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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Die Manchester-Operation: eine gute Option zur apikalen Fixation bei Wunsch nach einem vaginalen, uterus-erhaltenden Verfahren ohne Einsatz alloplastischen Materials</Title>
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      <DatePublished>20251111</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>36. Kongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft</MeetingName>
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        <MeetingSession>Sitzung 12: Joint Session: spezielle Probleme in der Uro-Gyn&#228;kologie</MeetingSession>
        <MeetingCity>Bielefeld</MeetingCity>
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          <DateFrom>20251114</DateFrom>
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    <ArticleNo>25</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung: </Mark1>Die Manchester-Operation, erstmals 1888 von Dr. Archibald Donald durchgef&#252;hrt und sp&#228;ter von Dr. William Edward Fothergill weiterentwickelt, ist ein uterus-erhaltendes Verfahren zur Korrektur einer Senkung des apikalen Kompartiments, meist kombiniert mit einer Zystozelenkorrektur. Studien zeigen, dass ihre Ergebnisse und Rezidivraten mit denen der vaginalen Prolapshysterektomie vergleichbar sind <TextLink reference="1"></TextLink>. Aufgrund wachsender Bedenken gegen&#252;ber netzgest&#252;tzten Senkungsoperationen steigt das Interesse an uterus-erhaltenden, vaginalen Verfahren ohne alloplastische Materialien. Weiterhin kann der Eingriff unter Lokalan&#228;sthesie oder Analgosedierung durchgef&#252;hrt werden. Seit 2024 bietet unser Zentrum die Manchester-Operation an. Seit 2025 erfolgt die Zystozelenkorrektur doppelschichtig mit zun&#228;chst einer fortlaufenden PDS-Naht, gefolgt von Einzelknopfn&#228;hten. Eine geringere Rezidivrate konnte bei der doppelschichtigen Zystozelenkorrektur im Vergleich zur einzelschichtigen Technik gezeigt werden <TextLink reference="2"></TextLink>. Es gibt wenige Daten zum operativen Erfolg in Abh&#228;ngigkeit vom Nahtmaterial <TextLink reference="3"></TextLink>. Diese Arbeit evaluiert die Manchester-Operation als vaginale, uterus-erhaltende Alternative zur apikalen Fixation ohne Fremdmaterial und vergleicht die Rezidivraten des vorderen Kompartiments in Abh&#228;ngigkeit vom Nahtmaterial (Vicryl vs. PDS).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methode: </Mark1>Bei der modifizierten Manchester-Operation werden die Zervix gek&#252;rzt und die Ligg. cardinalia ventral an der verbleibenden Zervix&#47; Isthmus uteri fixiert, um das apikale Kompartiment anzuheben. Erg&#228;nzend erfolgt eine Zystozelenkorrektur. Unser Zentrum bietet dieses Verfahren postmenopausalen Patientinnen an, die eine uterus-erhaltende, vaginale Operation ohne Fremdmaterial w&#252;nschen. Die erste Operation fand im Februar 2024 statt. Bis Ende 2024 wurde die Zystozelenkorrektur zweischichtig mit Vicryl (fortlaufende Naht und Einzelknopfn&#228;hte) durchgef&#252;hrt, seit 2025 erfolgt die fortlaufende Naht mit PDS. Sechs Monate postoperativ wurden Patientinnen mittels POP-Q-System untersucht. Zus&#228;tzlich erhielten die Patientinnen den validierten Deutschen Beckenboden-Fragebogen pr&#228;- und postoperativ. Zur Beurteilung der Patientenzufriedenheit wurde postoperativ der Freiburger Index f&#252;r Patientenzufriedenheit (FIPS) verwendet. Dieser interdisziplin&#228;r validierte Fragebogen dient der Bewertung der behandlungsbezogenen Zufriedenheit nach operativen Eingriffen. Die FIPS-Ergebnisse werden auf einer Skala von 1,00 (hervorragend) bis 6,00 (sehr schlecht) dargestellt <TextLink reference="4"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Eingeschlossen wurden postmenopausale Frauen mit einem Deszensus uteri von mindestens Grad II (Punkt C &#8805; -1). Perioperativ traten keine Komplikationen auf. Sechs Monate postoperativ zeigte sich das apikale Kompartiment rezidivfrei (durchschnittlicher Punkt-C-Wert: -8). Alle Patientinnen erhielten eine Zystozelenkorrektur; 40 &#37; der 2024 operierten Patientinnen entwickelten eine Rezidivzystozele (Punkt Ba &#8805; -1). Die durchschnittliche Vaginall&#228;nge lag postoperativ bei 9 cm. Eine erhebliche subjektive Verbesserung der Senkungsbeschwerden konnte anhand des Deutschen Beckenboden-Fragebogens gezeigt werden. Der Freiburger Index f&#252;r Patientenzufriedenheit (FIPS) ergab einen durchschnittlichen Score von 1,6 (sehr gut). Dar&#252;ber hinaus w&#252;rden 86 &#37; der Patientinnen den Eingriff erneut durchf&#252;hren lassen. Die Nachuntersuchung der 2025 operierten Patientinnen steht aus. Es wird vermutet, dass der Einsatz von langsam resorbierbarem PDS-Faden die Rezidivrate im vorderen Kompartiment senken k&#246;nnte.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung: </Mark1>Unsere Ergebnisse zeigen eine stabile Fixierung des apikalen Kompartiments, eine subjektive Verbesserung des Senkungsgef&#252;hls und eine hohe Patientenzufriedenheit. Die modifizierte Manchester-Operation stellt daher eine vielversprechende Alternative dar, wenn ein vaginales Verfahren mit Uteruserhalt ohne den Einsatz von alloplastischem Material gew&#252;nscht wird. Der Eingriff kann zudem unter Lokalan&#228;sthesie und Analgosedierung durchgef&#252;hrt werden. Hinsichtlich der Zystozelenkorrektur wird die Hypothese aufgestellt, dass ein langsam resorbierbarer Faden die Rezidivrate senken k&#246;nnte. Prospektive Studien zum Vergleich der Fixierung des apikalen Kompartiments zwischen verschiedenen vaginalen Verfahren sind erw&#252;nscht.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Interessenkonflikte: </Mark1></Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Dr. med. Nathalie Ng-Stollmann: Mitarbeit an der S3 Leitlinie Weiblicher Descensus genitalis, Diagnostik und Therapie, AGUB Mitglied</ListItem><ListItem level="1">Prof. Dr. med. Ralf Tunn: Mitarbeit an der S3 Leitlinie Weiblicher Descensus genitalis, Diagnostik und Therapie, AGUB III</ListItem><ListItem level="1">Dr. med. Kathrin Beilecke: Mitarbeit an der S3 Leitlinie Weiblicher Descensus genitalis, Diagnostik und Therapie, AGUB III</ListItem></UnorderedList></Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>Gondrie ETCM</RefAuthor>
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        <RefTitle>The modified Manchester Fothergill procedure compared with vaginal hysterectomy with low uterosacral ligament suspension in patients with pelvic organ prolapse: long-term outcome</RefTitle>
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        <RefTotal>Enklaar RA, Knapen FMFM, Schulten SFM, van Osch LADM, van Leijsen SAL, Gondrie ETCM, Weemhoff M. The modified Manchester Fothergill procedure compared with vaginal hysterectomy with low uterosacral ligament suspension in patients with pelvic organ prolapse: long-term outcome. Int Urogynecol J. 2023 Jan;34(1):155-164. DOI: 10.1007&#47;s00192-022-05240-3</RefTotal>
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        <RefTotal>Graefe F, Schwab F, Tunn R. Double-layered anterior colporrhaphy (DAC)-video and mid-term follow-up of 60 patients. Int Urogynecol J. 2023 Jan;34(1):297-300. DOI: 10.1007&#47;s00192-022-05216-3</RefTotal>
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