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      <Title language="de">Prim&#228;re intravitreale Antibiotikaeingabe versus prim&#228;re Vitrektomie bei postinjektionsbedingter Endophthalmitis &#8211; eine retrospektive monozentrische Analyse &#252;ber die letzten 10 Jahre</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Ziel:</Mark1> Die Endophthalmitis stellt eine der schwerwiegendsten Komplikationen nach intravitrealer Injektion dar und kann unbehandelt zur Erblindung f&#252;hren. Therapeutische Optionen sind eine prim&#228;re Pars-Plana-Vitrektomie (PPV) mit Antibiotikaeingabe oder eine prim&#228;re intravitreale antibiotische Therapie (IVAT), die je nach Verlauf von einer PPV gefolgt sein kann. Ziel dieser Studie war es, das therapeutische Outcome beider Strategien bei Patienten mit postinjektionsbedingter Endophthalmitis zu vergleichen. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Methode:</Mark1> In dieser retrospektiven Kohortenstudie wurden alle Patienten mit postinjektionsbedingter Endophthalmitis und einem Follow-up von mind. 3 Monaten eingeschlossen, die zwischen M&#228;rz 2014 und August 2025 an der Augenklinik und Poliklinik der LMU M&#252;nchen behandelt wurden. Die Studienpopulation bestand aus 43 Patienten (25 weiblich, 18 m&#228;nnlich; Alter 72,3&#177;15,8 Jahre, Mittelwert&#177;Standardabweichung), von denen bei 21 das rechte und bei 22 das linke Auge betroffen war. Bei 23 Patienten lag ein Diabetes mellitus vor. Alle F&#228;lle wurden am Tag oder in der Nacht der Diagnosestellung behandelt. Das regul&#228;re Therapieregime bis ca. Juni 2020 beinhaltete intravitreal Vancomycin &#43; Amikacin &#43; Dexamethason und intraven&#246;s Imipenem, ab Juni 2020 intravitreal Vancomycin &#43; Ceftazidim &#43; Dexamethason und oral Moxifloxacin. Anhand der digitalen Patientenakte wurden u.a. der Visusverlauf, der Bedarf einer sekund&#228;ren Vitrektomie, und die Keimnachweisrate untersucht. F&#252;r die statistische Analyse wurden Snellen oder dezimale Visuswerte in LogMAR umgerechnet. Die Visusangaben Lichtscheinwahrnehmung, Handbewegung und Fingerz&#228;hlen wurden nach Moussa et al. (PMID: 33326177) als LogMAR-Werte wiedergegeben. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnis:</Mark1> Bei 60,5&#37; der Patienten handelte es sich bei der ausl&#246;senden intravitrealen Injektion um anti-VEGF, bei 9,3&#37; um ein Steroid (Rest unbekannt). Bei 65,1&#37; bestand eine zugrundeliegende neovaskul&#228;re altersabh&#228;ngige Makuladegeneration, bei 20,9&#37; ein diabetisches Makula&#246;dem. Zwischen der ausl&#246;senden intravitrealen Injektion und dem Symptombeginn lagen 3,8&#177;2,7 Tage, zwischen Symptombeginn und Endophthalmitis-Therapie 1,6&#177;1,4 Tage. Bei 16 Patienten (37,2&#37;) erfolgte eine prim&#228;re IVAT, bei 27 Patienten (62,7&#37;) eine prim&#228;re PPV. Patienten mit prim&#228;rer PPV wiesen bei Diagnosestellung h&#228;ufiger eine Pseudophakie und tendenziell ausgepr&#228;gtere Befunde auf (Vorliegen von Hypopion, eingetr&#252;bter Cornea oder Augeninnendruckentgleisung, Fehlen von Funduseinblick&#47;-rot). Von den 16 mit prim&#228;rer IVAT behandelten Patienten erhielten 13 im Verlauf eine PPV. Bei 3 Patienten (18,8&#37;) konnte auf eine PPV verzichtet werden. Zwei dieser Patienten waren bei Diagnosestellung phak. Von den 27 mit prim&#228;rer PPV behandelten Patienten erfolgte bei 2 Patienten eine zweite PPV. Eine Glask&#246;rper- oder Vorderkammerprobe wurde bei 62,5&#37; der Patienten mit prim&#228;rer IVAT und bei allen Patienten mit prim&#228;rer PPV gewonnen. Ein Keimnachweis gelang bei 50,0&#37; der Proben von Patienten mit prim&#228;rer IVAT und bei 59,3&#37; der Patienten mit prim&#228;rer PPV. Bei 2 Patienten (PPV-Gruppe) wurden Resistenzen auf therapeutisch angewandte Antibiotika nachgewiesen (auf alle Proben 5,5&#37;). Der Visus bei Diagnosestellung war vor prim&#228;rer IVAT etwas besser als vor prim&#228;rer PPV (LogMAR IVAT 2,0&#177;0,7; PPV 2,3&#177;0,3; p&#61;0,01). Bei den Kontrollen nach 1, 3, 6, 12 und 24 Monaten zeigte sich kein Unterschied zwischen beiden Gruppen. Der Visus stieg kontinuierlich an, nach 1 Monat auf je 1,2&#177;0,8 in beiden Gruppen (p&#61;0,98; IVAT n&#61;12; PPV n&#61;18), nach 12 Monaten auf 0,8&#177;0,7 (IVAT n&#61;9) und 1,0&#177;0,7 (PPV n&#61;14; p&#61;0,52) und nach 24 Monaten auf 0,6&#177;0,4 (IVAT n&#61;6) und 0,5&#177;0,4 (PPV n&#61;6; p&#61;0,59).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Bei sorgf&#228;ltiger Patientenselektion und z&#252;giger Versorgung ist die prim&#228;re IVAT der prim&#228;ren PPV gleichwertig. In einigen F&#228;llen kann bei prim&#228;rer IVAT auf eine PPV verzichtet werden und bei phaken Patienten eine Katarakt-Operation vermieden oder hinausgez&#246;gert werden. Es bedarf gr&#246;&#223;erer multizentrischer Studien, um die &#220;bertragbarkeit der Ergebnisse dieser Studie zu pr&#252;fen.</Pgraph></TextBlock>
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