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      <Title language="de">Anforderungen an soziale Roboter in Pflegeheimen: Eine explorative Studie mit Pflegekr&#228;ften und Pflegebed&#252;rftigen</Title>
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        <Email>Ahmed.Selmi&#64;sozialstiftung-bamberg.de</Email>
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      <DatePublished>20251222</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
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        <MeetingName>9. Fachtagung Technik &#8211; Ethik &#8211; Gesundheit</MeetingName>
        <MeetingTitle>K&#252;nstliche Intelligenz: Die digitale Zukunft in der Pflege gestalten</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Konzepte, Bereitschaft, Anforderungen und Auswahl digitaler M&#246;glichkeiten</MeetingSession>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Einleitung &#38; Motivation</SubHeadline><Pgraph>Roboter spielen seit Jahren eine zentrale Rolle bei der Arbeitsentlastung von Mitarbeitenden, indem sie repetitive und gef&#228;hrliche Aufgaben, T&#228;tigkeiten mit hoher k&#246;rperlicher Belastung und solchen, die gleichbleibende Ergebnisse erfordern, &#252;bernehmen. Auch in der Pflege existieren diese Aufgabengruppen. So k&#246;nnen Roboter bspw. bei der Durchf&#252;hrung von Hol- und Bring-Diensten, der Bereitstellung von Mahlzeiten und der Unterst&#252;tzung bei der Mobilit&#228;t &#228;lterer Menschen unterst&#252;tzen. Daher bieten Roboter vielversprechende M&#246;glichkeiten, die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals durch organisatorische Aufgaben zu reduzieren, wodurch der Fokus auf die Pflege gelegt werden kann, was die Lebensqualit&#228;t der zu Pflegenden erh&#246;ht. Zudem adressieren Roboter daher auch den in der Pflegebranche in Deutschland existierenden Fachkr&#228;ftemangel <TextLink reference="1"></TextLink>.  </Pgraph><Pgraph>Die Ausstattung von Robotern mit sozialen F&#228;higkeiten erh&#246;ht die Akzeptanz und reduziert Ber&#252;hrungs&#228;ngste. Diese F&#228;higkeiten sind unabh&#228;ngig von dessen Aussehen, da soziale Verhalten durch eine situationsgerechte Interaktion definiert ist, was kein humanoides oder zoomorphes Erscheinungsbild erfordert <TextLink reference="2"></TextLink>. Ein sozial agierender Reinigungsroboter bspw. erkennt, wenn er Angst ausl&#246;st, und pausiert. Ziel der sozialen Robotik ist es folglich, Roboter so zu gestaltet, dass sie sich an die Bed&#252;rfnisse des menschlichen Interaktionspartners anpassen <TextLink reference="2"></TextLink>.  </Pgraph><Pgraph>Trotz technologischer Fortschritte gibt es bisher keine tats&#228;chlich sozial interagierenden Roboter in Pflegeheimen. Die Einf&#252;hrung solcher in Pflegeheimen existieren erfordert die Ber&#252;cksichtigung verschiedener Interessengruppen: Pflegebed&#252;rftige, deren Angeh&#246;rige, Pflegepersonal und Kostentr&#228;ger <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>. Im Forschungsprojekt FORSocialRobots (AZ-1594-23) werden u.a. die spezifischen Bed&#252;rfnisse, Erwartungen aber auch Bef&#252;rchtungen und &#196;ngste von Pflegekr&#228;ften und Pflegebed&#252;rftigen in Pflegeheimen in Deutschland gegen&#252;ber sozialer Roboter untersucht. Diese Studie liefert hierzu einen Versuchsaufbau und erste Implikationen.</Pgraph><SubHeadline>Material &#38; Methoden</SubHeadline><Pgraph>Um die Anforderungen an soziale Roboter in Pflegeheimen sowie die Einstellungen der direkt mit ihnen interagierenden Personen zu untersuchen, wurden zwei Studien konzipiert. Studie 1 richtet sich an Pflegekr&#228;fte, Studie 2 an zu Pflegende einer Pflegeeinrichtung. Beide folgen demselben Ablauf: Information &#252;ber soziale Roboter, Vorstellung der gezeigten Roboter, Roboterinteraktion, Umfrage. Die Studien, jede in Gruppen von bis zu f&#252;nf Personen und einer Dauer von einer Stunde, zeigen die Roboter Pepper <TextLink reference="4"></TextLink>, NAO <TextLink reference="5"></TextLink>, Double 3 <TextLink reference="6"></TextLink>, Tabby <TextLink reference="7"></TextLink>. Trotz der gemeinsamen Struktur unterscheiden sich die Studien aufgrund der Teilnehmenden. So liegt der Fokus in Studie 1 auf der Arbeitsentlastung, w&#228;hrend in Studie 2 das Wohlbefinden bei der Interaktion im Vordergrund steht. Studienteilnehmenden in Studie 1 erhalten zus&#228;tzlich zur qualitativen Befragung, welche als Gruppendiskussion durchgef&#252;hrt wird, einen quantitativen Fragebogen. </Pgraph><Pgraph>Um einen Einblick in die verschiedenen Auspr&#228;gungen von Robotik zu geben, wurden verschieden Roboter mit unterschiedlichem Aussehen und Interaktionsf&#228;higkeiten gew&#228;hlt. Der Roboter Pepper repr&#228;sentiert einen humanoiden Roboter, stellt sich selbst&#228;ndig vor und fragt nach Lieblingsfarbe, -jahreszeit, oder &#8211;tier, auf wessen Antwort er reagiert. Der ebenfalls humanoide NAO zeigt auf Befehle, welche den Teilnehmenden mitgeteilt werden, sein Standardverhalten, wie Aufstehen, Laufen und Tanzen. Double 3 wurde zur Demonstration eines technisch aussehenden Roboters gezeigt, war jedoch nicht funktionsf&#228;hig. Tabby schnurrt und miaut, ohne auf Ber&#252;hrungen oder Sprache zu reagieren und dient als Beispiel eines zoomorphen Roboters. </Pgraph><Pgraph>In Studie 1 wird im quantitativen Fragebogen, basierend auf der Studie von Graaf et al. <TextLink reference="8"></TextLink> die Bedeutung von Merkmalen sozialer Roboter mittels einer 5-Punkt Likert-Skala abgefragt. In der Gruppendiskussion geben die Teilnehmenden ihre Vorerfahrung mit Robotern, in welchen Bereichen sie eine Unterst&#252;tzung durch soziale Roboter als sinnvoll erachten und wie sie sich f&#252;hlen w&#252;rden, wenn die Roboter t&#228;glich vor Ort w&#228;ren, an. In Studie 2 wird der qualitative Fragebogen angepasst, indem die Frage nach den Bereichen der Unterst&#252;tzung durch eine Frage nach dem pers&#246;nlichen Eindruck bez&#252;glich der Roboter ersetzt wird.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Die Studien wurden im Januar 2025 an zwei Tagen in einem Pflegeheim in Bayern, Deutschland, durchgef&#252;hrt. Insgesamt nahmen 14 Personen teil, acht in Studie 1 und sechs Studie 2. Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table" /> zeigt die soziodemographischen Daten der Teilnehmenden aus Studie 1, wobei das Geschlecht gleichm&#228;&#223;ig verteilt war. In Bezug auf die Altersstruktur waren 75 &#37; der Teilnehmenden bis zu 35 Jahre alt und 25 &#37; &#252;ber 50, mit einem Durchschnittsalter von 35. In Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table" /> sind die soziodemographischen Daten der Teilnehmenden aus Studie 2 dargestellt. Vier Frauen und zwei M&#228;nner haben teilgenommen, mit einem Altersdurchschnitt von 79 Jahren. Die Frauen waren &#252;ber 80 Jahre alt, w&#228;hrend die M&#228;nner unter 80 Jahre alt waren. </Pgraph><Pgraph>Tabelle 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="table" /> zeigt die Ergebnisse des quantitativen Fragebogens von Studie 1. Demnach sind die wichtigsten Eigenschaften f&#252;r soziale Roboter, in absteigender Reihenfolge: Zwei-Wege Kommunikation, soziales Bewusstsein, Autonomie, Unterst&#252;tzung und Vertrauen, Sozialit&#228;t und ein humanoides Erscheinungsbild. Die anderen abgefragten Eigenschaften, Emotionen zeigen, gemeinsame Interessen und gegenseitiger Respekt, werden als weniger wichtig eingestuft. Die Geschlechteranalyse zeigt allerdings, dass die neutrale Einstellung gegen&#252;ber dem Zeigen von Emotionen und den gemeinsamen Interessen dadurch zustande kommt, dass sie Frauen deutlich wichtiger sind (Emotionen AVG &#61; 4; Interessen AVG &#61; 3,75) als M&#228;nnern (Emotionen AVG &#61; 2,25; Interessen AVG &#61; 2,5). Ebenso legen Frauen mehr Wert auf ein humanoides Erscheinungsbild (AVG &#61; 4,75) als M&#228;nner (AVG &#61; 2,25). Im Altersvergleich sind Emotionen und gemeinsamen Interessen f&#252;r &#228;ltere Teilnehmende wichtiger (Emotionen AVG &#61; 4; Interessen AVG &#61; 4) als f&#252;r j&#252;ngere (Emotionen AVG &#61; 2,83; Interessen AVG &#61; 2,83), w&#228;hrend j&#252;ngere die Autonomie wichtiger bewerten (AVG &#61; 4) als &#228;ltere (AVG &#61; 2). </Pgraph><Pgraph>Weder bei den Pflegekr&#228;ften noch bei den Bewohnern und Bewohnerinnen gab es bisher signifikanten Kontakt zu Robotern. Die meisten kannten Roboter nur aus dem Fernsehen, oder hatten einen Serviceroboter in einem Restaurant oder Krankenhaus beobachtet. Obwohl im Pflegeheim eine Tabby vorhanden ist, hatten nicht alle Teilnehmenden bisher Kontakt zu ihr. Den Bewohnern gefielen Pepper und NAO am besten, obwohl einige aufgrund der geringen Lautst&#228;rke und schnellen Sprache Verst&#228;ndnisprobleme hatten. Eine Probandin &#228;u&#223;erte sich allerdings, dass sie sich unwohl f&#252;hle, bei dem Gedanken die Roboter ohne Unterst&#252;tzung zu nutzen, eine weitere &#228;u&#223;erte Bedenken, dass gr&#246;&#223;ere Roboter Angst ausl&#246;sen k&#246;nnten. Eine Probandin erw&#228;hnte, dass ihr NAO aufgrund der bunten Farbe besser gef&#228;llt; eine andere erinnerte die wei&#223;e Farbe von Pepper an ein Krankenhaus. Keiner der Befragten &#228;u&#223;erte grunds&#228;tzliche Bedenken gegen den t&#228;glichen Einsatz der Roboter, da sie als Teil der Zukunft gesehen werden. Die Pflegekr&#228;fte betonten die Bedeutung der korrekten Funktionsweise der Roboter und w&#228;ren bereit, diese, zu Beginn, wie einen neuen Kollegen einzuarbeiten. Momentan werden die vorgestellten Roboter jedoch lediglich als teures Spielzeug gesehen. </Pgraph><Pgraph>In den Diskussionen wurden von Pflegekr&#228;ften und zu Pflegenden verschieden Einsatzm&#246;glichkeiten sozialer Roboter genannt: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Reduzierung der Einsamkeit bei Pflegebed&#252;rftigen durch Spielen und Unterhaltung, insbesondere f&#252;r bettl&#228;gerige Personen  </ListItem><ListItem level="1">&#220;bernahme von Hol- und Bringdiensten und einfachen Arbeiten (z.B. Wasser oder Bettlaken bringen, oder den Tisch decken) </ListItem><ListItem level="1">Verbesserung der Kommunikation durch individuelle Anpassung der Lautst&#228;rke und Sprechgeschwindigkeit an die Person sowie &#220;berwindung von Sprachbarrieren bei ausl&#228;ndischen Pflegebed&#252;rftigen oder Pflegekr&#228;ften </ListItem><ListItem level="1">Unterst&#252;tzung im Gesundheitsmanagement (z.B. Unterst&#252;tzung der zu Pflegenden w&#228;hrend den Schicht&#252;bergaben, Information an Pflegekr&#228;fte insofern Bewohner Unterst&#252;tzung ben&#246;tigen, Bereithalten von Informationen &#252;ber Bewohner) </ListItem><ListItem level="1">Gesundheitsunterst&#252;tzung der Bewohner durch Trinkerinnerung und &#220;berpr&#252;fung der Vitalwerte</ListItem></UnorderedList></Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Bei der Diskussion mit dem Pflegepersonal wurden mehrere praktische Ans&#228;tze f&#252;r soziale Roboter identifiziert, darunter die F&#228;higkeit zur Kommunikation in verschiedenen Sprachen, die Anpassung der Lautst&#228;rke und der Sprechgeschwindigkeit. Alles Merkmale, die technisch relativ einfach angepasst werden k&#246;nnen, aber, angesichts der zunehmenden Anzahl internationaler Pflegekr&#228;fte, eine effektive Kommunikation f&#246;rdern k&#246;nnen. Da die meisten Studien &#252;ber soziale Roboter bisher humanoide Roboter verwendeten, ist unklar, welches Aussehen bevorzugt wird <TextLink reference="9"></TextLink>. Diese Untersuchung liefert jedoch einen ersten Ansatz und identifiziert, dass ein humanoides Aussehen und ein freundliches Design im Vergleich zu einem klinischen Wei&#223; die Akzeptanz f&#246;rdern k&#246;nnten. </Pgraph><Pgraph>Die Ergebnisse der quantitativen Studie 1 stimmen grunds&#228;tzlich mit den Ergebnissen von <TextLink reference="8"></TextLink> &#252;berein, insbesondere in der Priorisierung der bidirektionalen Interaktion als wichtigstes Merkmal f&#252;r soziale Roboter. In unserer Studie wurden jedoch soziale Bewusstheit und Autonomie deutlich h&#246;her bewertet, w&#228;hrend Aspekte wie Gedanken und Gef&#252;hle als weniger entscheidend wahrgenommen wurden. Diese Unterschiede lassen sich m&#246;glicherweise durch den jeweiligen Kontext erkl&#228;ren: W&#228;hrend unsere Studie auf institutionelle Umgebungen wie Seniorenheime fokussiert war &#8211; in denen die Anpassungsf&#228;higkeit an das soziale Umfeld und das Schaffen einer angenehmen Atmosph&#228;re im Vordergrund stehen &#8211;, wurde die Studie von de Graaf et al. in privaten Haushalten durchgef&#252;hrt, wo emotionale Aspekte und zwischenmenschliche N&#228;he st&#228;rker gewichtet werden. </Pgraph><Pgraph>Der Studienaufbau erm&#246;glicht den Teilnehmenden, soziale Roboter kennenzulernen und ihren Eindruck zu &#228;u&#223;ern. Er dient als Modell f&#252;r weitere Untersuchungen zur sozialen Robotik in Pflegeheimen, wobei sowohl die vorgestellten Roboter als auch die Befragungsmethoden flexibel an die jeweiligen Studienziele angepasst werden k&#246;nnen. Aufgrund der begrenzten Anzahl an Teilnehmenden aus nur einer Einrichtung bieten diese Untersuchungsergebnisse allerdings lediglich erste Implikationen. Bspw. sind die Ausschl&#228;ge in den Vergleichen Mann &#8211; Frau und Jung &#8211; Alt &#228;hnlich, was sich dadurch erkl&#228;ren l&#228;sst, dass es lediglich zwei Vertreter der &#228;lteren Personen teilgenommen haben und beide weiblich waren. Zur Verifizierung sind daher weitere Studien erforderlich.</Pgraph></TextBlock>
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