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    <IdentifierDoi>10.3205/25dkou514</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25dkou5148</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">KI generierte Empfehlungen f&#252;r die antibiotische Behandlung von periprothetischen Infektionen: Ist unser Mikrobiologe bald arbeitslos&#63;</Title>
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          <Lastname>Zellner</Lastname>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie, Bonn, Deutschland</Affiliation>
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          <Lastname>Fr&#246;schen</Lastname>
          <LastnameHeading>Fr&#246;schen</LastnameHeading>
          <Firstname>Frank Sebastian</Firstname>
          <Initials>FS</Initials>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie, Bonn, Deutschland</Affiliation>
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          <Lastname>Roos</Lastname>
          <LastnameHeading>Roos</LastnameHeading>
          <Firstname>Jonas</Firstname>
          <Initials>J</Initials>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie, Bonn, Deutschland</Affiliation>
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          <LastnameHeading>Hischebeth</LastnameHeading>
          <Firstname>Gunnar Thorben Rembert</Firstname>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Bonn, Institut f&#252;r Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie, Bonn, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <DatePublished>20251031</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Orthop&#228;dische Chirurgie</MeetingCorporation>
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        <MeetingCorporation>Berufsverband f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>Deutscher Kongress f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie (DKOU 2025)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Abstracts &#124; Digitalisierung 5</MeetingSession>
        <MeetingCity>Berlin</MeetingCity>
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          <DateFrom>20251028</DateFrom>
          <DateTo>20251031</DateTo>
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    <ArticleNo>AB82-2544</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Zielsetzung und Fragestellung: </Mark1>Periprothetische Infektionen (PPI) stellen eine schwerwiegende Komplikation nach endoprothetischer Versorgung dar und erfordern, neben der chirurgischen Therapie, eine gezielte und mehrw&#246;chige antibiotische Therapie. Ziel der Studie war es, die mikrobiologischen Empfehlungen zur antibiotischen Behandlung von PPI, die durch eine k&#252;nstliche Intelligenz (KI) generiert wurden, mit denen eines interdisziplin&#228;ren Teams (IT) bestehend aus Mikrobiologen und Orthop&#228;den zu vergleichen. Es wurden die Unterschiede zwischen den Empfehlungen der KI und des IT hinsichtlich der empfohlenen Wirkstoffe, der Dosierung und der Dauer der Antibiotikatherapie aufgearbeitet.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden: </Mark1>Basierend auf Metanalysen wurde ein Kollektiv mit 100 fiktiven Patienten mit PPI geschaffen, welche die &#252;blichen demographischen Daten und Erregerprofil einer solchen Kohorte haben. Das Patientenprofil wurde mit Alter, Nieren- und Leberfunktion, Allergien und Erreger mit zugeh&#246;rigem Antibiogramm versehen. Zielsetzung war es mit dem Patientenprofil eine Empfehlung f&#252;r die endg&#252;ltige Antibiose inkl. Tagesdosierung, Behandlungszeitraum i.v. und p.o. zu erhalten. Diese Informationen wurden in die KI Deepseek (Deepseek Ltd., Hangzhou, China) gef&#252;ttert, um entsprechende Empfehlungen zu erhalten. Zeitgleich wurden f&#252;r die gleichen fiktiven Patienten Empfehlungen durch das IT abgegeben. Die Daten wurden in SPSS erfasst und statistisch ausgewertet. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Erste Ergebnisse zeigen sowohl &#220;bereinstimmungen als auch Unterschiede in der Auswahl der Antibiotika. Insbesondere bei multiresistenten Erregern und komplexeren Fallkonstellationen sind die Empfehlungen der KI inkongruent zu denen des IT. Bei der i.v. Therapie von Gramnegativen tendierte (in 78&#37; der F&#228;lle) die KI zu 3. Generation Cephalosporinen (Ceftriaxon 2g 1-0-0) wobei das IT Fosfomycin 5g 1-1-1 (in 89&#37; der F&#228;lle) bevorzugte. Bei der der Wahl der im Behandlungsverlauf notwendig werdenden Oralisierung konnten bei <Mark2>Staphylococcus aureus </Mark2>wurden bislang 100&#37; unterschiedliche Wirkstoffklassen (KI &#61; orale Cephalosporine, IT &#61; Flourchinolone) empfohlen. Ebenso formuliert die KI f&#252;r die Oralisierung der Antibiose Behandlungszeitr&#228;ume (4 &#8211; 6 Wochen) und keine konkrete Behandlungsdauer. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion und Schlussfolgerung: </Mark1>Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse &#252;ber das Potenzial und die Limitationen von KI-gest&#252;tzten Entscheidungsmodellen in der orthop&#228;dischen Infektiologie. Die Beratung einer KI ist ubiquit&#228;r und zu allen Tages- und Nachtzeiten verf&#252;gbar, sodass dies in der Zukunft, insbesondere f&#252;r Einrichtungen ohne angeschlossene Mikrobiologie, einen gro&#223;en Vorteil f&#252;r die Behandlung von PPI sein k&#246;nnte. Aus unserer Sicht sind die Ergebnisse noch zu inkongruent mit denen eines erfahrenen IT, sodass dieser Ansatz klinisch noch nicht verfolgt werden sollte. Abschlie&#223;end ist die KI bei Bezug der Quellen, die sie f&#252;r die Entscheidungsfindung und die Empfehlungen verwendet, intransparent. </Pgraph></TextBlock>
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