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    <IdentifierDoi>10.3205/25degam204</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25degam2040</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Einstellungen von Haus&#228;rzt:innen und ambulant t&#228;tigen An&#228;sthesist:innen zu den Folgen der Cannabislegalisierung in Deutschland</Title>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin, G&#246;ttingen, Deutschland</Affiliation>
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          <LastnameHeading>M&#252;ller</LastnameHeading>
          <Firstname>Frank</Firstname>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin, G&#246;ttingen, Deutschland</Affiliation>
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          <LastnameHeading>Noack</LastnameHeading>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin, G&#246;ttingen, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <DatePublished>20251014</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingId>M0630</MeetingId>
        <MeetingSequence>204</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingCorporation>
        <MeetingName>59. Kongress f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingName>
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        <MeetingSession>Gesundheitskommunikation und Versorgung besonderer Zielgruppen</MeetingSession>
        <MeetingCity>Hannover</MeetingCity>
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          <DateFrom>20251001</DateFrom>
          <DateTo>20251003</DateTo>
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    <ArticleNo>P-07-02</ArticleNo>    <Correction><DateLastCorrection>20251128</DateLastCorrection>Tagungsort wurde von W&#252;rzburg zu Hannover korrigiert.</Correction>
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    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Die letzte Bundesregierung hat zum 01.04.2024 Besitz und Konsum von Cannabis unter bestimmten Bedingungen legalisiert. Haus&#228;rzt:innen und ambulant t&#228;tige An&#228;sthesist:innen verordnen am h&#228;ufigsten medizinisches Cannabis; ihre Perspektive zu den erwartbaren Folgen der Legalisierung wurde jedoch kaum einbezogen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Zielsetzung&#47;Fragestellung:</Mark1> Erhebung der Erfahrungen von &#196;rzt:innen mit Cannabis konsumierenden Patient:innen, mit medizinischem Cannabis, mit eigenem Konsum sowie Einsch&#228;tzung der Erwartungen der Regierung zu den Folgen der Legalisierung.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden:</Mark1> Explorative Querschnittserhebung unter Haus&#228;rzt:innen und ambulant t&#228;tigen An&#228;sthesist:innen in Niedersachsen, Bayern und Saarland mittels Fragebogen von Q4&#47;2023 bis Q1&#47;2024 (vor der Legalisierung). 240 von 946 &#196;rzt:innen sandten den Fragebogen zur&#252;ck (R&#252;cklauf 25,4&#37;).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Mit einer Zunahme von Cannabiskonsumst&#246;rungen rechneten 61&#37;, mit einer Zunahme des Konsums anderer illegaler Drogen 19&#37;. Bez&#252;glich der Erwartungen der Bundesregierung zu verbesserter Qualit&#228;tskontrolle und Schwarzmarktreduzierung waren die Einsch&#228;tzungen der &#196;rzt:innen uneinheitlich. Mit sicherem Jugend- und Gesundheitsschutz rechneten sie nicht. Die Bereitschaft sich zu Cannabis fortzubilden, war gering.</Pgraph><Pgraph>W&#228;hrend 93&#37; der &#196;rzt:innen Patient:innen hatten, die mit ihnen &#252;ber Cannabis sprechen, fragten die meisten nur selten nach dem Konsum von Drogen oder explizit von Cannabis. Anlass daf&#252;r waren Verdacht (66&#37;), Erstanamnese (40&#37;) und &#8218;Bauchgef&#252;hl&#8216; (40&#37;). 38&#37; der &#196;rzt:innen hatten Konsumerfahrung mit Cannabis.</Pgraph><Pgraph>Eigener Konsum und Erfahrung mit Cannabisverschreibung beeinflussten die &#228;rztlichen Einstellungen. So bestand bspw. ein signifikanter, aber schwacher Zusammenhang zwischen eigener Cannabiserfahrung und der Erwartung eines steigenden Cannabiskonsums bei Patient:innen. Weitere Ergebnisse werden bei der DEGAM pr&#228;sentiert.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1> Die Ergebnisse deuten auf eine skeptische Haltung von &#196;rzt:innen gegen&#252;ber den Zielen der Cannabislegalisierung hin. Bemerkenswert ist die geringe Bereitschaft zur Fortbildung trotz der erwarteten Zunahme von Cannabiskonsumst&#246;rungen. Eine Folgestudie kann die tats&#228;chlichen Folgen der Legalisierung mit den erwarteten vergleichen und m&#246;gliche Ver&#228;nderungen im Anamnese- und Beratungsverhalten untersuchen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Take Home Message f&#252;r die Praxis:</Mark1> Trotz der gro&#223;en Verbreitung von Cannabis fragen &#196;rzt:innen selten gezielt danach. Die geringe Fortbildungsbereitschaft steht im Kontrast zur erwarteten Zunahme von Konsumst&#246;rungen. Eine strukturierte Anamnese und Fortbildung zu Cannabis sind daher zu empfehlen.</Pgraph></TextBlock>
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