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    <IdentifierDoi>10.3205/26rma18</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26rma189</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Verteilung schwerer Augenverletzungen aus Krisen- und Konfliktgebieten im deutschen Gesundheitssystem: Eine szenariobasierte Kapazit&#228;tsanalyse</Title>
      <TitleTranslated language="en">Distribution of severe ocular injuries from crisis and conflict zones within the German healthcare system: A scenario-based capacity analysis</TitleTranslated>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Verein Rhein-Mainischer Augen&#228;rzte</MeetingCorporation>
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        <MeetingSession>Retina II &#8211; OCT, vitreoretinale Chirurgie, Trauma und Versorgung</MeetingSession>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Strategische medizinische Evakuierungen aus Krisen- und Konfliktgebieten k&#246;nnen innerhalb kurzer Zeit zu einem starken Zustrom schwer verletzter Patienten f&#252;hren. Augenverletzungen erfordern h&#228;ufig eine zeitkritische mikrochirurgische Versorgung und wiederholte operative Eingriffe. Es ist bislang unklar, ob die augen&#228;rztliche Versorgung in Deutschland einen anhaltenden Zustrom solcher Patienten bew&#228;ltigen kann.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden:</Mark1> Wir f&#252;hrten eine szenariobasierte Simulation der Transport- und Behandlungskette durch, von der internationalen strategischen medizinischen Evakuierung bis zur station&#228;ren augen&#228;rztlichen Versorgung in Deutschland. Die Transportlogistik wurde mit der Simulationssoftware ComPaT (IABG mbH, Deutschland) modelliert. Das Modell ber&#252;cksichtigte Verf&#252;gbarkeit, Auslastung und Patientenkapazit&#228;t verschiedener medizinischer Transportmittel, Transportgeschwindigkeiten sowie die Nutzung und Auslastung der Stra&#223;en-, Schienen- und Luftverkehrsnetze. Zus&#228;tzlich wurde die Verteilung der Patienten auf der &#8222;letzten Meile&#8220; von Bahnh&#246;fen und Flugh&#228;fen zu den Zielkliniken simuliert. In das Modell flossen &#246;ffentlich verf&#252;gbare Daten zu medizinischen Transportkapazit&#228;ten, zum deutschen Kleeblatt-Konzept zur &#252;berregionalen Patientenverlegung sowie zu 94 universit&#228;ren und nicht-universit&#228;ren Augenkliniken ein. F&#252;r ein strategisches Massenanfall-Szenario mit 1.000 Verwundeten pro Tag wurde ein anhaltender Zustrom von 45 Patienten mit schweren Augenverletzungen pro Tag angenommen. Die augen&#228;rztliche Bettenbelegung im Flie&#223;gleichgewicht (Steady State) wurde f&#252;r station&#228;re Verweildauern von 3 bis 10 Tagen berechnet.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Die gesch&#228;tzte mittlere station&#228;re Kapazit&#228;t der deutschen Augenkliniken lag bei etwa 2.180 Betten, davon 1.173 an Universit&#228;tsaugenkliniken. Ein anhaltender Zustrom von 45 Patienten pro Tag w&#252;rde je nach Verweildauer 135 bis 450 Betten binden. Bei einer Verweildauer von 7 Tagen w&#228;ren 315 Betten belegt. Dies entspr&#228;che 26,9&#37; der universit&#228;ren und 14,4&#37; der gesamten bundesweiten augen&#228;rztlichen Bettenkapazit&#228;t. Bei einer Verweildauer von 10 Tagen stiegen diese Anteile auf 38,4&#37; bzw. 20,6&#37;. Neben der Bettenverf&#252;gbarkeit identifizierte die Simulation die Verf&#252;gbarkeit und Auslastung der Transportmittel, Engp&#228;sse in den Verkehrsnetzen sowie die Verteilung von den Ankunftsorten auf der letzten Meile als relevante logistische Flaschenh&#228;lse. Weitere Limitierungen ergaben sich aus der Konzentration vitreoretinaler OP-Kapazit&#228;ten und aus dem Umgang mit kontaminierten Verletzungen und multiresistenten Erregern.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen:</Mark1> Die nominelle bundesweite augen&#228;rztliche Bettenkapazit&#228;t erscheint f&#252;r ein begrenztes Massenanfall-Szenario zun&#228;chst ausreichend. Eine gleichm&#228;&#223;ige Verteilung der Patienten ist jedoch kaum realisierbar, da sich mikrochirurgische Expertise und OP-Ressourcen auf ausgew&#228;hlte Zentren konzentrieren. Die Vorbereitung sollte daher ein koordiniertes Hub-and-Spoke-Netzwerk, vorab definierte Triage- und Zuweisungskriterien, die B&#252;ndelung von Transport-, Personal- und OP-Ressourcen sowie belastbare Hygiene- und Isolationskonzepte umfassen. Da es sich um eine szenariobasierte Simulation und nicht um eine validierte Bedarfsprognose handelt, sollten die zugrunde liegenden Annahmen vor einer operativen Umsetzung anhand realer Daten zu Evakuierung, Behandlung und Verweildauer &#252;berpr&#252;ft werden.</Pgraph></TextBlock>
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