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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Digitale Technik trifft Pflegealltag &#8211; und stolpert &#252;ber WLAN und Wirklichkeit</Title>
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        <Email>martina.simon&#64;iis.fraunhofer.de</Email>
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          <AcademicTitle>Prof. Dr.</AcademicTitle>
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          <Affiliation>Fraunhofer IIS, Erlangen, Deutschland</Affiliation>
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        <Email>stephanie.schmitt-rueth&#64;iis.fraunhofer.de</Email>
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      <DatePublished>20251222</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingName>9. Fachtagung Technik &#8211; Ethik &#8211; Gesundheit</MeetingName>
        <MeetingTitle>K&#252;nstliche Intelligenz: Die digitale Zukunft in der Pflege gestalten</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Akzeptanz von und Erfahrungen mit digitalen M&#246;glichkeiten</MeetingSession>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Einleitung &#38; Motivation</SubHeadline><Pgraph>Die digitale Transformation der Pflegeversorgung stellt einen zentralen Wendepunkt dar, insbesondere f&#252;r den l&#228;ndlichen Raum, wo traditionelle Strukturen der pflegerischen Betreuung zunehmend unter Druck geraten. Moderne Technologien wie Telemedizin, digitale Patientenakten und vernetzte Pflegeplattformen erm&#246;glichen es, die pflegerische Versorgung effizienter, zug&#228;nglicher und individueller zu gestalten. So k&#246;nnen Patienten nicht nur schneller mit Pflegedienstleistern kommunizieren, sondern auch eine kontinuierliche &#220;berwachung und Anpassung ihrer Behandlungen und Betreuungen erhalten. Gleichzeitig hilft die Digitalisierung, den Fachkr&#228;ftemangel im Pflegesektor zu kompensieren, indem sie Arbeitsabl&#228;ufe automatisiert und Ressourcen besser verteilt. Erforderlich sind Alltagstauglichkeit, eine hohe Nutzerfreundlichkeit sowie die Akzeptanz durch die pflegebed&#252;rftigen Personen und ihr Umfeld, die sicherstellen m&#252;ssen, dass auch vulnerable oder technikfremde Bev&#246;lkerungsgruppen vom Fortschritt profitieren k&#246;nnen. Die Fokussierung auf die Nutzerzentrierung erfordert dabei ein tiefgreifendes Verst&#228;ndnis der Bed&#252;rfnisse und Verhaltensweisen der Endbenutzer: die angedachten L&#246;sungen m&#252;ssen nicht nur konzeptionell und technisch funktionieren &#8211; vielmehr handelt es sich bei der digitalen Transformation um komplexe Ver&#228;nderungsprozesse, welche die Lebenswelt von Menschen beeinflussen und neu ordnen. Ein praktisches Beispiel hierf&#252;r ist das Forschungsprojekt Digi-ORT, das darauf abzielte, die L&#252;cke zwischen technologischer Innovation und realer Anwendung im Gesundheitsbereich zu schlie&#223;en. Im Rahmen des Projektes ist es gelungen, eine neuartige digitale L&#246;sung zur ganzheitlichen Vernetzung von B&#252;rgerInnen und PatientInnen sowie Anbietern der Gesundheits- und Pflegeversorgung vor Ort im l&#228;ndlichen Raum in einem Reallabor &#8222;Gesundheitsstandort Haushalt&#8220; zu testen und l&#228;ngsschnittlich nach Akzeptanzgesichtspunkten zu evaluieren.</Pgraph><SubHeadline>Material &#38; Methoden</SubHeadline><Pgraph>Das Projekt Digi-ORT setzte an einer realen Problematik des l&#228;ndlichen Raums im Oberen Rodachtal an: Der Anteil &#228;lterer Menschen in der Region ist bereits heute hoch und wird in den kommenden Jahren weiter steigen, w&#228;hrend gleichzeitig ein R&#252;ckgang der &#252;brigen Bev&#246;lkerungsgruppen zu erwarten ist und die medizinische Versorgung von einer vergleichsweise kleinen Zahl an Haus&#228;rzten sichergestellt wird, die sich mehrheitlich bereits im h&#246;heren Alter befinden. Unter Einsatz der Reallaborforschung, welche die Initiierung und Begleitung realer Transformationsprozesse sowie das Heben von Wissen &#252;ber solche Prozesse erm&#246;glicht <TextLink reference="1"></TextLink> und als eine Art &#8222;institutionalisierte(r) Aktions- bzw. Interventionsforschung&#8220; <TextLink reference="2"></TextLink> verstanden werden kann, wurden Technologien und Services entwickelt und getestet, die das Wohlbefinden und die Selbstst&#228;ndigkeit der Nutzer f&#246;rdern, indem sie eine umfassende Vernetzung und Interaktion zwischen Patienten, &#196;rzten und Gesundheitsdienstleistern erm&#246;glichen. Insgesamt wurden sieben ausgew&#228;hlte Testhaushalte im Landkreis Kronach und insbesondere im Oberen Rodachtal in den Gemeinden Nordhalben, Steinwiesen und Wallenfels &#252;ber die Testdauer von mehr als einem Jahr mit vernetzter Home-Care Technologie ausgestattet. Ziel des Designs war es, innerhalb eines l&#228;ngsschnittlichen Erhebungsrahmens reale Ver&#228;nderungen in der Akzeptanz und Nutzbarkeit digitaler Technologien im h&#228;uslichen Umfeld zu beobachten &#8211; insbesondere vor dem Hintergrund m&#246;glicher Gew&#246;hnungseffekte, individueller Krankheitsverl&#228;ufe und zunehmender Technikvertrautheit im Zeitverlauf. Zur Vermeidung einer &#220;berforderung der Zielgruppe im Reallabor und zur F&#246;rderung der Akzeptanz digitaler Technologien wurde ein bewusst schrittweises, iteratives Vorgehen gew&#228;hlt. Dieses betraf sowohl die Einf&#252;hrung der Technologien als auch deren anschlie&#223;ende Erprobung und Evaluation. Bei den vernetzten Einzeltechnologien handelte es sich einerseits um sog. Smart Home-Komponenten in Form von Pr&#228;senzmeldern, T&#252;rkontakten, Steckdosen und einen Sturzmelder, andererseits um Smart Health-Technologien wie eine digitale Armbanduhr, eine Schlafmatte, eine digitale Waage, ein digitales Blutdruckmessger&#228;t sowie smarte Textilien, die die ein niederschwelliges Langzeit-EKG in der h&#228;uslichen Umgebung erm&#246;glichen. Pro Haushalt wurden monatlich ein bis drei Technologien installiert, die jeweils in drei separaten 14-t&#228;gigen Phasen getestet wurden: unmittelbar nach der Installation (T0) sowie zwei und f&#252;nf Monate sp&#228;ter (T1, T2). Den Abschluss bildete die integrierte Testung des gesamten vernetzten Systems &#252;ber zwei weitere Erhebungszeitr&#228;ume (T3, T4).</Pgraph><Pgraph>Zur Messung der Akzeptanz der Technologien kamen f&#252;r die Eingangsbewertung (T0) eine angepasste Version des Technology Acceptance Model 3 (TAM 3) <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink> sowie f&#252;r die Folgebewertungen der User Experience Questionnaire (UEQ) <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink> zum Einsatz. Erg&#228;nzt wurden diese durch Einzelitems zur Beurteilung von Bedienfreundlichkeit, N&#252;tzlichkeit und Nutzungsh&#228;ufigkeit. Die zweite Evaluationsdimension &#8211; Gesundheits- und Selbstst&#228;ndigkeitsaspekte &#8211; wurde mithilfe der Technikaffinit&#228;tsskala (TA-EG) <TextLink reference="7"></TextLink>, der Skala zur Allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) <TextLink reference="8"></TextLink> sowie durch Einzelitems zur Selbsteinsch&#228;tzung von Gesundheit und Selbstst&#228;ndigkeit abgedeckt.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Die Reallabore bestanden nach Ausscheiden von drei Probanden wegen Todes aus insgesamt sieben Haushalten mit teilnehmenden Personen im Alter von 58 bis 88 Jahren. Sowohl hinsichtlich des Alters als auch der Technikerfahrung und des Gesundheitszustandes konnte ein sehr breites Spektrum aus der vulnerablen Zielgruppe der chronisch kranken und pflegebed&#252;rftigen Personen abgebildet werden: Die Krankheitsbilder der allein sowie in Familien lebenden Personen reichten von Bluthochdruck, Diabetes, Arthrose, COPD, Krebs, Parkinson bis hin zu Tetraplegie und Multipler Sklerose im fortgeschrittenen Stadium mit Pflegegrad 5. Ein &#228;hnlich diverses Bild zeichnete sich bei der Technikaffinit&#228;t der Reallabor-Haushalte. Auch in Bezug auf die in den Reallaboren installierten Technologien selbst ergab sich ein unterschiedliches Bild in Abh&#228;ngigkeit von der jeweiligen Erkrankung, der Technikaffinit&#228;t sowie individuellen W&#252;nschen: Insgesamt konnten bis zu zehn verschiedene Einzeltechnologien in den Reallaboren eingesetzt werden, die mittels des sogenannten Home Data Gateways eine zentrale und innerh&#228;usliche Speicherung aller, &#252;ber die Einzeltechnologien erhobenen Daten inkl. eines gesch&#252;tzten Teilens dieser Daten mit au&#223;erh&#228;uslichen Akteuren wie beispielsweise &#196;rzten, Pflegediensten oder Angeh&#246;rigen erm&#246;glichte. </Pgraph><Pgraph>Bedingt durch interindividuelle Unterschiede als auch Unterschiede hinsichtlich der in den Reallaboren installierten Technologien zeigten sich Herausforderungen auf der Ebene Mensch:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Technikaffinit&#228;t (z.B. gro&#223;e Unterschiede im Umgang mit Technik; trotz Schulungen h&#228;ufig Bedienungsr&#252;ckfragen; bei Unsicherheit: Angst vor Fehlbedienung, vor Technologie selbst; bei starker Ablehnung: sofortige Deinstallation zur Wahrung des Schutzraums)</ListItem><ListItem level="1">Emotionsarbeit (z.B. vertrauensvolle, oft freundschaftliche Beziehungen durch lange Projektbegleitung im h&#228;uslichen Umfeld; pers&#246;nliche Themen beeinflussten Installationen &#38; Schulungen; soziale N&#228;he f&#252;hrte teils zu sozial erw&#252;nschtem Antwortverhalten bei Evaluationen)</ListItem><ListItem level="1">Technikbezogene &#196;ngste (z.B. Angst vor Strahlung durch Sensorik, Platzangst bei enganliegender Technik, Unbehagen bei elektrischen Ger&#228;ten im Bett, &#220;berwachungsgef&#252;hl; vollst&#228;ndiger Technikr&#252;ckzug zur Vermeidung von Belastungssituationen)</ListItem><ListItem level="1">Dropouts &#38; gesundheitsbedingte Einschr&#228;nkungen (z.B. Todesf&#228;lle, Reha-Aufenthalte, Krankheit, Urlaube oder famili&#228;re Verpflichtungen f&#252;hrten zu fehlenden oder qualitativ eingeschr&#228;nkten Frageb&#246;gen; Online-Daten teils doppelt oder unvollst&#228;ndig)</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Zudem gab es Herausforderungen auf der Ebene der Technik, die sowohl Installation der Technologien als auch die laufende Erprobung im Betrieb betrafen:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Bauliche Gegebenheiten (z.B. Schiebet&#252;ren, T&#252;risolationen, Einbauger&#228;te &#8211; erschwerte Installation von T&#252;rkontakten, reduzierte Datenqualit&#228;t)</ListItem><ListItem level="1">Konnektivit&#228;tsprobleme (z.B. Bluetooth, WLAN, mobiles Netz; unzureichende Signalreichweite in gro&#223;en Haushalten, Datenverluste, eingeschr&#228;nkter Einsatz von SIM-basierten Ger&#228;ten wie Sturzmeldern)</ListItem><ListItem level="1">Wartungsaufwand &#38; Ger&#228;teaustausch (z.B. h&#228;ufige Batteriewechsel bei digitalen Uhren, technisches Know-how erforderlich, manuelle Re-Integration ins System meist nicht durch Haushalte leistbar)</ListItem><ListItem level="1">Erw&#228;rmung von Ger&#228;ten (z.B. starke Erw&#228;rmung einzelner Technologien, Sorgen &#252;ber Brandgefahr, Ma&#223;nahmen wie zus&#228;tzliche K&#252;hlung&#47;Ger&#228;teaustausch trotz CE-Kennung)</ListItem><ListItem level="1">Fehlmessungen bei Gesundheitstechnologien (z.B. ungenaue Blutdruckwerte, falsche Aktivit&#228;tserkennung, z.B. &#8222;Fahrradfahren&#8220; statt Rollator, Schlaftracking in Lesesituationen, kein Ger&#228;teaustausch m&#246;glich aufgrund Systembindung)</ListItem><ListItem level="1">Unzureichende Benutzeroberfl&#228;chen (z.B. kleine Schrift, schwache Kontraste, fehlende Erkl&#228;rungen)</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Eine gelungene Anwendung pflegerischer Technologieimplementierung und -nutzung zeigte sich in Haushalten mit hoher Technikaffinit&#228;t, wo nahezu alle Technologien installiert und aktiv genutzt wurden. Hier konnten positive Effekte auf die Tagesstruktur, das Sicherheitsgef&#252;hl und die Eigenverantwortung beobachtet werden.</Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Ziel der Evaluation war es, durch die Umsetzung in Reallaboren in der h&#228;uslichen Umgebung erste Erkenntnisse dar&#252;ber zu gewinnen, wie sich w&#228;hrend einer l&#228;ngsschnittlichen Erprobungsphase Akzeptanz und Bedienbarkeit von technischen Systemen in Abh&#228;ngigkeit von Gew&#246;hnungseffekten, einem ggf. ver&#228;nderten Nutzungsverhalten aufgrund von Erkrankungen oder einer gestiegenen Technikerfahrung ver&#228;ndern. &#220;ber den gesamten Zeitraum hinweg konnten Erkenntnisse zur Akzeptanz digitaler Versorgungsl&#246;sungen erhoben werden, auch wenn infolge der Herausforderungen nicht in allen F&#228;llen eine vollst&#228;ndige l&#228;ngsschnittliche Auswertung m&#246;glich war. Einige Evaluationen mussten so durch querschnittliche Betrachtungen ersetzt werden. Es wirkten im Forschungsprojekt Digi-ORT sowohl Herausforderungen auf Ebene Mensch als auch Herausforderungen auf Ebene Technik direkt bzw. indirekt auf die Akzeptanz digitaler Pflegel&#246;sungen. Dabei wurde deutlich, dass digitale Technologien keine rein technischen Produkte, sondern sozio-technische Systeme darstellen, deren Wirksamkeit wesentlich von ihrer Einbettung in Alltag, Infrastruktur und zwischenmenschliche Beziehungen abh&#228;ngt. Im Zentrum steht daher nicht nur das Testen einzelner Ger&#228;te, sondern die Frage, wie digitale Technologien nachhaltig, sicher und nutzerzentriert in pflegerische Settings integriert werden k&#246;nnen. Digitalisierung in der Pflege ver&#228;ndert nicht nur Strukturen und bringt Verunsicherung, sondern fordert neue Formen der Zusammenarbeit, des Lernens und der Technikvermittlung.</Pgraph><Pgraph>Um diesen komplexen Transfer systematisch zu unterst&#252;tzen wurde eine Checkliste kritischer Erfolgsfaktoren entwickelt &#8211; als praxisnahe Orientierungshilfe f&#252;r Konzeption, Umsetzung und Begleitung solcher digitalen Anwendungsszenarien (vgl. Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />). Die Checkliste richtet sich an Forschungsteams und Betreibende von Reallaboren, insbesondere im Bereich h&#228;uslicher Pflege, aber auch an Einrichtungen der station&#228;ren Versorgung. Ziel ist es, typische Stolpersteine fr&#252;hzeitig zu erkennen, digitale Systeme zielgerichtet auszuw&#228;hlen und einzuf&#252;hren, um so valide Erkenntnisse &#252;ber Akzeptanz, Wirkung und Alltagstauglichkeit digitaler Pflegeinnovationen zu gewinnen. Neben technischen Anforderungen werden auch soziale, emotionale und infrastrukturelle Aspekte ber&#252;cksichtigt &#8211; mit dem Anspruch, Digitalisierung ganzheitlich und verantwortungsvoll zu gestalten. </Pgraph><SubHeadline>F&#246;rderung</SubHeadline><Pgraph>Das Forschungsprojekt &#8222;Digitale medizinisch-pflegerische Versorgung und assistiertes Wohnen im Oberen Rodachtal (Digi-ORT)&#8220; wurde vom Bayerischen Staatsministerium f&#252;r Gesundheit und Pflege gef&#246;rdert. (Projektlaufzeit: 2018&#8211;2022).</Pgraph></TextBlock>
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