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      <Title language="de">Amnionmembrantransplantation bei Hornhautperforation</Title>
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        <MeetingSession>Hornhaut und Augenoberfl&#228;che</MeetingSession>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Die Amnionmembrantransplantation (AMT) ist ein etabliertes Verfahren zur Behandlung unterschiedlicher Hornhauterkrankungen und kann bei ausgew&#228;hlten kleinen Hornhautperforationen einen tektonischen Verschluss erm&#246;glichen. Dadurch kann eine Keratoplastik &#224; chaud im akut entz&#252;ndeten Auge gegebenenfalls vermieden oder auf einen sp&#228;teren elektiven Zeitpunkt verschoben werden. Anhand eines klinischen Falls untersuchen wir die Wirksamkeit einer mehrschichtigen AMT bei einer parazentralen Hornhautperforation.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden:</Mark1> Bei einem Patienten mit neurotrophem Hornhautulkus, einer ca. 1,5 mm gro&#223;en parazentralen Perforation, Irisinkarzeration und abgeflachter Vorderkammer erfolgte eine mehrschichtige AMT in Anlehnung an etablierte Inlay- und Multilayer-Techniken. Ein St&#252;ck trockener Amnionmembran wurde als Inlay mit 10-0-Nylon-Einzelkn&#252;pfn&#228;hten fixiert und durch eine dreilagige Amnionmembran abgedeckt. Die inkarzerierte Iris wurde &#252;ber eine Parazentese reponiert und die Vorderkammer mittels Luftf&#252;llung wiederhergestellt. Abschlie&#223;end wurde eine Verbandkontaktlinse eingesetzt. Fibrinkleber kam nicht zum Einsatz. Im postoperativen Verlauf wurden Hornhautverschluss, Vorderkammertiefe, Reperforation und die Notwendigkeit einer Keratoplastik dokumentiert.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Postoperativ zeigte sich ein dichter Verschluss der Hornhautperforation. Nach Reposition der Iris und Luftf&#252;llung konnte die pr&#228;operativ abgeflachte Vorderkammer stabil wiederhergestellt werden. Bei der klinischen Kontrolle nach acht Wochen war die Hornhaut weiterhin geschlossen und stabil. Eine Reperforation trat nicht auf; eine Keratoplastik war im bisherigen Verlauf nicht erforderlich.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Der vorgestellte Fall zeigt, dass eine mehrschichtige AMT auch bei einer etwa 1,5 mm gro&#223;en parazentralen Hornhautperforation einen stabilen Verschluss erm&#246;glichen und eine Keratoplastik zun&#228;chst vermeiden kann. Dies steht im Einklang mit publizierten Fallserien, die insbesondere bei kleineren Perforationen g&#252;nstige Ergebnisse der AMT zeigen. Defektgr&#246;&#223;e, Lokalisation und zugrunde liegende Hornhauterkrankung m&#252;ssen bei der Indikationsstellung gemeinsam ber&#252;cksichtigt werden. Aufgrund des relevanten Reperforationsrisikos im l&#228;ngerfristigen Verlauf ist eine kontinuierliche Nachsorge erforderlich.</Pgraph></TextBlock>
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