<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.34/GmsArticle.dtd">
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>26rhk067</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/26rhk067</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26rhk0675</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Rheumapatienten mit Biologicaverordnung im Langzeitverlauf &#8211; wenn der verordnende Rheumatologe nicht mehr als Vertragsarzt t&#228;tig ist. Ergebnisse einer Befragung nach 8 Jahren</Title>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Becker-Capeller</Lastname>
          <LastnameHeading>Becker-Capeller</LastnameHeading>
          <Firstname>Detlef</Firstname>
          <Initials>D</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Privatpraxis Rheumatologie, Stade, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20260909</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Meeting>
        <MeetingId>M0656</MeetingId>
        <MeetingSequence>067</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Rheumatologie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;dische Rheumatologie</MeetingCorporation>
        <MeetingCorporation>Gesellschaft f&#252;r Kinder- und Jugendrheumatologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>54. Kongress der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh), 36. Jahrestagung der Gesellschaft f&#252;r Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR), 40. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;dische Rheumatologie (DGORh)</MeetingName>
        <MeetingTitle>Deutscher Rheumatologiekongress 2026</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Epidemiologie &#38; Versorgungsforschung</MeetingSession>
        <MeetingCity>Leipzig</MeetingCity>
        <MeetingDate>
          <DateFrom>20260909</DateFrom>
          <DateTo>20260912</DateTo>
        </MeetingDate>
      </Meeting>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>EV.17</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung: </Mark1>Bisher existieren keine Daten zur Versorgungsl&#252;cke bei der Behandlung mit Biologika, die durch das Ausscheiden von rheumatologischen Vertrags&#228;rzten und -&#228;rztinnen entsteht. In dieser Studie haben wir die rheumatologische Versorgung von GKV-Patienten mit entz&#252;ndlich-rheumatischen Erkrankungen (ERE), die Biologika verordnet bekommen haben, acht Jahre nach dem Ausscheiden des verordnenden Rheumatologen untersucht.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden: </Mark1>Wir haben Patienten, die in den ersten f&#252;nf Monaten des Jahres 2017 aufgrund einer ERE Biologika verordnet erhielten, im Jahr 2025 in einer &#8222;Paper-and-Pencil&#8220;-Untersuchung in unserem Zentrum nach ihrem aktuellen rheumatologischen Versorgungsstatus befragt. Insgesamt wurden 140 Patienten mit eindeutig zuordenbarer Diagnose befragt.</Pgraph><Pgraph>Die Befragung erfolgte mithilfe eines standardisierten Fragebogens, den die Patienten anonym zugesandt bekamen. Sie wurden unter anderem gefragt, ob sie weiterhin bei einem internistischen Rheumatologen in Behandlung sind, ob sie Steroide, csDMARDs oder bDMARDs&#47;tsDMARDs erhalten und wer die Verordnung ausgestellt hat &#8211; ob dies ggfs.ein Dermatologe, Hausarzt oder Orthop&#228;de war. Zus&#228;tzlich wurde die subjektive Einsch&#228;tzung der Patienten zur Ver&#228;nderung ihres Krankheitsverlaufs seit 2017 erhoben.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>Von den 140 angeschriebenen Patienten kamen 84 Frageb&#246;gen (60&#37;) zur&#252;ck, von denen 80 auswertbar waren. 32 B&#246;gen (22,9&#37;) wurden als unzustellbar zur&#252;ckgeschickt. 22 Patienten (27,5&#37;) waren 2025 nicht mehr bei einem internistischen Rheumatologen in Behandlung. Von diesen 22 Patienten erhielten 8 weiterhin Biologika (36&#37;). Dabei wurden bei 6 Patienten (27,2&#37;) Biologika durch einen Dermatologen verschrieben, bei 3 (13,75&#37;) durch einen Hausarzt und bei 6 (27,2&#37;) durch einen Orthop&#228;den, teils auch in Kombination.</Pgraph><Pgraph>Die Verordnung von Steroiden unterschied sich 2025 bei  Patienten mit und ohne Biologikaverordnung nicht. Bei den csDMARDs war die Verordnung bei Patienten ohne Biologika h&#246;her, wobei der Unterschied zwischen den beiden Gruppen (69,6&#37; vs. 59,6&#37;) statistisch nicht signifikant war.</Pgraph><Pgraph>In der gr&#246;&#223;ten Diagnosegruppe, den Rheumatoide Arthritis (RA)-Patienten, ergab die subjektive Einsch&#228;tzung der Patienten, dass 9 Patienten (31&#37;) eine Verbesserung des Krankheitsverlaufs erlebten, 12 Patienten (41,4&#37;) keine Ver&#228;nderung und 8 Patienten (27,6&#37;) eine Verschlechterung. Es l&#228;sst sich tendenziell feststellen, dass RA-Patienten, die 2025 keine Biologika erhielten, h&#228;ufiger eine subjektive Verbesserung berichteten (p &#61; 0,072).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung: </Mark1>22 Patienten (27,5&#37;) mit ERE fielen nach acht Jahren aus der internistisch-rheumatologischen Versorgung heraus. Nur bei einem kleinen Teil der Patienten wurden die empfohlenen Biologika von anderen Fachrichtungen verschrieben. Die subjektive Einsch&#228;tzung der Krankheitsver&#228;nderung nach acht Jahren zeigte keine signifikanten Unterschiede zwischen Patienten, die weiterhin Biologika und denen, die keine Biologika erhielten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Offenlegungserkl&#228;rung: </Mark1>Es bestehen keine Interessenkonflikte.</Pgraph></TextBlock>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>