<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.34/GmsArticle.dtd">
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>25rhk114</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/25rhk114</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25rhk1144</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Verborgene Gemeinsamkeit: MHC-I als Schl&#252;ssel zu Sakroiliitis und Venenentz&#252;ndung &#8211; ein faszinierender Fallbericht</Title>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>L&#246;st</Lastname>
          <LastnameHeading>L&#246;st</LastnameHeading>
          <Firstname>Margaretha</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Freiburg, Klinik f&#252;r Rheumatologie und klinische Immunologie, Freiburg</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Schramm</Lastname>
          <LastnameHeading>Schramm</LastnameHeading>
          <Firstname>Markus</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Freiburg, Klinik f&#252;r Rheumatologie und klinische Immunologie, Freiburg</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Jandova</Lastname>
          <LastnameHeading>Jandova</LastnameHeading>
          <Firstname>Ilona</Firstname>
          <Initials>I</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Freiburg, Klinik f&#252;r Rheumatologie und klinische Immunologie, Freiburg</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Glaser</Lastname>
          <LastnameHeading>Glaser</LastnameHeading>
          <Firstname>Cornelia</Firstname>
          <Initials>C</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Freiburg, Klinik f&#252;r Rheumatologie und klinische Immunologie, Freiburg</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Venhoff</Lastname>
          <LastnameHeading>Venhoff</LastnameHeading>
          <Firstname>Nils</Firstname>
          <Initials>N</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Freiburg, Klinik f&#252;r Rheumatologie und klinische Immunologie, Freiburg</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20250917</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Meeting>
        <MeetingId>M0627</MeetingId>
        <MeetingSequence>114</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Rheumatologie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;dische Rheumatologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>53. Kongress der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Rheumatologie (DGRh), 39. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;dische Rheumatologie (DGORh)</MeetingName>
        <MeetingTitle>Deutscher Rheumatologiekongress 2025</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Der besondere Fall</MeetingSession>
        <MeetingCity>Wiesbaden</MeetingCity>
        <MeetingDate>
          <DateFrom>20250917</DateFrom>
          <DateTo>20250920</DateTo>
        </MeetingDate>
      </Meeting>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>FA.34</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Vorgeschichte:</Mark1> Es erfolgte die station&#228;re Aufnahme eines 44-j&#228;hrigen Patienten bei akuter, schmerzbedingter Einschr&#228;nkung des Gehens, mit Symptombeginn nach einer 20-st&#252;ndigen Autofahrt von Kroatien nach Deutschland. Wegen hohem Analgetika-Bedarf (Metamicol 4x 1.000 mg&#47;Tag, Pregabalin 3x 25 mg&#47;Tag) war extern eine 3-t&#228;gige Glukokortikoidsto&#223;therapie (100 mg Prednisolon&#47;Tag) begonnen worden, die keine wesentliche Besserung gebracht hatte. Der Patient ist Raucher und hat au&#223;er einer arteriellen Hypertonie keine Vorerkrankungen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Leitsymptom</Mark1> <Mark1>bei</Mark1> <Mark1>Krankheitsmanifestation:</Mark1> Bei &#220;bernahme des Patienten standen immobilisierende Schmerzen, eine symmetrische Umfangszunahme beider Unterschenkel, Arthralgien beider Sprunggelenke, schmerzhafte Verh&#228;rtungen der Achillessehnen und multiple druckdolente, subkutan verh&#228;rtete, r&#246;tliche Effloreszenzen an beiden Unterschenkeln im Vordergrund. Des Weiteren wurden seit ca. 5 Jahren bestehende, chronisch-rezidivierende LWS-betonte R&#252;ckenschmerzen berichtet, die erfolgreich mit NSAR behandelt wurden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diagnostik:</Mark1> Initial bestand eine ausgepr&#228;gte Entz&#252;ndungskonstellation mit Leukozytose (15,96 Tsd&#47;&#181;l), normozyt&#228;r, normochromer An&#228;mie (Hb 11,8 g&#47;dl), Thrombozytose (436 Tsd&#47;&#181;l) sowie deutlich erh&#246;htem CRP (97,4 mg&#47;l). Das Autoantik&#246;rper-Screening ergab keinen wegweisenden Befund (Rheumafaktor, anti-CCP, ANA-IFT, ANCA-IFT negativ). Bei Normwerten f&#252;r Neopterin und l&#246;slichen IL2-Rezeptor sowie unauff&#228;lligem R&#246;ntgen-Thorax wurde ein L&#246;fgren-Syndrom ausgeschlossen. In der duplexsonographischen Untersuchung ergab sich kein Hinweis auf eine Beinvenenthrombose oder Thrombophlebitis. Die Vena saphena parva zeigte jedoch beidseits eine zirkul&#228;re, inhomogene Wandverdickung mit &#8222;ven&#246;sem Halozeichen&#8220;. Im Ultraschall imponierten au&#223;erdem eine beidseitige OSG-Arthritis und Achillessehnentendinitis. Die am Unterschenkel links entnommene Hautbiopsie wurde als tiefes dermales, neutrophilenreiches Entz&#252;ndungsinfiltrat mit Leukozytoklasie befundet. Ein Pathergietest fiel negativ aus. Orale oder genitale Aphthen waren dem Patienten nicht erinnerlich. Das bei Verdacht auf axiale Spondyloarthritis mit peripherer Beteiligung veranlasste MRT-Becken zeigte eine symmetrische Sakroiliitis mit Zeichen aktiver Inflammation. Es ergab sich kein Hinweis einer gastrointestinalen Beteiligung. Eine Uveitis wurde ophthalmologisch ausgeschlossen. Wir stellten die Erstdiagnose einer axialen Spondyloarthritis mit peripherer Beteiligung sowie die Verdachtsdiagnose eines Morbus Beh&#231;et. Die konsekutiv veranlasste humangenetische Testung ergab einen positiven Befund f&#252;r HLA-B51 und ein negatives Ergebnis f&#252;r HLA-B27. Die erweiterte Familienanamnese zeigte sich auf v&#228;terlicher Seite positiv f&#252;r Spondyloarthritiden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Therapie:</Mark1> Bei ausgepr&#228;gter Krankheitsaktivit&#228;t und unzureichendem NSAR-Ansprechen erfolgte eine Therapie mit dem TNF-alpha-Blocker Adalimumab (1x 40 mg sc., 14-t&#228;gig). Die Prednisolon-Therapie und die Analgetika konnten in der Dosis schrittweise reduziert werden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Weiterer</Mark1> <Mark1>Verlauf:</Mark1> Bei ambulanter Wiedervorstellung nach 6 Wochen zeigten sich klinisch und laborchemisch keine Hinweise auf eine entz&#252;ndliche Aktivit&#228;t der axialen Spondyloarthritis und des vermuteten Morbus Beh&#231;et. Die Therapie mit Adalimumab wurde bei guter Vertr&#228;glichkeit fortgesetzt, die Glukokortikoide wurden komplett ausgeschlichen und die Schmerzmedikation nur noch bei Bedarf eingenommen. Auch wenn die Diagnosekriterien (ICBD 2014) f&#252;r einen Morbus Beh&#231;et nicht erf&#252;llt waren, ist eine &#220;berlappung dieser MHC-1-assoziierten Erkrankungen gut denkbar und mit TNF-alpha-Blockade ein bei beiden Erkrankungen wirksames Therapieprinzip gew&#228;hlt worden.</Pgraph></TextBlock>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>