedarfe der Pflegeempf&#228;nger:innen und Pflegefachpersonen erfasst. Neben dem herausfordernden Verhalten von Menschen mit Demenz, wurden u.a. eine hohe Dekubitusinzidenz, k&#246;rperliche Belastungen wie R&#252;ckenschmerzen und die h&#228;ufige Klingelnutzung der Pflegeempf&#228;nger:innen genannt. In der anschlie&#223;enden Produktrecherche wurde national und international nach entsprechend innovativen Produkten gesucht, welche nach Vorstellung im Projektteam, in entsprechenden Innovationsworkshops den Pflegefachpersonen vorgestellt wurden. Hier hatten die Pflegefachpersonen die M&#246;glichkeit, die Produkte intensiv kennenzulernen und sie praktisch auszuprobieren.</Pgraph><Pgraph>Im Experimentierraum des PPZ-Hannovers findet sich eine umfassende Zusammenstellung von Technologien zu den Themenschwerepunkten:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Demenz,</ListItem><ListItem level="1">Arbeitsorganisation&#47;Arbeitserleichterung,</ListItem><ListItem level="1">Sturzpr&#228;vention,</ListItem><ListItem level="1">Dekubituspr&#228;vention,</ListItem><ListItem level="1">Arbeitsbelastung,</ListItem><ListItem level="1">Kommunikation sowie</ListItem><ListItem level="1">zwei Virtual Reality-Anwendungen.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>In Schulungsmodulen und Fortbildungen hatten Pflegefachpersonen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen die M&#246;glichkeit, die Technologien kennenzulernen und ihre Anwendbarkeit zu erproben. Zus&#228;tzlich boten speziell entwickelte Online-Lerneinheiten die M&#246;glichkeit, dass bereits erworbene Wissen zu vertiefen und bereits Gelerntes zu wiederholen.</Pgraph><Pgraph>Nach Abschluss der Module hatten die Teilnehmenden Pflegefachpersonen die M&#246;glichkeit, diese zu evaluieren, wobei die Auswertung der Frageb&#246;gen zeitnah erfolgte um im folgenden Modul die W&#252;nsche entsprechend ber&#252;cksichtigen zu k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Im Jahr 2023 wurden acht Fortbildungen von insgesamt 42 teilnehmenden Pflegefachpersonen evaluiert. Alle gaben an, dass sie neben den guten und verst&#228;ndlichen Erkl&#228;rungen der Technologien, ausreichend Zeit hatten diese auszuprobieren und einen Wissenszuwachs f&#252;r sich erfahren haben. Forciert nichtzustimmende Bewertungen, wurden im Freitextfeld damit begr&#252;ndet, dass einige der vorgestellten Technologien f&#252;r die jeweilige Station oder Einrichtung nicht finanzierbar seien oder das die vorherrschende Infrastruktur, wie bspw. fehlendes WLAN, den Einsatz der Technologien nicht m&#246;glich macht.</Pgraph><Pgraph>Die Selbsteinsch&#228;tzung nach Reanimations&#252;bungen mit einer VR-Anwendung von Pflegesch&#252;ler:innen zeigt, dass die VR-Reanimationsschulung einen positiven Effekt auf die Sicherheit, die Angst und das Wissen &#252;ber die Handlungsabl&#228;ufe in Reanimationssituationen aufweist. Besonders interessant dabei ist, dass alle Pflegesch&#252;ler:innen angaben, trotz theoretisch bereits erworbenen Wissens, einen zus&#228;tzlichen Wissenszuwachs f&#252;r sich erfahren zu haben.</Pgraph><Pgraph>Auch wenn die finanziellen und strukturellen Probleme auch noch heute bestehen, so ist es doch gelungen einige der Technologien erfolgreich in die Pflegepraxis zu integrieren.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion: </Mark1>Insgesamt hat sich best&#228;tigt, dass ein solcher Experimentierraum wesentlich dazu beitr&#228;gt, nachhaltige, L&#246;sungen zu implementieren, diese in enger Zusammenarbeit mit den Entwicklern weiterzuentwickeln, sowie die Versorgungssicherheit der Pflegeempf&#228;nger und die Arbeitszufriedenheit der Pflegefachpersonen zu erh&#246;hen. Durch die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis konnten innovative Technologien getestet werden, die die spezifischen Anforderungen des Gesundheits- und Pflegebereichs ber&#252;cksichtigen. Die integrative Herangehensweise f&#246;rdert dabei nicht nur technologische Fortschritte, sondern auch eine bewusste Reflexion ethischer Fragestellungen, was zu einer verantwortungsvollen Innovation in die Praxis beitr&#228;gt. Der Experimentierraum des PZZ-Hannover stellt damit einen wichtigen Baustein in der &#214;ffentlichkeitsarbeit des PPZ-Hannover dar und ist repr&#228;sentativ f&#252;r eine sich ver&#228;ndernde Pflegelandschaft.</Pgraph></TextBlock>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>