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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Genvarianten periodischer Fiebersyndrome k&#246;nnen an ungew&#246;hnlichen und schweren Verl&#228;ufe rheumatischer Erkrankungen beteiligt sein</Title>
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      <DatePublished>20260909</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Rheumatologie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;dische Rheumatologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingName>54. Kongress der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh), 36. Jahrestagung der Gesellschaft f&#252;r Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR), 40. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;dische Rheumatologie (DGORh)</MeetingName>
        <MeetingTitle>Deutscher Rheumatologiekongress 2026</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Verschiedenes</MeetingSession>
        <MeetingCity>Leipzig</MeetingCity>
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          <DateFrom>20260909</DateFrom>
          <DateTo>20260912</DateTo>
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    <ArticleNo>VS.11</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung: </Mark1>Autoinflammatorische Fiebersyndrome gelten als genetisch bedingte Erkrankungen des Kindesalters, sie sind durch die Fortschritte der Gendiagnostik zunehmend erforscht. Zahreiche Genvarianten sind beschrieben, deren Bedeutung f&#252;r die Klinik zum Teil unklar ist (s. Infevers Datenbank). Der dramatische Verlauf einer 75-j&#228;hrigen Patientin im Jahr 2018 lie&#223; uns auf diese genetischen Erkrankungen bei &#228;lteren Rheumapatienten aufmerksam werden. Diese Frau (Fall 1 in den Tabellen 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table" /> und 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table" />) wurde wegen einer undifferenzierten Kollagenose&#47;DD seronegativen rheumatoiden Arthritis &#252;ber 8 Jahre immunsuppressiv behandelt und verschlechterte sich unter der Immunsuppression mit starken Kopfschmerzen, hoher serologischer Entz&#252;ndungaktivit&#228;t und progredienten neurologischen Symptomen bis zur Bettl&#228;gerigkeit ohne dass ein Infekt nachgewiesen werden konnte. Das genetische Screening ergab eine NLRP3 Mutation und die Diagnose CAPS (Cryopirin assoziiertes periodisches Fiebersyndrom), Anakira f&#252;hrte innerhalb weniger Tage zu einer dramatischen Besserung und langfristig zur Wiederherstellung der Mobilit&#228;t und Selbst&#228;ndigkeit. Als Konsequenz wurde bei weiteren therapeutisch unbefriedigend eingestellten Patientinnen das genetische Screening durchgef&#252;hrt, insbesondere wenn fl&#252;chtige, schubartige und&#47;oder K&#228;lte assoziierte Hautsymptome erfragt oder beobachtet werden konnten. Bei gesch&#228;tzt jedem 2. getesteten Patienten wurde eine Verdachtsdiagnose best&#228;tigt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden: </Mark1>Nach schriftlicher Aufkl&#228;rung &#252;ber die genetische Untersuchung erfolgte eine NGS Untersuchung aus EDTA Blut anl&#228;slich einer Routineblutentnahme. Die Sensitivit&#228;t der Detektion von klinisch relevanten Varianten f&#252;r die angewendeten Verfahren betr&#228;gt &#62;98&#37;.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Nach Vorliegen der Genuntersuchung wurde &#252;ber die Umstellung auf eine Anti-IL1 Therapie aufgekl&#228;rt. Bei der ersten Patientin musste die Aufkl&#228;rung &#252;ber den Ehemann erfolgen, da die Patientin selber nicht dazu in der Lage war. Die 2. Patientin war bei nicht erosiver symmetrischer Arthritis der Handgelenke arbeitsunf&#228;hig und pr&#228;sentierte sich im Winter mit Exanthemen der H&#228;nde, die k&#228;lteabh&#228;ngig auftraten. Schwerh&#246;rigkeit und leichte mentale Retardierung sprechen f&#252;r die Diagnose Muckle-Wells-Syndrom (MWS). Heute w&#252;rde die Diagnose wahrscheinlich bereits im Kindesalter gestellt. Das wirksame Anakinra mu&#223;te wegen Hautreaktionen auf Canakinumab umgestellt werden. Hierunter besteht eine anhaltende Beschwerdefreiheit ohne serologische Entz&#252;ndungsaktivit&#228;t. Die 3. Patientin litt an einer seronegativen rheumatoiden Arthritis&#47;DD Psoriasisarthritis und stellte sich nach Umzug mit einem 10-j&#228;hrigen Krankheitsverlauf und multiplen entweder nicht vertragenen oder unwirksamen Basistherapien mit Methotrexat, Leflunomid, Sulfasalazin, Etanercept und Tocilizumab vor. Zuletzt war bei Fingerschwellungen und Schmerzen ein kurzzeitiger Kortisonsto&#223; auch bei nachgewiesener serologischer Entz&#252;ndungsaktivit&#228;t erfolgt. Eine Dauertherapie mit Topiramat erfolgte bei chronischer Migr&#228;ne. Die genetische Analyse ergab eine Arginin121-Glutamin Substitution passend zu einem TRAPS (Tumornekrosefaktor-Rezeptor1-assoziiertes periodisches Fiebersyndrom) und eine Variante im MEFV-Gen (Arg202Gln), die nicht urs&#228;chlich f&#252;r ein famili&#228;res Mittelmeerfieber (FMF) angesehen wird. Bei Intoleranz von Anakinra wurde auch hier Canakinumab mit durchgreifendem Erfolg eingesetzt. Das Medikament wirkt anhaltend auf die Haut, die Gelenke und die Migr&#228;ne, allerdings in maximaler Dosis. Die 4. Patientin stellte sich 2017 mit einer seropositiven rheumatoiden Arthritis mit positiven CCP Antik&#246;rpern und einer Pericarditis bei hoher serologischer entz&#252;ndungsaktivit&#228;t vor. Dem vorangegangen waren Basistherapien mit MTX und MTX &#43; Leflunomid. Unter einer Basistherapie mit Abatacept i.v. (bei Aversion gegen Selbstinjektionen) kam es zu einer vor&#252;bergehenden Remission der RA. 2023 kam es zu einer erneuten therpierefrakt&#228;ren Schubsymptomatik, bei der auch bei hochdosierter Prednisolontherapie noch anhaltende Gelenkschwellungen bestanden. Tofacitinib, Etanercept und Rituximab zeigten sich unwirksam, ein m&#228;&#223;iges Ansprechen zeigte sich auf Tocilizumab. Die genetische Untersuchng zeigte im MEFV Gen heterozygot 3 klinisch relevante Varianten (Lys695Arg; Pro369Ser; Arg408Gln) f&#252;r das FMF. Die Einleitung von Colchicin zus&#228;tzlich zur laufenden Basistherapie hatte hier einen deutlichen Effekt auf die Entz&#252;ndungsaktivit&#228;t. Bei der 5. Patientin fand sich eine anhaltende Diskrepanz zwischen fehlender Arthritis und anhaltender serologischer Entz&#252;ndungsaktivit&#228;t unter einer laufenden Therapie mit Sulfasalazin als im Winter ebenfalls Exantheme der H&#228;nde auffielen. Da die Patientin seit Jahren mit Kortisonsalbe und gelegentlicher oraler Prednisolontherapie zurechtkam, konnte sie sich f&#252;r eine injektionstherapie mit einem IL1-Antagonisten nicht entschlie&#223;en. Sie verstarb pl&#246;tzlich, n&#228;here Informationen waren nicht zu erhalten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung: </Mark1>Die Bedeutung des angeborenen Immunsystems wird erst mit zunehmenden Fortschritten in der Diagnostik in den letzten 20 Jahren erkannt. Gleichzeitig wurden in der 2. H&#228;lfte des letzten Jahrhunderts beschriebene autoinflammatorischen Erkankungen aufgekl&#228;rt und es stehen wirksame Medikamente zur Verf&#252;gung die gef&#228;hrliche Entz&#252;ndungskaskaden unterbrechen k&#246;nnen. Aufgrund unserer Beobachtungen m&#246;chten wir folgern, dass sich eine gentische Pr&#228;disposition f&#252;r Autoinflammation auf die Auspr&#228;gung und den Verlauf rheumatischer Erkrankungen auswirken. Inwiefern sich eine langj&#228;hrige medikament&#246;se Immunmodulation und auch die nat&#252;rliche Alterung des Immunsystems darauf auswirkt ist bislang ungekl&#228;rt. Folglich halten wir eine genetische Untersuchung auf periodische Fiebersyndrome auch bei Erwachsenen in ausgew&#228;hlten F&#228;llen f&#252;r sinnvoll, vor allem, wenn eine rheumatoide Arthritis, eine PMR oder eine undifferenzierte Kollagenose einen anhaltend entz&#252;ndlichen Verlauf trotz in der Anamnese verschiedener suffizienter Basistherapien nimmt. Fl&#252;chtige und K&#228;lte assoziierte Hautsymptome und Migr&#228;ne sollten zus&#228;tzlich beachtet werden.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefTitle>The registry of Hereditary Auto-inflammatory Disorders Mutations</RefTitle>
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        <RefTotal>The registry of Hereditary Auto-inflammatory Disorders Mutations. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;infevers.umai-montpellier.fr&#47;web&#47;</RefTotal>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: &#220;bersicht &#252;ber 5 Patientinnen, bei denen als Erwachsene (Alter bei Diagnosestellung) ein periodisches Fiebersyndrom nach langj&#228;hriger rheumatischer Erkrankung mit multiplen Basistherapien nachgewiesen wurde.</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 2: Diese Tabelle stellt die Jahre zwischen den alten und neuen Diagnosen dar, in denen verschiedene Therapien mit unterschiedlichen DMARDs und Bilogika erfolgten.</Mark1></Pgraph></Caption>
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