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    <IdentifierDoi>10.3205/26kgg200</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26kgg2003</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Zeit f&#252;r Gesundheit&#63;&#33; &#8211; Chrono-Normativit&#228;t, imposed temporalities und Zeitsouver&#228;nit&#228;t in der Gesundheitsversorgung</Title>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsmedizin Charit&#233; Berlin, Institut f&#252;r Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft, Berlin, Deutschland</Affiliation>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsmedizin Charit&#233; Berlin, Institut f&#252;r Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft, Berlin, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <DatePublished>20251030</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingId>M0662</MeetingId>
        <MeetingSequence>200</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Sozialmedizin und Pr&#228;vention</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V.</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Medizinische Soziologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>60. Kongress f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingName>
        <MeetingTitle>Gesundheit gestalten</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Pr&#228;vention</MeetingSession>
        <MeetingCity>G&#246;ttingen</MeetingCity>
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          <DateFrom>20260930</DateFrom>
          <DateTo>20261002</DateTo>
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    <ArticleNo>V-36-03</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> In der Gesundheitswissenschaft wird Zeit bisher als struktureller Faktor der Gesundheitsversorgung selten ber&#252;cksichtigt. Die Zeitlichkeit der Versorgung &#8211; ob die der Patient:innen oder des Personals &#8211; ist allerdings komplex und vielschichtig und hat einen direkten Einfluss u.a. auf die wahrgenommene Behandlungsqualit&#228;t und das individuelle Krankheitserleben, den Zugang zur Versorgung sowie die Organisation der medizinischen Versorgung.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Zielsetzung&#47;Fragestellung:</Mark1> Ziel des Beitrages ist es, f&#252;r Zeit als gesundheitsrelevanten Faktor konzeptionell zu sensibilisieren und kritisch zu reflektieren.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material &#38; Methoden:</Mark1> Es werden sozialtheoretische Zeitkonzepte vorgestellt und anhand empirischer Studien aus unterschiedlichen Feldern der Gesundheitsversorgung werden die konzeptionellen Ideen kontextualisiert.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Nach einer grundlegenden Einf&#252;hrung der Idee einer &#8218;sozialen Zeit&#8216;, wird das Konzept der Chrono-Normativit&#228;t ausbuchstabiert, welches daf&#252;r argumentiert, dass das Verst&#228;ndnis von Zeitlichkeit im Gesundheitswesen auf bestimmten dominierenden Vorstellungen &#8218;richtiger Zeit&#8216; beruht. So sind z.B. Versorgungsprozesse chronologisch fortschreitend und fortschrittsorientiert, friktionsfrei synchronisierbar, eindeutig berechenbar und beliebig beschleunigbar. </Pgraph><Pgraph>Die (praxissoziologischen) Begriffe der imposed temporalities und der temporal rhythms beleuchten was Chrono-normativit&#228;t bewirkt: Zeitstrukturen werden Patient:innen und Versorgenden implizit aufoktroyiert. Somit werden auch Machtdiskrepanzen durch die Zeit der Versorgung (re-)produziert.</Pgraph><Pgraph>Demgegen&#252;ber wird der Begriff der Zeitsouver&#228;nit&#228;t gestellt, um zu zeigen, wie ungleich verteilte M&#246;glichkeiten &#252;ber Zeitverh&#228;ltnisse mitzubestimmen, die Gesundheitsversorgung pr&#228;gen. Der Begriff er&#246;ffnet nicht zu Letzt ein Handlungsfenster, hegemoniale Zeitstrukturen und deren Auswirkungen kritisch zu hinterfragen, alternative Rhythmen und Temporalit&#228;ten sowie Gerechtigkeitsfragen zu thematisieren und einen institutionellen Wandel anzusto&#223;en. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1> Unter der Anwendung der konzeptionellen Bez&#252;ge wird deutlich, dass Zeit eine institutionelle Herrschaftsform ist, die Reihenfolge, Rhythmus und Tempo von Versorgungspraktiken normativ reguliert. Der Zusammenhang von Zeit und Macht ist damit ein zentrales Thema f&#252;r empirische Gesundheitsforschung wie auch Gerechtigkeitsfragen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Take Home Message f&#252;r die Praxis:</Mark1> Sozialtheoretische Zeitkonzepte er&#246;ffnen die M&#246;glichkeit verschiedene Aspekte der Gesundheitsversorgung auf innovative Weise zu verstehen und zu beschreiben und in der Folge besser zu gestalten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Interessenkonflikt:</Mark1> Es liegen keine Interessenskonflikte vor.</Pgraph></TextBlock>
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