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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25dkou3668</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Einzeitige vs. zweizeitige H&#252;ftrevision: Herausforderungen durch erh&#246;hte Mortalit&#228;t beim einzeitigen Verfahren &#8211; eine Registerstudie</Title>
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          <Affiliation>EPRD &#8211; Endoprothesenregister Deutschland, Berlin, Deutschland</Affiliation>
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      <DatePublished>20251031</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Orthop&#228;dische Chirurgie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>Deutscher Kongress f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie (DKOU 2025)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Abstracts &#124; Gelenkersatz &#8211; Revisionen &#38; Komplikationen</MeetingSession>
        <MeetingCity>Berlin</MeetingCity>
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    <ArticleNo>AB56-2990</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Zielsetzung und Fragestellung: </Mark1>Die periprothetische Gelenkinfektion ist eine der schwerwiegendsten Komplikationen im Rahmen der H&#252;ftgelenksendoprothetik. Traditionell gilt die zweizeitige Revision als Goldstandard, insbesondere in komplexen F&#228;llen mit multiresistenten Erregern oder immunkompromitierten Patientinnen und Patienten, da sie die Entfernung der infizierten Prothese mit radikalem Debridement, eine gezielte Antibiotikatherapie ohne Prothese und die anschlie&#223;ende Reimplantation erm&#246;glicht. </Pgraph><Pgraph>In den letzten Jahren hat jedoch die einzeitige Revision als Alternative an Bedeutung gewonnen. Bei der einzeitigen Revision wird die infizierte Prothese in einem einzigen chirurgischen Eingriff entfernt und ersetzt, was den Vorteil eines k&#252;rzeren Krankenhausaufenthalts und einer schnelleren Rekonvaleszenz bietet. </Pgraph><Pgraph>Meta-Analysen zeigen eine vergleichbare oder sogar &#252;berlegene Erfolgsrate f&#252;r das einzeitige Revisionsvorgehen. Dennoch bleibt unklar, ob die in gro&#223;en orthop&#228;dischen Zentren ver&#246;ffentlichten Ergebnisse in Registern mit breiter Anwendung repliziert werden k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden: </Mark1>Diese Beobachtungs-Kohortenstudie nutzt Registerdaten aus dem Deutschen Endoprothesenregister (EPRD), um die Re-Revisionrate und Mortalit&#228;t zwischen einzeitigem H&#252;ftprothesenwechsel (RTHA) (Erst-Revision: n&#61;12.418; Multiple-Revisonen: n&#61;2.459) und zweizeitigem (Erst-Revision: n&#61;1.000; Multiple-Revisionen: n&#61;810) im Zeitraum von 2015 bis 2023 zu vergleichen. Kaplan-Meier-Sch&#228;tzungen wurden zur Evaluierung der Re-Revisionrate und kumulativen Mortalit&#228;t angewendet.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Es wurden keine Unterschiede in den Re-Revisionraten bei Erst-Revisionsoperationen festgestellt. Bei multiplen Revisionen zeigte das einzeitige Verfahren signifikant h&#246;here Re-Revisionraten nach einem Jahr (einzeitig 26,5 &#37; vs. zweizeitig 21,0 &#37;) und nach f&#252;nf Jahren (einzeitig 32,2&#37; vs. zweizeitig 26,5&#37;) (p&#61;0.001). Signifikante Unterschiede traten bei der Mortalit&#228;t (p&#61;0,003) innerhalb des ersten Jahres (einzeitig 9,9&#37; vs. zweizeitig 6,3&#37;) und nach f&#252;nf Jahren (einzeitig 26,5&#37; vs. zweizeitig 23,9&#37;) auf. Bei multiplen RTHA zeigte das einzeitige Verfahren (12,8&#37;) eine mehr als doppelt so hohe Mortalit&#228;tsrate im ersten Jahr im Vergleich zum zweizeitigen Verfahren (5,5&#37;), nach f&#252;nf Jahren betrug die Mortalit&#228;t 31,9&#37; im Vergleich zu 23,7&#37;.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion und Schlussfolgerung: </Mark1>Trotz der exzellenten Ergebnisse des einzeitigen RTHA in der Literatur aus einzelnen gro&#223;en Zentren zeigt sich im landesweiten Versorgungsgeschehen au&#223;erhalb gro&#223;er Zentren eine signifikant h&#246;here Mortalit&#228;tsrate bei gleicher Re-Revisionrate im Vergleich zur zweizeitigen Revision. Signifikante Unterschiede im ersten Jahr weisen auf eine erh&#246;hte perioperative Mortalit&#228;t beim einzeitigen Verfahren hin. W&#228;hrend die Re-Revisionraten vergleichbar sind, resultiert aus dem erh&#246;hten Mortalit&#228;tsrisiko, dass eine sorgf&#228;ltige Patientenselektion unter Einbezug der Risikofaktoren f&#252;r das jeweilige Therapie-Verfahren erfolgen sollte.</Pgraph></TextBlock>
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