<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.34/GmsArticle.dtd">
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>26kgg038</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/26kgg038</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26kgg0385</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Altersbilder im Kontext medizinischer Entscheidungsfindung</Title>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Mohacsi</Lastname>
          <LastnameHeading>Mohacsi</LastnameHeading>
          <Firstname>Laura</Firstname>
          <Initials>L</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin, G&#246;ttingen, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="yes">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Kleinert</Lastname>
          <LastnameHeading>Kleinert</LastnameHeading>
          <Firstname>Evelyn</Firstname>
          <Initials>E</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen, Institut f&#252;r Allgemeinmedizin, G&#246;ttingen, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20251030</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Meeting>
        <MeetingId>M0662</MeetingId>
        <MeetingSequence>038</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Sozialmedizin und Pr&#228;vention</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V.</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Medizinische Soziologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>60. Kongress f&#252;r Allgemeinmedizin und Familienmedizin</MeetingName>
        <MeetingTitle>Gesundheit gestalten</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Themen am Lebensende</MeetingSession>
        <MeetingCity>G&#246;ttingen</MeetingCity>
        <MeetingDate>
          <DateFrom>20260930</DateFrom>
          <DateTo>20261002</DateTo>
        </MeetingDate>
      </Meeting>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>V-07-05</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> W&#228;hrend die Zusammenh&#228;nge zwischen der eigenen Alterswahrnehmung und der Gesundheit sowie gesundheitsbezogenem Verhalten relativ gut erforscht sind, gibt es bisher nur wenige Publikationen dazu, wie die eigene Alterswahrnehmung die medizinische Entscheidungsfindung beeinflusst. Auch die Altersbilder von Pflegekr&#228;ften und &#196;rzt:innen und deren Einfluss auf Entscheidungsprozesse sind bislang wenig erforscht.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Zielsetzung&#47;Fragestellung:</Mark1> Vor diesem Hintergrund wurde untersucht, welche Altersbilder &#196;rzt:innen, Pflegekr&#228;fte und Personen ab 75 Jahren haben und welche Rolle diese in Argumentationen zu medizinischen Entscheidungen im hohen Alter spielen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material &#38; Methoden:</Mark1> In einem qualitativen Forschungsdesign wurden 16 Fokusgruppendiskussionen (N&#61;79) gef&#252;hrt &#8211; f&#252;nf mit &#196;rzt:innen (n&#61;24), f&#252;nf mit Pflegekr&#228;ften (n&#61;28) und sechs mit Senior:innen ab 75 Jahren (n&#61;27). Die Diskussionen wurden von zwei Fallbeispielen typischer geriatrischer Entscheidungssituationen angesto&#223;en. Zus&#228;tzlich wurden acht Personen ab 75 Jahren, die alters- oder gesundheitsbedingt nicht an einem Gruppengespr&#228;ch teilnehmen konnten, einzeln interviewt. Die Daten wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Die Auswertung ergab vier wesentliche Altersbilder: (1) Alter bedeutet Freiheit und Autonomie, (2) Alter bedeutet Verfall oder zumindest ein Risiko daf&#252;r, (3) Alter bringt altersbedingte Aufgaben mit sich, (4) Alter bedeutet, dass das Sterben n&#228;her r&#252;ckt. Diese Altersbilder stehen in Wechselwirkung zueinander und f&#252;hren zu einer Verschiebung der W&#252;nsche, Perspektiven, Pr&#228;ferenzen und Priorit&#228;ten in Bezug auf medizinische Behandlungen im hohen Alter. Unter den Senior:innen lie&#223; sich zudem die Tendenz erkennen, dass m&#228;nnliche Teilnehmende sich eher f&#252;r risikoreiche Behandlungen aussprachen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1> W&#228;hrend die Altersbilder der Pflegekr&#228;fte und &#196;rzt:innen eher defizitorientiert waren, konnten die Senior:innen im Alter neben Einschr&#228;nkungen auch einen gro&#223;en Zugewinn an Freiheit erkennen. Allerdings repr&#228;sentieren die Befragten eher eine &#252;berdurchschnittlich gebildete, aktive und gut vernetzte Gruppe &#228;lterer Erwachsener. Die Einzelinterviews bildeten hier einen deutlichen Kontrast.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Take Home Message f&#252;r die Praxis:</Mark1> &#196;ltere Menschen verbinden mit dem Alter nicht nur Verlust, sondern auch Autonomie und neue Freiheiten. F&#252;r eine patientenzentrierte Versorgung sollte in Gespr&#228;chen ber&#252;cksichtigt werden, wann medizinische Entscheidungen im hohen Alter prim&#228;r dazu dienen sollten, diese Freiheiten zu erhalten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Interessenkonflikte:</Mark1> Keine</Pgraph></TextBlock>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>