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    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Korrelationen zwischen Art der H&#246;rst&#246;rung und der genetischen Mutationen bei Kindern mit einer H&#246;rst&#246;rung</Title>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>H&#246;ren und H&#246;rhilfen: Genetik und Diagnostik</MeetingSession>
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    <ArticleNo>V29</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Genetische Ursachen kommen bis zu 50&#37; bei angeborenen H&#246;rst&#246;rungen vor. Davon sind ungef&#228;hr 70&#37; nicht-syndromaler und 30&#37; syndromaler Genese. Ansonsten sind andere Ursachen wie Neugeborenen-Infektionen z.B. mit CMV zu diskutieren. Neben der p&#228;daudiologischen Diagnostik zur fr&#252;hzeitigen optimalen Versorgung ist die Ursachenkl&#228;rung einer kindlichen H&#246;rst&#246;rung f&#252;r den Behandlungserfolg relevant, teilweise auch therapieentscheidend, dennoch nicht klinischer Standard. Die M&#246;glichkeit durch eine humangenetische Abkl&#228;rung fr&#252;h Komorbidit&#228;ten zu erkennen, ggf. pr&#228;ventive Ma&#223;nahmen zu ergreifen, ist gerade bei syndromalen H&#246;rst&#246;rungen anzustreben.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode:</Mark1> In einer retrospektiven, monozentrischen Analyse im Zeitraum von 2011 bis 2024 wurden die genetischen Befunde von insgesamt 481 Kindern mit einer H&#246;rst&#246;rung mittels Stufendiagnostik untersucht. Weitere erhobene Parameter waren das Geschlecht sowie die Art und der Schweregrad der H&#246;rst&#246;rung. Es erfolgte eine Korrelation der H&#246;rst&#246;rungen mit den genetischen Befunden. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Insgesamt wiesen 360 Kinder im Alter zwischen 3 Monate und 18 Jahre eine beidseitige Schwerh&#246;rigkeit und 121 Kinder eine einseitige H&#246;rst&#246;rung auf. Dabei zeigte sich ein genetisch auff&#228;lliger und krankheitsverursachender Befund signifikant h&#228;ufiger bei Kindern mit beidseitiger H&#246;rst&#246;rung (50&#37;; n&#61;180) als bei den Kindern mit einseitiger H&#246;rst&#246;rung (4&#37;; n&#61;5). Der Anteil der genetischen Befunde mit einer Variante unklarer Signifikanz (VUS) war bei den einseitigen H&#246;rst&#246;rungen deutlich h&#246;her (15&#37;; n&#61;18) als bei Kindern mit beidseitiger H&#246;rst&#246;rung (7&#37;; n&#61;25).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Eine genetische Testung sollte ein fester Bestandteil der Standarddiagnostik bei bleibenden kindlichen H&#246;rst&#246;rungen sein und so fr&#252;h wie m&#246;glich durchgef&#252;hrt werden, wenn keine andere kausale Ursache vorliegt. Bei VUS (Pathogenit&#228;tsstufe 3) sollte stets eine Segregationsanalyse der Eltern angestrebt werden, um unklare oder neue Varianten hinsichtlich ihrer Pathogenit&#228;t beurteilen zu k&#246;nnen. In unserer Analyse zeigte sich bei Kindern mit beidseitigem H&#246;rverlust in etwa 50&#37; der F&#228;lle eine genetische Ursache und bei Kindern mit einseitigem H&#246;rverlust bei etwa 5&#8211;8 &#37;. Zuk&#252;nftige Behandlungen, insbesondere die Gen- und Stammzelltherapie, bieten neue kurative Ans&#228;tze und pr&#228;ventive Ma&#223;nahmen f&#252;r m&#246;gliche Komorbidit&#228;ten (v.a. bei syndromalen Erkrankungen). Genetische Befunde k&#246;nnen die Behandlung beeinflussen, z.B. H&#246;rger&#228;t vs. Cochlea-Implantat (insbesondere im Hinblick auf absch&#228;tzbare Progredienzen).</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund </SubHeadline><Pgraph>Genetische Ursachen kommen bis zu 50&#37; bei angeborenen H&#246;rst&#246;rungen vor. Davon sind ungef&#228;hr 70&#37; nicht-syndromaler und 30&#37; syndromaler Genese <TextLink reference="1"></TextLink>. Ansonsten sind andere Ursachen wie Neugeborenen-Infektionen z.B. mit CMV zu diskutieren <TextLink reference="2"></TextLink>. Neben der p&#228;daudiologischen Diagnostik zur fr&#252;hzeitigen optimalen Versorgung ist die Ursachenkl&#228;rung einer kindlichen H&#246;rst&#246;rung f&#252;r den Behandlungserfolg relevant, teilweise auch therapieentscheidend, dennoch nicht klinischer Standard. Die M&#246;glichkeit durch eine humangenetische Abkl&#228;rung fr&#252;h Komorbidit&#228;ten zu erkennen, ggf. pr&#228;ventive Ma&#223;nahmen zu ergreifen, ist gerade bei syndromalen H&#246;rst&#246;rungen anzustreben. </Pgraph><SubHeadline>Material und Methoden </SubHeadline><Pgraph>In einer retrospektiven, monozentrischen Analyse im Zeitraum von 2011 bis 2024 wurden die genetischen Befunde von insgesamt 481 Kindern mit H&#246;rst&#246;rungen mittels Stufendiagnostik untersucht. Weitere erhobene Parameter waren das Geschlecht, sowie die Art und der Schweregrad der H&#246;rst&#246;rung. Es erfolgte eine Korrelation der H&#246;rst&#246;rungen mit genetischen Befunden. </Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse </SubHeadline><Pgraph>Von den insgesamt 481 schwerh&#246;rigen Kindern im Alter von 3 Monaten bis 18 Jahren waren 52&#37; (n &#61; 251) Jungen und 48&#37; (n &#61; 230) M&#228;dchen. Insgesamt zeigten 54,3 &#37; der Kinder (n &#61; 261) einen auff&#228;lligen genetischen Befund. Ein genetisch auff&#228;lliger Befund trat signifikant h&#228;ufiger bei M&#228;dchen (52,87&#37;; n&#61; 138) als bei Jungen (47,13&#37;; n &#61; 123) auf (&#935;&#178; &#61; 5,85; p &#61; 0,016). Insgesamt wiesen 38,46&#37; (n &#61; 185) eine Pathogenit&#228;tsstufe 4 oder 5 auf, jedoch ohne signifikante Geschlechterverteilung (&#935;&#178; &#61; 2,57; p &#61; 0,109). </Pgraph><Pgraph>Bei Analyse des Alters zum Zeitpunkt der Blutentnahme in Korrelation mit einem genetisch auff&#228;lligen Befund ergab sich bis zum 2. Lebensjahr ein h&#246;herer Anteil der krankheitsverursachenden Genmutationen (zwischen 48&#8211;59&#37;) und auch erh&#246;hter Anteil syndromaler Genmutationen bis zum 3. Lebensjahr, davon ca. 13&#37; der Kinder vor dem 1. Geburtstag, ca. 25&#37; der 1-J&#228;hrigen, ca. 19&#37; der 2-J&#228;hrigen und ca. 18&#37; der 3-J&#228;hrigen. 121 Kinder (25,16&#37;) hatten eine einseitige H&#246;rst&#246;rung und davon 31&#37; (n&#61; 37) einen auff&#228;lligen genetischen Befund, allerdings war nur bei 3&#37; (n&#61; 4) dieser genetische Befund mit einer Pathogenit&#228;tsstufe 4 oder 5 krankheitsverursachend und dieser Anteil war signifikant h&#246;her bei den symmetrischen H&#246;rst&#246;rungen als bei den asymmetrischen H&#246;rst&#246;rungen (&#935;&#178; &#61; 92,3; p &#60;0,001). </Pgraph><SubHeadline>Diskussion </SubHeadline><Pgraph>Die bisherige Literatur zeigt eine Vielzahl an wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema angeborene bzw. kongenitale H&#246;rst&#246;rungen, jedoch oft weniger Daten zur genetischen &#196;tiologie von H&#246;rst&#246;rungen, die zu einem sp&#228;teren Zeitpunkt im Kindesalter manifest werden. Im Verlauf der letzten Jahrzehnte haben sich die Datenbanken der mit H&#246;rst&#246;rungen assoziierten Gene immer mehr erweitert, so lag regional am Institut f&#252;r Humangenetik der Unimedizin Mainz die Anzahl der zu untersuchenden Gene bei &#252;ber 320 (Stand September 2025). Dem klinischen Versorgungsbezug von H&#246;rst&#246;rungen im Kindesalter wurde dabei weniger Aufmerksamkeit gewidmet. In einigen wenigen Studien, in denen Kinder mit einer H&#246;rst&#246;rung nach ihrer &#196;tiologie untersucht wurden, liegt der Anteil der genetisch auff&#228;lligen Kinder zwischen 48 und 66&#37; <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink>, <TextLink reference="5"></TextLink>. Bei Kindern mit einer einseitigen H&#246;rst&#246;rung finden sich als &#196;tiologie auch genetische Ursachen, auch wenn diese stets nur mit einem geringen Anteil von n &#61; 5 bis 8 angegeben werden <TextLink reference="6"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>.</Pgraph><SubHeadline>Schlussfolgerung </SubHeadline><Pgraph>Eine genetische Testung sollte ein fester Bestandteil der Standarddiagnostik bei bleibenden kindlichen H&#246;rst&#246;rungen sein und so fr&#252;h wie m&#246;glich durchgef&#252;hrt werden, wenn keine andere kausale Ursache vorliegt. Bei Nachweis einer Variante unklarer Signifikanz (variant of uncertain significance, VUS; Pathogenit&#228;tsstufe 3)  sollte eine Segregationsanalyse der Eltern angestrebt werden, um unklare oder neue Varianten hinsichtlich ihrer Pathogenit&#228;t beurteilen zu k&#246;nnen. In unserer Analyse zeigte sich bei Kindern mit beidseitigem H&#246;rverlust in etwa 50&#37; der F&#228;lle eine genetische Ursache und bei Kindern mit einseitigem H&#246;rverlust bei etwa 5&#8211;8&#37;. Zuk&#252;nftige Behandlungen, insbesondere die Gen- und Stammzelltherapie, bieten neue kurative Ans&#228;tze und pr&#228;ventive Ma&#223;nahmen f&#252;r m&#246;gliche Komorbidit&#228;ten (v.a. bei syndromalen Erkrankungen). Genetische Befunde k&#246;nnen die Behandlung beeinflussen, z.B. H&#246;rger&#228;t vs. Cochlea-Implantat (insbesondere im Hinblick auf absch&#228;tzbare Progredienzen). </Pgraph></TextBlock>
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