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      <Title language="de">Silikon&#246;l-assoziierte Visusminderung bei Ablatio mit anliegender Makula &#8211; hat die Dauer der Endotamponade einen Einfluss auf das Ergebnis&#63;</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Retinologische Gesellschaft</MeetingCorporation>
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        <MeetingSession>PVR Amotio</MeetingSession>
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    <ArticleNo>26rg47</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Ziel:</Mark1> Die unklare Visusminderung (unexplained visual loss, UVL) in Assoziation mit Silikon&#246;l (SiO) ist ein seltenes, aber gravierendes Ph&#228;nomen nach Ablatio-Chirurgie. Insbesondere nach pars-plana-Vitrektomie (ppV) bei Ablatio mit anliegender Makula besteht ein erh&#246;htes Risiko f&#252;r eine irreversible Sehminderung definiert als Verlust von mindestens 2 Zeilen (in der Literatur Inzidenz bis zu 50&#37;). Gleichzeitig ist die Pathophysiologie des UVL weiterhin ungekl&#228;rt, wobei es Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Dauer der Tamponade gibt. Aufgrund zunehmender Fallberichte von UVL wurde an unserer Klinik ab 2020 eine Verk&#252;rzung der Tamponade mit SiO bei F&#228;llen mit anliegender Makula etabliert. Diese Arbeit zielt darauf ab, den Effekt einer verk&#252;rzten Tamponade (&#8804; 60 Tage) im Vergleich zur Langzeittamponade mit SiO (&#62; 60 Tage) hinsichtlich anatomischer und funktioneller Ergebnisse zu untersuchen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methode:</Mark1> Anhand einer retrospektiven Auswertung aller Ablationes mit anliegender Makula, die im Zeitraum von 1&#47;2020&#8211;12&#47;2025 mittels ppV und prim&#228;rer SiO Tamponade versorgt wurden, sollen funktionelle und anatomische Resultate analysiert werden. Eingeschlossen wurden alle Augen mit stringent dokumentiertem klinischem Verlauf, Fundusskizze und OCT-Bildgebung sowie einem minimalen Follow-up Zeitraum von 2 Monaten nach der Entfernung des SiO. Bei 25 Augen (68&#37;) wurde die Entfernung von SiO innerhalb von 60 Tagen nach prim&#228;rer OP durchgef&#252;hrt. Aufgrund organisatorischer Umst&#228;nde (Corona-Situation, OP-Kapazit&#228;t) oder Patienten-assoziierter Faktoren (Terminverschiebung, Erkrankung) verblieb bei 12 Augen (32&#37;) das Silikon&#246;l l&#228;nger als 60 Tage. Diese beiden Gruppen (Gruppe 1, n &#61; 25: Kurzzeittamponade vs. Gruppe 2, n &#61; 12: Langzeittamponade) wurden hinsichtlich der Visusentwicklung und des Auftretens postoperativer Komplikationen (insbesondere H&#228;ufigkeit von UVL) miteinander verglichen. Voroperierte Augen (ausgenommen unkomplizierte Katarakt-OP) wurden ausgeschlossen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnis:</Mark1> Bei 37 Augen (57&#37; rechts) von 36 Patienten (75&#37; M&#228;nner) mit einem mittleren Alter von 59 Jahren (SD 14,6) erfolgte aufgrund einer Ablatio mit anliegender Makula eine ppV mit SiO (5000 cST). Die Gr&#252;nde f&#252;r SiO waren: Vorliegen eines Riesenrisses (n &#61; 22), Schisisablatio (n &#61;7), inferiore L&#246;cher (n &#61; 3), vitreoretinale Dysgenesie bei Stickler-Syndrom (n &#61; 2) und &#228;ltere Ablatio mit versteifter Netzhaut (n &#61;2). Bei allen Augen wurde eine prim&#228;re Netzhautanlage erreicht. Eine Re-Ablatio trat nicht auf. Bei 14 von 15 phaken Augen wurde eine Phakovitrektomie durchgef&#252;hrt, bei 22 Augen lag bereits eine Pseudophakie vor. Ein 19-j&#228;hriger Patient mit Ablatio wurde phak belassen und entwickelte bisher keine postoperative Linsentr&#252;bung. In Gruppe 1 (Kurzzeittamponade) wurde das SiO im Mittel nach 36 Tagen (SD 13,4; range 4&#8211;60) entfernt. In Gruppe 2 (Langzeittamponade) erfolgte die Silikon&#246;lablassung nach 92 Tagen (SD 20,9; range 61&#8211;131). In der Langzeit-Gruppe lag der bestkorrigierte Visus (BCVA) initial bei 0,3 logMAR (SD 0,21; range 0&#8211;0,7; entsprechend Dezimal 0,5) und final bei 0,5 logMAR (SD 0,34; range 0&#8211;1,0; entsprechend Dezimal 0,3), w&#228;hrend in der Kurzzeit-Gruppe der BCVA pr&#228;operativ bei 0,3 (SD 0,29; range 0&#8211;1,0; entsprechend Dezimal 0,5) und postoperativ bei 0,3 (SD 0,28; range 0&#8211;1,0; entsprechend ebenfalls Dezimal 0,5) lag. Der finale BCVA nach Entfernung von SiO war in Gruppe 1 signifikant besser als in Gruppe 2 (p &#61; 0,034). Hinsichtlich intraoperativer Parameter (betroffene Quadranten, Schnitt-Naht-Zeit, Verwendung von Kryo-&#47;Laserpexie, Laserspots) und postoperativer Faktoren (minimaler&#47;maximaler IOD, CFT w&#228;hrend und nach SiO) fanden sich keine Unterschiede zwischen beiden Gruppen. In der Kurzzeit-Gruppe 1 trat kein Fall von UVL auf, w&#228;hrend in der Langzeit-Gruppe 2 bei 5 von 12 Augen (42&#37;) ein UVL von durchschnittlich -4 Zeilen (SD 2,3; range -2 bis -8) ohne morphologisches Korrelat auftrat. Der mittlere Follow-up Zeitraum nach der Silikon&#246;lentfernung betrug 7 Monate (SD 6,7; range 2- 24 Monate).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Unsere Auswertung zeigt bei Augen mit k&#252;rzerer Silikon&#246;ltamponade (&#8804; 60 Tage) nach Ablatio-OP bei anliegender Makula signifikant bessere funktionelle Ergebnisse im Vergleich zur l&#228;ngeren Dauer der Tamponade, wobei in der Langzeit-Gruppe (&#62; 60 Tage) in 42&#37; eine morphologisch nicht erkl&#228;rbare Visusminderung auftrat. Limitierend sei angemerkt, dass die Auswertung retrospektiv, monozentrisch und anhand einer kleinen Fallzahl erfolgte. Weiterhin ist aufgrund der Seltenheit einer prim&#228;ren Silikon&#246;ltamponade bei prim&#228;r anliegender Makula und der individuell durch den Operateur anhand des intraoperativen Befundes festlegten Selektion der Endotamponade eine prospektive Erhebung &#228;u&#223;erst schwierig.</Pgraph></TextBlock>
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