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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">EGPA&#47;HES mit Myokarditis nach Dupilumab-Therapie: Koinzidenz oder Kausalit&#228;t&#63;</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Rheumatologie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;dische Rheumatologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>53. Kongress der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Rheumatologie (DGRh), 39. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;dische Rheumatologie (DGORh)</MeetingName>
        <MeetingTitle>Deutscher Rheumatologiekongress 2025</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Der besondere Fall</MeetingSession>
        <MeetingCity>Wiesbaden</MeetingCity>
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          <DateTo>20250920</DateTo>
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    <ArticleNo>FA.31</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Vorgeschichte:</Mark1> Dupilumab zielt auf die IL-4- und IL-13R&#945;-Untereinheit ab und wird zur Behandlung verschiedener Th2-vermittelter Krankheiten eingesetzt, darunter schweres Asthma und atopische Dermatitis. Es wurde &#252;ber einen Zusammenhang zwischen der Dupilumab-Therapie und dem Auftreten einer eosinophilen Myokarditis im Zusammenhang mit HES&#47;eGPA berichtet. Der genaue Mechanismus, durch den Dupilumab eine Hypereosinophilie mit potenziellen Organsch&#228;den ausl&#246;st, bleibt jedoch unklar.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Leitsymptom</Mark1> <Mark1>bei</Mark1> <Mark1>Krankheitsmanifestation:</Mark1> Eosinophilie und Myokarditis</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diagnostik:</Mark1> Wir stellen eine Serie von 4 &#228;hnlichen F&#228;llen vor, bei denen die Dupilumab-Behandlung zu einer durch Hypereosinophilie (HES&#47;eGPA) verursachten Myokarditis f&#252;hrte. Bei allen Patienten war die Koronarangiographie unauff&#228;llig.</Pgraph><Pgraph>Patient 1: Bei einem 57-j&#228;hrigen m&#228;nnlichen Patienten kam es zu einer Exazerbation eines vorbestehenden Asthmas mit Eosinophilie. Der Patient wurde mit Dupilumab behandelt und entwickelte nach 2 Wochen starke Schmerzen im linken Thorax. Die Labordiagnostik ergab Troponin, humorale Entz&#252;ndung und Eosinophilie (4,5 g&#47;l), ANCA war negativ. Die kardiale MRT zeigte Anzeichen einer Peri- und Myokarditis mit einem Perikarderguss und diastolischer Dyskinesie. </Pgraph><Pgraph>Patient 2: Eine 45-j&#228;hrige Patientin entwickelte eine Woche nach Beginn der Dupilumab-Therapie bei exazerbierter Neurodermitis starke Brustschmerzen. Innerhalb von 4 Monaten entwickelte die Patientin ein chronisches Rezidiv der Myokarditis. Die Labordiagnostik zeigte erh&#246;htes Troponin und Eosinophilie (3 g&#47;l), ANCA war negativ. Die Myokardbiopsie ergab chronische Anzeichen einer Myokarditis.</Pgraph><Pgraph>Die Behandlung von Patient 1 und 2 wurde mit hochdosiertem Glukokortikoid und Mepolizumab eingeleitet.</Pgraph><Pgraph>Patient 3: Ein 46-j&#228;hriger m&#228;nnlicher Patient entwickelte 3 Wochen nach Beginn einer neuen Asthmatherapie mit Dupilumab Brustschmerzen. Die Labordiagnostik ergab ein erh&#246;htes Troponin und eine Eosinophilie (6,5 g&#47;l). MPO-ANCA war positiv. Das CT der Brust zeigte eine Tr&#252;bung des Glases. Die Hautbiopsie erythemat&#246;ser Hautpapeln ergab eine eosinophile Dermatitis. Die Behandlung wurde mit einer hohen Dosis Glukokortikoid und Rituximab eingeleitet, gefolgt von Tacrolimus und Mepolizumab.</Pgraph><Pgraph>Patient 4: Ein 61-j&#228;hriger m&#228;nnlicher Patient stellte sich mit bereits bestehendem eosinophilem Asthma bronchiale vor, das sich w&#228;hrend der Behandlung mit Benralizumab verschlimmerte. Dupilumab wurde eingeleitet, und 6 Monate sp&#228;ter traten Schmerzen im linken Thorax zusammen mit h&#228;modynamisch relevantem Vorhofflimmern auf. Labortests ergaben einen erh&#246;hten Troponinwert und eine Eosinophilie (4,11 G&#47;l), ANCA war negativ. Die kardiale MRT zeigte Anzeichen einer endomyokardialen Fibrose und einer Perikarditis. Der LV-EF war reduziert. Im Brust-CT wurden bipulmonale Raumforderungen mit Nachweis von Eosinophilen festgestellt. Die Behandlung wurde mit hochdosierten Glukokortikoiden und sechs Zyklen Cyclophosphamid, gefolgt von Mepolizumab, eingeleitet. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Therapie:</Mark1> Unter den oben genannten Therapien traten bei allen Patienten keine Rezidive der Myokarditis auf, und es gab keine nennenswerten Komplikationen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Weiterer</Mark1> <Mark1>Verlauf:</Mark1> Eine vorbestehende Eosinophilie sollte vor der Anwendung von Dupilumab ausgeschlossen werden, da dies ein erh&#246;htes Risiko f&#252;r die Entwicklung von HES oder eGPA mit Organbeteiligung darstellen kann.</Pgraph><Pgraph>Ein m&#246;glicher Mechanismus besteht darin, dass die Hemmung der IL4&#47;13-Signal&#252;bertragung die Migration von Eosinophilen in das Gewebe behindern k&#246;nnte, was zu einer IL5-Dominanz f&#252;hrt. Bei Patienten mit einer durch Th2-Zellen vermittelten Erkrankung werden die am Ort der Entz&#252;ndung erzeugten h&#228;matopoetischen Signale an das Knochenmark weitergeleitet, das seinerseits h&#228;matopoetische Vorl&#228;uferzellen durch IL-5 stimuliert. Die Adh&#228;sion von zirkulierenden Eosinophilen an Blutgef&#228;&#223;e wird durch Chemokine und Adh&#228;sionsmolek&#252;le reguliert, wobei Rezeptoren wie das Vascular Cell Adhesion Molecule 1 (VCAM1) auf dem Endothel eine entscheidende Rolle in diesem Prozess spielen. Die VCAM1-Expression wird durch IL-4 reguliert. Die Hemmung der IL-4-Signal&#252;bertragung erm&#246;glicht die Hemmung der VCAM1-Expression und der Eosinophilen-Migration, was wiederum zu einem Anstieg der Eosinophilen im Blut f&#252;hrt, der durch IL-5 vermittelt wird.</Pgraph></TextBlock>
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