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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26dgh467</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Erste Isolierung von Gibbsiella quercinecans bei einer posttraumatischen Infektion des Fingers</Title>
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          <Affiliation>Abteilung f&#252;r Hand-, Plastische und Mikrochirurgie, Schwerbrandverletztenzentrum, Berufsgenossenschaftliches Klinikum, Hamburg, Deutschland</Affiliation>
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          <Affiliation>Institut f&#252;r Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene, Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Hamburg, Deutschland</Affiliation>
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          <Lastname>Berinson</Lastname>
          <LastnameHeading>Berinson</LastnameHeading>
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          <Affiliation>Institut f&#252;r Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene, Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Hamburg, Deutschland</Affiliation>
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          <Lastname>Rein</Lastname>
          <LastnameHeading>Rein</LastnameHeading>
          <Firstname>Susanne</Firstname>
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          <Affiliation>Abteilung f&#252;r Hand-, Plastische und Mikrochirurgie, Schwerbrandverletztenzentrum, Berufsgenossenschaftliches Klinikum, Hamburg, Deutschland</Affiliation>
          <Affiliation>Abteilung f&#252;r Unfallchirurgie und Orthop&#228;die, Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Hamburg, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <DatePublished>20261008</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Handchirurgie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>66. Kongress der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Handchirurgie</MeetingName>
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        <MeetingSession>Posterbegehung 3</MeetingSession>
        <MeetingCity>Bremen</MeetingCity>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Fragestellung:</Mark1> Bei posttraumatischen Infektionen der Hand ist das chirurgische Debridement ein wesentlicher Aspekt der Therapie. Neben typischen Erregern spielen bei Verletzungen im Freien seltene Umweltkeime eine Rolle. <Mark2>Gibbsiella quercinecans</Mark2> ist ein pflanzenassoziiertes Bakterium, das im Zusammenhang mit dem akuten Eichensterben beschrieben wurde und bisher noch nicht in humanen Gewebeproben nachgewiesen wurde. Wir pr&#228;sentieren einen Fall der, unseres Wissens nach, die erste Isolierung von G. quercinecans aus einer Infektion beim Menschen darstellt. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Methodik:</Mark1> Ein 60-j&#228;hriger Patient stellte sich nach Fahrradsturz mit einer zwei Tage alten, prim&#228;r versorgten Schnittverletzung des linken Daumens vor. Bei zunehmenden Schmerzen, R&#246;tung und purulenter Sekretion wurde die Indikation zur operativen Therapie gestellt. Intraoperativ zeigte sich eine phlegmon&#246;se Weichteilinfektion mit 30&#37;iger L&#228;sion des Sehnendurchmessers des M. extensor pollicis longus und Er&#246;ffnung des Interphalangealgelenks ohne Hinweis auf ein Empyem. Es erfolgten ein radikales D&#233;bridement mit Entnahme von Abradaten zur mikrobiologischen Untersuchung, die Wundsp&#252;lung und Rekonstruktion der Strecksehne, der prim&#228;re Wundverschluss sowie die intraven&#246;se antibiotische Therapie kalkuliert mit Cefazolin. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> In den intraoperativ gewonnenen Gewebeproben wurde ein gramnegatives St&#228;bchenbakterium in Reinkultur nachgewiesen. Die konventionelle mikrobiologische Diagnostik mit MALDI-TOF, englisch: matrix-assisted laser desorption ionization time-of-flight mass spectrometry,- und 16S-rDNA-Analysen ergab keine eindeutige Identifikation der Spezies. Erst durch die Ganzgenomsequenzierung gelang die eindeutige Spezifikation als <Mark2>G. quercinecans</Mark2>. Der Erreger zeigte ein sensibles Resistenzprofil ohne Nachweis klinisch relevanter Resistenzgene auf die standardisiert in der Handchirurgie eingesetzten Antibiotika. Durch das operative Debridement und die antibiotische Therapie mit Cefazolin kam es zu einer raschen lokalen Befundbesserung. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Der vorliegende Fall beschreibt erstmalig den Nachweis von <Mark2>G. quercinecans</Mark2> bei einer Infektion der Hand. Bei posttraumatischen Infektionen nach Exposition im Freien sollte somit differenzialdiagnostisch auch an seltene Umweltkeime gedacht werden. Der Fall unterstreicht zudem die Limitation konventioneller mikrobiologischer Diagnostik sowie den zunehmenden Stellenwert molekularer Verfahren bei unklarer Erregeridentifikation. Entscheidend f&#252;r den Therapieerfolg bleibt das fr&#252;hzeitige chirurgische Debridement. Vor dem Hintergrund sich ver&#228;ndernder Umweltbedingungen und m&#246;glicher Einfl&#252;sse durch den Klimawandel k&#246;nnte das bisher seltene Auftreten von Umweltpathogenen in klinischen Infektionen k&#252;nftig an Bedeutung gewinnen.</Pgraph></TextBlock>
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