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    <IdentifierDoi>10.3205/25dgpp31</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25dgpp316</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Psychosoziale Befunde von Kindern mit auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsst&#246;rung (AVWS)</Title>
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          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>Klinik f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie, Universit&#228;tsklinikum M&#252;nster, M&#252;nster, Deutschland<Affiliation>Klinik f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie, Universit&#228;tsklinikum M&#252;nster, M&#252;nster, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>amelieelisabeth.hesping&#64;ukmuenster.de</Email>
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      <DatePublished>20250925</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>41. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsst&#246;rungen</MeetingSession>
        <MeetingCity>M&#252;nster</MeetingCity>
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          <DateFrom>20250925</DateFrom>
          <DateTo>20250928</DateTo>
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    <ArticleNo>V29</ArticleNo>
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      <Funding>Sonova AG</Funding>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Es wird berichtet, dass Kinder mit auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsst&#246;rungen h&#228;ufig mit emotionalen und sozialen Schwierigkeiten zu k&#228;mpfen haben, wie einem geringen Selbstwertgef&#252;hl, dem Gef&#252;hl der Unzul&#228;nglichkeit und dem Erleben von Frustration und Angst. Eltern und&#47;oder Kinder berichten &#252;ber eine Verbesserung des Selbstbewusstseins, einen R&#252;ckgang von M&#252;digkeit und eine geringere Gef&#228;hrdung f&#252;r Depressionen, &#196;ngste und zwischenmenschliche Probleme nach Nutzung von drahtlosen akustischen &#220;bertragungsanlagen (DA&#220;). Vor Einschluss in eine Studie zum Nutzen von DA&#220; wurde hier der psychosoziale Status von Kindern mit AVWS mithilfe von psychologischen Eltern und Lehrer-Frageb&#246;gen erfasst.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methoden:</Mark1> Bei 28 Schulkindern mit der Diagnose einer AVWS wurden verhaltensbezogene, emotionale, somatische und soziale Kompetenzen aus Lehrersicht mithilfe des Teachers Report Form (TRF&#47;6-18R) und aus Elternsicht mit der Child Behavior Checklist (CBCL&#47;6-18R) erfasst. Die Problemskalen &#228;ngstlich&#47;depressiv, r&#252;ckz&#252;glich&#47;depressiv, k&#246;rperliche Beschwerden, Soziale Probleme, Aufmerksamkeitsprobleme, Aggressives Verhalten wurden analysiert. Alle Kinder durchliefen eine Differentialdiagnostik gem&#228;&#223; aktueller Leitlinien. Sie sind Teilnehmer&#42;innen einer durch die Fa. Sonova AG, Schweiz gef&#246;rderten Studie.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Alle Mittelwerte der Problemskalen lagen in Eltern- und Lehrerfrageb&#246;gen im Normbereich und nur bei vereinzelten Teilnehmer&#42;innen im auff&#228;lligen Bereich. Da f&#252;r die CBCL Normtabellen vorliegen, aber f&#252;r den TRF nur Orientierungswerte f&#252;r Grundschulkinder einer Stichprobe, ist kein direkter Vergleich m&#246;glich. Sowohl Eltern als auch Lehrer&#42;innen sahen am h&#228;ufigsten Aufmerksamkeitsprobleme (CBCL: T&#61;62,6, SD 7,3; TRF: MW 12,2 Punkte, SD 10,2), im TRF wurde hier mehr Unaufmerksamkeit (MW 7,8, SD 6,0), weniger Hyperaktivit&#228;t (MW 4,4, SD 5,6) angegeben. Im Vergleich zwischen Eltern- und Lehrereinsch&#228;tzung beurteilten die Eltern mehr Kinder in der Aufmerksamkeit als auff&#228;llig, die Lehrer sch&#228;tzten nur vereinzelte Kinder als auff&#228;llig ein. Am zweith&#228;ufigsten wurde von Lehrerseite aggressives Verhalten genannt, von Eltern soziale Probleme und k&#246;rperliche Beschwerden. &#196;ngstlich- oder r&#252;ckz&#252;glich-depressive Symptome wurden kaum genannt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen:</Mark1> Mit den Frageb&#246;gen konnten bei den Kindern mit AVWS keine geh&#228;uften auff&#228;lligen psychosozialen Befunde erhoben werden. Aufmerksamkeitsprobleme, die h&#228;ufige Komorbidit&#228;t und Differentialdiagnose der AVWS darstellen, lagen zum Gro&#223;teil im unauff&#228;lligen Bereich.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Fragestellung</SubHeadline><Pgraph>Es wird berichtet, dass Kinder mit auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsst&#246;rungen (AVWS), bedingt durch eingeschr&#228;nkte kommunikative F&#228;higkeiten, h&#228;ufig mit emotionalen und sozialen Schwierigkeiten zu k&#228;mpfen haben, wie einem geringen Selbstwertgef&#252;hl, dem Gef&#252;hl der Unzul&#228;nglichkeit und dem Erleben von Frustration, Angst sowie depressiven Symptomen <TextLink reference="1"></TextLink>. Eltern und&#47;oder Kinder berichten &#252;ber eine Verbesserung des Selbstbewusstseins, einen R&#252;ckgang von M&#252;digkeit und geringere Anzeichen f&#252;r Depressionen, &#196;ngste und zwischenmenschliche Probleme nach Nutzung von drahtlosen akustischen &#220;bertragungsanlagen (DA&#220;) <TextLink reference="1"></TextLink>. Vor Einschluss in eine Studie zum Nutzen von DA&#220; bei Kindern mit auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsst&#246;rungen und -problemen wurde hier der psychosoziale Status von Kindern mit AVWS mithilfe von g&#228;ngigen psychometrischen Eltern- und Lehrer-Frageb&#246;gen erfasst, um die in der Literatur postulierte Ausgangslage zu &#252;berpr&#252;fen. </Pgraph><SubHeadline>Methodik</SubHeadline><Pgraph>Bei 28 Schulkindern mit der Diagnose einer AVWS wurden verhaltensbezogene, emotionale, somatische und soziale Kompetenzen aus Lehrersicht mithilfe des <Mark2>Teachers Report Form</Mark2> (TRF&#47;6-18R) und aus Elternsicht mit der <Mark2>Child Behavior Checklist</Mark2> (CBCL&#47;6-18R) erfasst. Die Problemskalen &#228;ngstlich&#47;depressiv, r&#252;ckz&#252;glich&#47;depressiv, k&#246;rperliche Beschwerden, soziale Probleme, Aufmerksamkeitsprobleme und aggressives Verhalten wurden analysiert. Alle Kinder durchliefen eine audiologisch-psychoakustische AVWS-Differentialdiagnostik gem&#228;&#223; aktueller Leitlinien. </Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Alle Mittelwerte der Problemskalen lagen in Eltern- und Lehrerfrageb&#246;gen im Normbereich und nur bei einzelnen Teilnehmer&#42;innen im auff&#228;lligen Bereich. In den Lehrerfrageb&#246;gen TRF&#47;den Elternfrageb&#246;gen CBCL lagen f&#252;r die folgenden Problemskalen jeweils n Kinder im auff&#228;lligen Bereich (Grenzbereich): &#228;ngstlich-depressiv 3(1)&#47;0(3), r&#252;ckz&#252;glich-depressiv 0(5)&#47;0(2), soziale Probleme 3(4)&#47;0(1), Aufmerksamkeitsprobleme 1(1)&#47;1(1), aggressives Verhalten 0(0)&#47;1(1). Sowohl im Eltern- als auch Lehrerfragebogen lagen die Werte f&#252;r Aufmerksamkeitsprobleme zwar im Normbereich, insgesamt aber h&#246;her als f&#252;r alle anderen Skalen. Im Elternfragebogen CBCL lag der mittlere T-Wert bei 62,6 (Standardabweichung &#91;SD&#93; 7,3). Im Lehrer-Fragebogen TRF, f&#252;r den keine Normierung und T-Werte, sondern nur Orientierungswerte und Normtabellen anhand einer Gro&#223;stadtstichprobe f&#252;r Grundschulkinder vorliegen, lag der mittlere Punktwert bei 12,2 Punkten (SD 10,2), was im unauff&#228;lligen Bereich liegt (0-29 Punkte). Im TRF-Lehrerfragebogen, der (anders als der CBCL) zwischen Unaufmerksamkeit und Hyperaktivit&#228;t unterscheidet, wurde h&#228;ufiger Unaufmerksamkeit (Mittelwert 7,8, SD 6,0; unauff&#228;llig &#61; 0-17 Punkte) und weniger Hyperaktivit&#228;t (Mittelwert 4,4, SD 5,6; unauff&#228;llig &#61; 0-14 Punkte) angegeben. Am zweith&#228;ufigsten wurde von Lehrerseite aggressives Verhalten genannt, von Eltern soziale Probleme und k&#246;rperliche Beschwerden. &#228;ngstlich- oder r&#252;ckz&#252;glich-depressive Symptome wurden kaum genannt. </Pgraph><SubHeadline>Schlussfolgerung</SubHeadline><Pgraph>Mittels g&#228;ngiger psychometrischer Frageb&#246;gen konnten bei unserem Kollektiv von Kindern mit AVWS keine geh&#228;uften auff&#228;lligen psychosozialen Befunde erhoben werden. Aufmerksamkeitsprobleme, die eine h&#228;ufige Komorbidit&#228;t und Differentialdiagnose der AVWS darstellen, lagen in unserer Stichprobe bis auf wenige Einzelf&#228;lle im unauff&#228;lligen Bereich. Johnston et al. <TextLink reference="1"></TextLink> sahen Aufmerksamkeitsprobleme als eine der am h&#228;ufigsten auff&#228;lligen Skalen, und zwar sowohl vor als auch nach Anpassung einer DA&#220;. Dies k&#246;nnen wir in unseren Daten nicht best&#228;tigen.</Pgraph><SubHeadline>Funding</SubHeadline><Pgraph>F&#246;rderung durch die Firma Sonova AG, Schweiz.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>Johnston KN</RefAuthor>
        <RefAuthor>John AB</RefAuthor>
        <RefAuthor>Kreisman NV</RefAuthor>
        <RefAuthor>Hall JW 3rd</RefAuthor>
        <RefAuthor>Crandell CC</RefAuthor>
        <RefTitle>Multiple benefits of personal FM system use by children with auditory processing disorder (APD)</RefTitle>
        <RefYear>2009</RefYear>
        <RefJournal>Int J Audiol</RefJournal>
        <RefPage>371-83</RefPage>
        <RefTotal>Johnston KN, John AB, Kreisman NV, Hall JW 3rd, Crandell CC. Multiple benefits of personal FM system use by children with auditory processing disorder (APD). Int J Audiol. 2009;48(6):371-83. DOI: 10.1080&#47;14992020802687516</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1080&#47;14992020802687516</RefLink>
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