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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25rhk1057</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Kasuistik eines fulminanten Verlaufs einer aggressiven disseminierten Polyarthritis mit destruierender atlantoaxialer Beteiligung</Title>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <DatePublished>20250917</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingId>M0627</MeetingId>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Rheumatologie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;dische Rheumatologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>53. Kongress der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Rheumatologie (DGRh), 39. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;dische Rheumatologie (DGORh)</MeetingName>
        <MeetingTitle>Deutscher Rheumatologiekongress 2025</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Der besondere Fall</MeetingSession>
        <MeetingCity>Wiesbaden</MeetingCity>
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          <DateFrom>20250917</DateFrom>
          <DateTo>20250920</DateTo>
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    <ArticleNo>FA.25</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Vorgeschichte:</Mark1> Der Fall beschreibt den Krankheitsverlauf eines 61-j&#228;hrigen Patienten, der sich initial aus einem Zustand relativen Wohlbefindens heraus mit einer rasch progredienten, aggressiven, disseminierten Polyarthritis vorstellte. Die Anamnese des Patienten ergab eine pr&#228;existente allergische Diathese mit chronischer Polyposis nasi. Kurz vor der Erstmanifestation der Polyarthritis war eine pulmonologische Therapie mit Dupilumab (Dupixent) eingeleitet worden, welche sich als schlecht vertr&#228;glich erwies und mit einer ausgepr&#228;gten &#214;demneigung einherging. Zudem bestand eine Colitis ulcerosa, die sich zum Zeitpunkt der Erstvorstellung in einer jahrelangen Remission unter der Therapie mit Mesalazin befand.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Leitsymptom</Mark1> <Mark1>bei</Mark1> <Mark1>Krankheitsmanifestation:</Mark1> Im Rahmen der Krankheitsprogression entwickelte sich trotz intensiver immunmodulierender Therapie ein ausgepr&#228;gter entz&#252;ndlicher Weichteilmantel (Pannusgewebe) mit Ummauerung und Bedr&#228;ngung der rechtsseitigen Vertebralarterie. Dies f&#252;hrte konsekutiv zu thrombembolischen Apoplexien im hinteren Stromgebiet.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diagnostik:</Mark1> </Pgraph><Pgraph>Labor:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">dtl. humorale Entz&#252;ndungsaktivit&#228;t, CRP bis 120 mg&#47;dl</ListItem><ListItem level="1">Gelenkpunktat Kniegelenk &#62; 8.000 Zellen&#47; &#181;l</ListItem><ListItem level="1">Immun- und Infektserologie: negativ</ListItem><ListItem level="1">HLA-B27: positiv</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Histologie: Nasenschleimhaut: unspezifisch ohne Nachweis von Granulomen oder Angiitis</Pgraph><Pgraph>Bildgebende Verfahren: Sonographie, Computertomographie und Endoskopie zum Focus- und NPL-Ausschluss</Pgraph><Pgraph>Kennzeichnend: MRT-Verlauf HWS bzw. cMRT mit Angiographie</Pgraph><Pgraph><Mark1>Therapie:</Mark1> Aufgrund der bestehenden Vorerkrankungen, der Positivit&#228;t f&#252;r HLA-B27 und des klinischen Ph&#228;notyps mit unter anderem DIP-Arthritiden wurde initial eine CED-assoziierte Spondyloarthritis bzw. eine Psoriasisarthritis sine Psoriasis diagnostiziert. Jedoch zeigte sich unter der initialen Therapie mit Methotrexat (MTX) und Adalimumab, sowie im weiteren Verlauf unter MTX und Secukinumab, keine ausreichende klinische Wirkung. Trotz der bekannten Assoziation zwischen Secukinumab und der Exazerbation entz&#252;ndlicher Darmerkrankungen wurde unter Abw&#228;gung des Risiko-Nutzen-Profils angesichts des schweren Verlaufs die Therapie eingeleitet.</Pgraph><Pgraph>Radiologisch wurde die entz&#252;ndliche Ver&#228;nderung der Vertebralarterie als lokale (Gro&#223;gef&#228;&#223;-) Vaskulitis beschrieben, w&#228;hrend die entz&#252;ndliche Weichteilreaktion an der Halswirbels&#228;ule als RA-typisches Pannusgewebe eingeordnet wurde. Dies legte nahe, dass neben der vermuteten Psoriasisarthritis-Komponente weitere immunologische Mechanismen vorlagen. Infolge des ausbleibenden Therapieerfolgs unter Secukinumab wurde die Therapie auf Tocilizumab umgestellt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Weiterer</Mark1> <Mark1>Verlauf:</Mark1> Unter der Kombinationstherapie aus MTX, Tocilizumab, Sulfasalazin (statt Mesalazin) und einer im Verlauf reduzierten Kortikosteroidgabe stellte sich eine stabile Remission ein. Diese ist mittlerweile seit drei Jahren unter regelm&#228;&#223;igen MRT-Kontrollen best&#228;tigt. Der Fall unterstreicht, dass der monoklonale IgG4-Antik&#246;rper Dupilumab bei Psoriasis oder verwandten Entit&#228;ten nur mit Vorsicht und nach sorgf&#228;ltiger Risiko-Nutzen-Abw&#228;gung eingesetzt werden sollte. Wir gehen davon aus, dass der Einsatz von Dupilumab eine &#228;tiologische Ursache der weiteren Komplikationen war und daher einer kritischen Neubewertung im individuellen Behandlungskontext bedarf.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Quellenangaben:</Mark1> 1 eigener Patientenfall.</Pgraph></TextBlock>
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