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    <IdentifierDoi>10.3205/25degam126</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25degam1261</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Welche Einstellungen und welches Wissen haben Medizinstudierende in Deutschland zu Schwangerschaftsabbr&#252;chen&#63;</Title>
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          <LastnameHeading>Taetz-Harrer</LastnameHeading>
          <Firstname>Angelika</Firstname>
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          <Affiliation>Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Lehrstuhl f&#252;r die Ausbildung personaler und interpersonaler Kompetenzen im Gesundheitswesen, Witten, Deutschland</Affiliation>
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          <Affiliation>Heinrich-Heine-Universit&#228;t-D&#252;sseldorf, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin, D&#252;sseldorf, Deutschland</Affiliation>
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          <Affiliation>Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Lehrstuhl f&#252;r die Ausbildung personaler und interpersonaler Kompetenzen im Gesundheitswesen, Witten, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <DatePublished>20251014</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingId>M0630</MeetingId>
        <MeetingSequence>126</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingCorporation>
        <MeetingName>59. Kongress f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingName>
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        <MeetingSession>Medizinische Ausbildung im Wandel II</MeetingSession>
        <MeetingCity>Hannover</MeetingCity>
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          <DateFrom>20251001</DateFrom>
          <DateTo>20251003</DateTo>
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    <ArticleNo>V-22-06</ArticleNo>    <Correction><DateLastCorrection>20251128</DateLastCorrection>Tagungsort wurde von W&#252;rzburg zu Hannover korrigiert.</Correction>
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    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Jede 6.&#8211;7. Frau in Deutschland hat am Ende ihrer fruchtbaren Zeit mindestens eine Schwangerschaft abgebrochen. Die Zahl der Einrichtungen, die Abbr&#252;che durchf&#252;hren, nimmt jedoch kontinuierlich ab. Insbesondere die Rolle von Medizinstudierenden zur sp&#228;teren Sicherung der Versorgung von ungewollt Schwangeren ist unzureichend erforscht.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Zielsetzung&#47;Fragestellung:</Mark1> Ziel der Studie war es, Einstellungen und Wissen von Medizinstudierenden in Deutschland zum Thema Schwangerschaftsabbruch zu erheben.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden:</Mark1> Die Querschnittsstudie an allen staatlichen und privaten Medizinfakult&#228;ten in Deutschland (n&#61;47) nutzte einen Online-Fragebogen auf Basis einer systematischen Literaturrecherche, der in mehreren Schritten mit Expert:innen abgestimmt und mit Medizinstudierenden pilotiert wurde. Er umfasste 11 Fragen zu Einstellungen und 5 zu soziodemographischen Daten. Der Wissenstest bestand aus 10 MC-Fragen, die sich an den Lernzielen des NKLM zu Abbr&#252;chen orientierten. Die Rekrutierung der Studienteilnehmer:innen aus der Grundgesamtheit aller Medizinstudierenden (n&#61;ca. 108.000) erfolgte per E-Mail &#252;ber die Fachschaften, Newsletter des BVMD, der DESAM-Nachwuchsakademie und des Marburger Bundes, soziale Netzwerke sowie Studiendekan:innen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Insgesamt nahmen 3.634 Studierende aus allen Universit&#228;ten und aus allen Fachsemestern teil. Die Zustimmung zum Selbstbestimmungsrecht der Frau war hoch; 14&#37; sahen aber zumindest z.T. das potenzielle Lebensrecht des Embryos &#252;ber dem Selbstbestimmungsrecht der ungewollt Schwangeren stehen. 58&#37; konnten vorstellen, sp&#228;ter als &#196;rzt:in selbst Abbr&#252;che durchzuf&#252;hren. 37&#37; gaben an, dass das Thema Abbr&#252;che im Regelunterricht vorkam, am h&#228;ufigsten in der Gyn&#228;kologie. Fragen im Wissenstest zur rechtlichen Lage wurden gut beantwortet; Unsicherheiten zeigten sich bei Arzt-&#47;Berufsgruppen, die Abbr&#252;che durchf&#252;hren d&#252;rfen. Komplikationen bei nachfolgenden Schwangerschaften und psychische Folgen wie PTBS wurden f&#228;lschlicherweise als h&#228;ufigste Komplikationen bei chirurgischen Abbr&#252;chen genannt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1> Medizinstudierende in Deutschland sind als &#252;berwiegend Pro-Choice einzusch&#228;tzen. Viele erwerben bis zum Ende ihres Studiums kein Anwendungswissen zu Schwangerschaftsabbr&#252;chen. Der Mythos, dass Abbr&#252;che h&#228;ufig schwerwiegende psychische Erkrankungen ausl&#246;sen, h&#228;lt sich hartn&#228;ckig.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Take Home Message f&#252;r die Praxis:</Mark1> Medizinstudierende ben&#246;tigen eine wissenschaftliche und patient:innenzentrierte Lehre zur Versorgung von ungewollt Schwangeren, um sie im sp&#228;teren Berufsleben bestm&#246;glich beraten und versorgen zu k&#246;nnen. Davon sind wir weit entfernt.</Pgraph></TextBlock>
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