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    <IdentifierDoi>10.3205/25dkou368</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25dkou3681</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Elektive H&#252;ft-TEP bei einem BMI &#62; 40 kg&#47;m&#178;. Soll entgegen der Leitlinie operiert werden&#63;</Title>
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          <Affiliation>Klinikum N&#252;rnberg Campus S&#252;d, Klinik f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie, N&#252;rnberg, Deutschland</Affiliation>
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          <Affiliation>Albertinen Krankenhaus, Hamburg, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
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      <DatePublished>20251031</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingId>M0634</MeetingId>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Orthop&#228;dische Chirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Berufsverband f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>Deutscher Kongress f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie (DKOU 2025)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Abstracts &#124; Gelenkersatz &#8211; Revisionen &#38; Komplikationen</MeetingSession>
        <MeetingCity>Berlin</MeetingCity>
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          <DateFrom>20251028</DateFrom>
          <DateTo>20251031</DateTo>
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    <ArticleNo>AB56-3137</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Zielsetzung und Fragestellung: </Mark1>Die aktuelle S3-Leitlinie zur Behandlung der Coxarthrose sieht in einem BMI &#62;40 kg&#47;m&#178; eine relative Kontraindikation zur H&#252;ft-TEP. Der Leidensdruck vieler Patienten mit fortgeschrittener schmerzhafter Coxarthrose oder H&#252;ftkopfnekrose ist jedoch erheblich, die konservative Behandlung oft erfolglos. Im EPRD Report 2024 wird f&#252;r Patienten mit einem BMI von &#62; 40 kg&#47;m&#178; und einer elektiv operierten TEP nach 6 Jahren eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 8&#37; gegen&#252;ber etwa 3&#37; f&#252;r Patienten mit inem BM von &#60;30 kg&#47;m&#178; dokumentiert. Es sind besonders fr&#252;he periprothetische Infektionen vermehrt zu beobachten. Konservative Ma&#223;nahmen zur Gewichtsreduktion sind meistens nicht erfolgversprechend. GLP-1 Rezeptor-Analoga reduzieren m&#246;glicherweise das Infektionsrisiko. Die Auswirkung eines bariatrischen Eingriffs vor Implantation einer Endoprothese sind unklar.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden: </Mark1>27 elektive TEPs von Patienten mit mittleren BMI von 44 kg&#47;m&#178; wurden in die retrospektive Analyse eingeschlossen, 19 Frauen und 8 M&#228;nner, Durchschnittsalter 54,3 Jahre. Fast alle wiesen schwerwiegende Begleiterkrankungen auf, wie etwa Diabetes mellitus, Hypertonie, dialysepflichtige Niereninsuffizienz, postthrombotisches Syndrom. 4 Patientinnen hatten anamnestisch eine Lungenembolie. </Pgraph><Pgraph>10 Patienten benutzten einen Rollstuhl. Nach Beratung, der Diskussion &#252;ber Ma&#223;nahmen zur Gewichtsreduktion wurden die Patienten operiert. Bei keinem Patienten erfolgte pr&#228;operativ ein bariatrischer Eingriff.</Pgraph><Pgraph>Alle Patienten wurden &#252;ber einen posterioren Zugang operiert. Die Prothesenpfannen wurden zementfrei verankert, 6 Patienten erhielten eine Double Mobility Cup, 12 Patienten wurden mit zementfreien Femurkomponenten versorgt.</Pgraph><Pgraph>Die durchschnittliche Schnitt-Naht- Zeit betrug 76 Minuten, kein Patient ben&#246;tigte eine Blut-Transfusion. Die Entlassung aus der station&#228;ren Behandlung erfolgte im Durchschnitt nach 7 Tagen. Bei zwei Patienten erfolgte wegen eines postoperativen H&#228;matoms eine Revision mit Austausch der mobilen Teile. Ein Patient erlitt bei einem Sturz am 4. postoperativen Tag eine Prothesenluxation, die offen reponiert werden musste.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Bei der letzten Kontrolle waren alle Patienten mit dem OP-Ergebnis zufrieden. Die Gehf&#228;higkeit war bei 15 von 27 Patienten weiterhin deutlich beeintr&#228;chtigt, da oft begleitende eine zus&#228;tzliche Gonarthrose oder Wirbels&#228;ulenerkrankungen vorlagen. Der durchschnittliche Harris-Hip-Score betrug 77,4 Punkten. Ein Jahr nach der Operation war bei keinem der Patienten eine Lockerung, Luxation oder Infektion zu beobachten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion und Schlussfolgerung: </Mark1>Trotz der Leitlinienempfehlung besteht durchaus die Indikation zur elektiven H&#252;ft-TEP bei extrem &#252;bergewichtigen Patienten. Der Gewinn an Lebensqualit&#228;t durch den Eingriff ist in den meisten F&#228;llen erheblich, entscheidend ist die sorgf&#228;ltige multidisziplin&#228;re Vorbereitung des Patienten. In der Hand von High-Volume-Operateuren soll die Komplikationswahrscheinlichkeit des Eingriffs bei dieser Patientengruppe deutlich geringer sein was sich aber mit den aktuellen EPRD-Daten nicht best&#228;tigen l&#228;sst. Der bei diesen Patienten zu erwartende Behandlungserfolg rechtfertigt einen risikoreichen Eingriff.</Pgraph></TextBlock>
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