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      <Title language="de">In-vivo Belastung des H&#252;ftgelenks: Verringert ein geringeres K&#246;rpergewicht die Reibbelastungen&#63;</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>Deutscher Kongress f&#252;r Orthop&#228;die und Unfallchirurgie (DKOU 2025)</MeetingTitle>
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    <ArticleNo>AB38-2285</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Zielsetzung und Fragestellung: </Mark1>Der totale Gelenkersatz ist ein bew&#228;hrtes Verfahren f&#252;r Patienten mit Arthrose oder H&#252;ftgelenksfrakturen. Probleme wie aseptische Lockerung sind jedoch h&#228;ufig eine Ursache f&#252;r Revisionen &#91;Lewis, 2024&#93;. Immer j&#252;ngere und aktivere Patienten stellen zus&#228;tzliche Herausforderungen f&#252;r die Implantatlebensdauer dar &#91;Nemes, 2014&#93;. Ein klinischer Zusammenhang zwischen hohem Body-Mass-Index(BMI) und erh&#246;htem Gelenkverschlei&#223; ist anerkannt &#91;Lewis, 2024&#93;, und in-vitro-Experimente zeigen eine lineare Beziehung zwischen BMI und Reibung &#91;Sonntag, 2021&#93;. Unsere Messdaten deuten jedoch darauf hin, dass die Reibung im k&#252;nstlichen H&#252;ftgelenk von mehreren Parametern beeinflusst wird und kein einfacher linearer Zusammenhang zwischen Gelenkbelastung und Reibung in-vivo existiert &#91;Damm, 2021&#93;. Daher wurde untersucht, ob eine Erh&#246;hung des K&#246;rpergewichts in-vivo zu einer proportionalen Erh&#246;hung der Gelenkreibung f&#252;hrt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden: </Mark1>Ein instrumentiertes H&#252;ftimplantat wurde zur Messung der Gelenkbelastung beim Gehen in-vivo verwendet &#91;Damm, 2010&#93;. Eine erste Analyse wurde bei einer weiblichen Testperson (56 Jahre, BMI 37,7) 43 Monate postoperativ durchgef&#252;hrt. Die Aktivit&#228;ten umfassten Gehen ohne und mit Rucks&#228;cken von 11 und 22 kg (Abbildung 1A-C <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />). Aus der Gelenkkontaktkraft (Fres) und dem Reibungsmoment (Mres) wurde der Reibungskoeffizient (&#181;) bestimmt. Die Messdaten wurden &#252;ber den Gangzyklus gemittelt und Abweichungen berechnet.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Fres zeigt das typische Doppelpeakmuster beim Gehen (Abbildung 1D <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />) mit einem variablen, nichtlinearen Offset durch zus&#228;tzliches Gewicht. Die Muster von Mres (Abbildung 1E <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />) und &#181; (Abbildung 1F <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />) zeigen einen ersten Peak kurz vor dem ipsilateralen Fersenauftritt. W&#228;hrend der Standphase steigt Mres unterschiedlich an: Die h&#246;chsten Werte treten beim Gehen mit 11 kg auf, gefolgt vom Gehen ohne Gewicht und mit 22 kg. &#181; steigt beim Gehen ohne Gewicht und mit 11 kg an, bleibt aber bei 22 kg relativ konstant. In der Flexionsphase kehrt sich die Reihenfolge um: Gehen mit 22 kg erzeugt die h&#246;chste Reibung. Der Vergleich der Maximalwerte zeigt hier einen nichtlinearen Zusammenhang (Abbildung 1G <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion und Schlussfolgerung: </Mark1>Die vorl&#228;ufigen Ergebnisse deuten auf eine komplexe Beziehung zwischen K&#246;rpergewicht, Gelenkkontaktkraft und Reibung hin. In-vitro-Tests zeigen eine lineare Korrelation zwischen Kontaktkraft und Reibung. Phasenweise Schwankungen der Reibung w&#228;hrend des Gangzyklus deuten jedoch auf eine dynamische Schmierung hin, die von der Kontaktkraft und der Gelenkkinematik beeinflusst wird. W&#228;hrend der Standphase wird die Synovialfl&#252;ssigkeit komprimiert und ausgepresst, wodurch &#181; und Mres beim Gehen mit und ohne 11 kg ansteigen. Eine weitere Erh&#246;hung auf 22 kg erzeugt hier jedoch ein gleichm&#228;&#223;ig niedrigeres &#181; und ein nur leicht erh&#246;htes Reibmoment. In der Schwungphase kann die Synovia dann wieder zur&#252;ckflie&#223;en und das Gelenk schmieren. Beim Gehen mit zus&#228;tzlichem Gewicht scheint dieser Mechanismus behindert zu werden, was in dieser Phase zu h&#246;herer Reibung f&#252;hrt.</Pgraph></TextBlock>
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