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    <Identifier>25gma120</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/25gma120</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25gma1201</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Bef&#228;higung von Medizinstudierenden zum Umgang mit sexueller Bel&#228;stigung im Studium &#8211; Erfahrungen aus einem Pilot-Workshop in Deutschland</Title>
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          <Firstname>Sabine</Firstname>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum W&#252;rzburg, Klinik und Poliklinik f&#252;r Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gef&#228;&#223;- und Kinderchirurgie, W&#252;rzburg, Deutschland</Affiliation>
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          <Lastname>Warnken</Lastname>
          <LastnameHeading>Warnken</LastnameHeading>
          <Firstname>Iris</Firstname>
          <Initials>I</Initials>
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          <Affiliation>Universit&#228;t Augsburg, Medizinische Fakult&#228;t &#47; Departement of Medical Education Augsburg, Augsburg, Deutschland</Affiliation>
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        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <DatePublished>20250908</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingId>M0626</MeetingId>
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        <MeetingName>Jahrestagung der Gesellschaft f&#252;r Medizinische Ausbildung (GMA)</MeetingName>
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        <MeetingSession>V-16 Gender, Diversity und Karriere</MeetingSession>
        <MeetingCity>D&#252;sseldorf</MeetingCity>
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          <DateFrom>20250908</DateFrom>
          <DateTo>20250910</DateTo>
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    <ArticleNo>V-16-02</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Zielsetzung: </Mark1>Sexuelle Bel&#228;stigung ist im Medizinstudium weit verbreitet und kann sowohl durch Lehrende als auch durch Patient&#42;innen erfolgen. Dennoch erhalten Medizinstudierende bislang keine gezielte Schulung, die sie auf den Umgang mit sexueller Bel&#228;stigung im klinischen Umfeld vorbereitet. Zudem existieren keine deutschsprachigen Ressourcen, die Medizinstudierenden als Orientierungshilfe im Umgang mit durch Patient&#42;innen ver&#252;bter sexueller Bel&#228;stigung dienen k&#246;nnten. Dieser Beitrag beschreibt erste Erfahrungen mit einem interaktiven Seminar zum Umgang mit sexueller Bel&#228;stigung an der Medizinischen Fakult&#228;t der Universit&#228;t Augsburg. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden:</Mark1> Ein 90-min&#252;tiges Seminar zum Umgang mit sexueller Bel&#228;stigung im Medizinstudium wurde an der Universit&#228;t Augsburg entwickelt, implementiert und evaluiert. Ziel des Seminars war es, Medizinstudierende f&#252;r das Erkennen und ad&#228;quate Reagieren auf sexuelle Bel&#228;stigung w&#228;hrend des Studiums zu sensibilisieren und zu schulen. Das Seminar umfasste interaktive Methoden sowie Rollenspiele, um Kommunikationsstrategien zu vermitteln und einzu&#252;ben. Alle Teilnehmenden f&#252;llten einen Evaluationsfragebogen aus, der eine retrospektive Selbsteinsch&#228;tzung ihrer F&#228;higkeit zur Identifikation und Bew&#228;ltigung sexueller Bel&#228;stigung beinhaltete.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Insgesamt nahmen im Wintersemester 2023&#47;2024 20 von 67 eingeladenen Studierenden an vier Seminarterminen teil und schlossen die Evaluation ab. Weibliche Teilnehmende berichteten signifikant h&#228;ufiger &#252;ber pers&#246;nliche Erfahrungen mit sexueller Bel&#228;stigung als m&#228;nnliche Teilnehmende. M&#228;nner zeigten eine leicht h&#246;here Tendenz, sexuelle Bel&#228;stigung direkt anzusprechen, allerdings ohne statistische Signifikanz. Nach dem Seminar gaben die Teilnehmenden in ihrer Selbsteinsch&#228;tzung an, sich signifikant besser auf den Umgang mit sexueller Bel&#228;stigung vorbereitet zu f&#252;hlen. Die st&#228;rksten Effekte wurden in den Bereichen der Definition sexueller Bel&#228;stigung, der Reaktion als Betroffene<Mark2>r, der Intervention als Beobachter</Mark2>in sowie der Suche nach professioneller Unterst&#252;tzung festgestellt. Geschlechtsspezifische Unterschiede waren in diesen Bereichen nicht signifikant.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion: </Mark1>Das Seminar schlie&#223;t eine bestehende L&#252;cke in der medizinischen Ausbildung und stellt eine wertvolle Erg&#228;nzung im Bereich der kommunikativen Schulung dar. Die Teilnehmenden bewerteten insbesondere die Rollenspiele und das praktische &#220;ben von Reaktionsm&#246;glichkeiten als besonders hilfreich. Eine Ausweitung des Programms sowie eine fr&#252;here Implementierung im Curriculum werden empfohlen.</Pgraph></TextBlock>
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