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    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Bewertung der Robustheit von Bolus-Segmentierung und Bildqualit&#228;tsanalyse (IQA) in der Videofluoroskopie</Title>
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      <DatePublished>20260826</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Schlucken: Diagnostik</MeetingSession>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Die Zuverl&#228;ssigkeit KI-gest&#252;tzter Analysen in der videofluoroskopischen Schluckuntersuchung (VFSS) h&#228;ngt ma&#223;geblich von der Bildqualit&#228;t ab. Artefakte, Unterschiede in Kontrast- und Aufl&#246;sung zwischen Ger&#228;ten und Kliniken f&#252;hren zu erheblichen Variationen in den Bilddaten und erschweren die automatisierte Diagnostik, wie z.B. die Bolussegmentierung. Diese Qualit&#228;tsunterschiede k&#246;nnen die Robustheit und Generalisierbarkeit von Modellen deutlich beeintr&#228;chtigen und damit ihre klinische Anwendbarkeit einschr&#228;nken. Eine objektive Bewertung der Bildqualit&#228;t (Image Quality Assessment, IQA) ist daher entscheidend, um reproduzierbare Diagnosen zu gew&#228;hrleisten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode: </Mark1>Zur Untersuchung der Robustheit von Segmentierungsmodellen gegen&#252;ber Artefakten und Qualit&#228;tsverschlechterungen wurde ein Datensatz mit 154 VFSS-Videos, einschlie&#223;lich realer und synthetischer Artefakte, erstellt. F&#252;nf KI Modelle zur Segmentierung wurden mit und ohne Artefakt-Daten trainiert und anhand des Dice Similarity Coefficient (DSC) bewertet &#91;0 &#8211; 1; schlecht &#8211; gut&#93;. Zur Begrenzung relevanter Bildbereiche verwenden wir eine Architektur, die nur die relevante Region ausschneidet. Die IQA-Modelle IL-NIQE und BRISQUE wurden an VFSS-Bilddaten angepasst und mit subjektiven Qualit&#228;tsbewertungen verglichen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Artefaktbasiertes Training erh&#246;hte die Segmentierungsleistung, die anhand des DSC ersichtlich wird bei 0,751 gegen&#252;ber eines Scores von 0,681. ROI-Cropping reduzierte die Bildfl&#228;che im Mittel um 66&#37;, welche nur noch die relevante Region beinhaltete und f&#252;hrte zu moderaten Leistungssteigerungen bei Artefakt-Daten von 0,7511 gen&#252;ber einem Wert von 0,7393 bei Training ohne Artefaktbelastete Daten. SegFormer MiT-B3 erzielte mit einem DSC von 0,796 die beste Leistung bei nicht artefaktbelasteten Daten, w&#228;hrend U-Net MiT-B4 bei Artefakten am robustesten mit einem DSC von 0,769 war. Das angepasste BRISQUE-VFSS-Modell korrelierte stark mit subjektiven Qualit&#228;tsurteilen (r &#61; 0,89) und &#252;bertraf bestehende Benchmarks.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Die Ergebnisse belegen, dass Bildqualit&#228;t und Resistenz gegen&#252;ber Artefakten entscheidende Faktoren f&#252;r die Verl&#228;sslichkeit automatisierter VFSS-Analysen sind. Artefaktbasiertes Training und ROI-Cropping verbessern die Robustheit der Bolussegmentierung, w&#228;hrend angepasste IQA-Modelle eine objektive Bewertung der Bildqualit&#228;t erm&#246;glichen, welche f&#252;r eine Einsetzbarkeit zur standardisierten und klinisch nutzbaren Dysphagiediagnostik entscheidend sind.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Die videofluoroskopische Schluckuntersuchung (VFSS) ist ein Standardverfahren zur Diagnostik von Dysphagien. KI-basierte Segmentierungsmodelle k&#246;nnen den Bolus in VFSS-Aufnahmen automatisch erkennen und damit die Analyse des Schluckvorgangs unterst&#252;tzen <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>. Die Leistung dieser Modelle kann jedoch durch Unterschiede in der Bildqualit&#228;t beeinflusst werden. In der klinischen Praxis entstehen solche Unterschiede durch verschiedene Ger&#228;te, Kliniken und Aufnahmebedingungen. Zus&#228;tzlich k&#246;nnen patientenbezogene Faktoren, wie Wirbels&#228;ulenimplantate, Tracheostoma oder nasogastrale Sonde, sowie technische Artefakte, wie Bewegungsunsch&#228;rfe, Kompression, Rauschen oder Helligkeitsschwankungen, die Bildqualit&#228;t beeinflussen. Eine objektive Bewertung der Bildqualit&#228;t (Image Quality Assessment, IQA) ist daher wichtig, um die klinische Anwendbarkeit KI-gest&#252;tzter VFSS-Analysen beurteilen zu k&#246;nnen. Ziel dieser Arbeit war es, erstens die Robustheit von Segmentierungsmodellen gegen&#252;ber Bildartefakten systematisch zu untersuchen und zu verbessern, und zweitens automatisierte IQA-Modelle f&#252;r VFSS zu entwickeln und zu validieren.</Pgraph><SubHeadline>Material und Methoden</SubHeadline><Pgraph>Es wurden 154 VFSS-Aufnahmen aus einem Datensatz der Louisiana State University (LSU) verwendet. Davon enthielten 100 Videos keine sichtbaren Artefakte und 54 Videos relevante Artefakte, darunter Wirbels&#228;ulenimplantate, Tracheostoma, nasogastrale Sonde und Bewegungsunsch&#228;rfe. Zus&#228;tzlich wurden synthetische Artefakte erzeugt, darunter Helligkeits- und Kontrast&#228;nderungen, Gau&#223;sches und Poisson-Rauschen, Downsampling, JPEG-Kompression und Bewegungsunsch&#228;rfe. Aus diesen Daten wurden ein Datensatz f&#252;r die Bolus-Segmentierung und ein Datensatz f&#252;r die Bildqualit&#228;tsanalyse erstellt. </Pgraph><Pgraph>Auf Basis des Segmentierungsdatensatzes wurden f&#252;nf KI-Segmentierungsarchitekturen mit unterschiedlicher Komplexit&#228;t verglichen. Jedes Modell wurde auf zwei Arten trainiert: einmal nur mit artefaktfreien Daten und einmal mit einem gemischten Datensatz aus realen und synthetischen Artefakten. Als Bewertungsmetrik wurde der Dice Similarity Coefficient verwendet (DSC, Wertebereich 0&#8211;1; 0 &#61; keine &#220;bereinstimmung, 1 &#61; perfekte &#220;bereinstimmung). Zus&#228;tzlich wurde ein Region-of-Interest-Cropping vorgeschaltet, um nicht relevante Bildbereiche zu entfernen und die Analyse auf die diagnostisch relevante Region zu beschr&#228;nken.</Pgraph><Pgraph>Die Bewertung der Bildqualit&#228;t basierte auf den No-Reference-IQA-Algorithmen IL-NIQE und BRISQUE, die an VFSS-spezifische Bildeigenschaften angepasst wurden. Zur Validierung bewerteten sechs Logop&#228;dinnen 500 VFSS-Bilder auf einer f&#252;nfstufigen Skala (1 &#61; schlecht, 5 &#61; exzellent). Die Bilder enthielten sowohl reale als auch synthetisch degradierte Aufnahmen. Die &#220;bereinstimmung zwischen Modellvorhersagen und mittleren Expertenurteilen wurde mit dem Pearson-Korrelationskoeffizienten (r) berechnet.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table" /> fasst die zentralen Ergebnisse der Robustheitstests zusammen. Modelle, die nur mit artefaktfreien Daten trainiert wurden, zeigten bei artefaktbelasteten Testvideos einen Leistungsabfall. Der DSC sank von 0,80 bei artefaktfreien Testdaten auf 0,68 bei artefaktbelasteten Testdaten. Durch das Einbeziehen von Artefaktdaten in das Training konnte die Leistung bei artefaktbelasteten Videos auf einen DSC von 0,75 verbessert werden. </Pgraph><Pgraph>Die Robustheit gegen&#252;ber Helligkeits&#228;nderungen und anderen synthetischen Degradierungen unterschied sich zwischen den Architekturen. SegFormer MiT-B3 erreichte bei artefaktfreien Daten den h&#246;chsten DSC (0,796). U-Net MiT-B4 zeigte bei artefaktbelasteten Daten die beste Robustheit (DSC: 0,769). Bei moderater Bilddegradierung blieben die Segmentierungsergebnisse weitgehend stabil. Bei starker Degradierung nahm die Segmentierungsleistung ab. Das ROI-Cropping reduzierte zus&#228;tzlich die analysierte Bildfl&#228;che im Mittel um 66&#37; und f&#252;hrte zu moderaten Verbesserungen bei artefaktbelasteten Daten. Neben der Segmentierungsrobustheit wurde auch die automatische Bewertung der Bildqualit&#228;t untersucht. </Pgraph><Pgraph>Das an VFSS-Bilder angepasste BRISQUE-Modell (BRISQUE-VFSS) erreichte eine Pearson-Korrelation von r &#61; 0,89 mit den mittleren Expertenurteilen der sechs Logop&#228;dinnen. Die bin&#228;re Klassifikationsg&#252;te f&#252;r gute und schlechte Bildqualit&#228;t lag bei 0,90. Die Ergebnisse zeigen, dass BRISQUE-VFSS f&#252;r eine automatisierte Bildqualit&#228;tskontrolle in VFSS-Aufnahmen geeignet ist.</Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>KI-Segmentierungsmodelle f&#252;r VFSS waren ohne gezieltes Training mit artefaktbelasteten Daten nur eingeschr&#228;nkt robust gegen&#252;ber klinisch relevanten Bildst&#246;rungen. Der Leistungsabfall bei artefaktbelasteten Testdaten (&#916;DSC &#61; -0,12) weist darauf hin, dass eine Evaluation ausschlie&#223;lich auf artefaktfreien Daten die klinische &#220;bertragbarkeit &#252;bersch&#228;tzen kann. Zudem hatte die Wahl der Modellarchitektur einen Einfluss auf die Robustheit. Erg&#228;nzend dazu zeigte die IQA-Analyse, dass BRISQUE an VFSS-Bilder angepasst werden kann.</Pgraph><Pgraph>Die Anpassung von BRISQUE an VFSS-Bilder erm&#246;glicht eine automatisierte Bildqualit&#228;tsbewertung. Ein solcher Qualit&#228;tsfilter kann die Datenselektion unterst&#252;tzen und in Auswertungspipelines eingesetzt werden, um Bilder mit unzureichender Qualit&#228;t vor der Analyse auszuschlie&#223;en. Dies ist besonders relevant f&#252;r multizentrische Studien und f&#252;r die Vergleichbarkeit von Ergebnissen zwischen Kliniken.</Pgraph><SubHeadline>Fazit</SubHeadline><Pgraph>Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Bildqualit&#228;t und Artefaktrobustheit f&#252;r KI-gest&#252;tzte VFSS-Analysen. Das Training mit artefaktbelasteten Daten verbesserte die Segmentierungsleistung auf artefaktbelasteten Testdaten, ohne die Leistung auf artefaktfreien Daten zu verschlechtern. Die angepassten IQA-Modelle erm&#246;glichten zudem eine objektive Bewertung der Bildqualit&#228;t. Die Aussagekraft der Ergebnisse ist jedoch durch den verwendeten Datensatz begrenzt. Daher sollten zuk&#252;nftige Arbeiten die Trainingsdaten weiter diversifizieren und die Modelle in multizentrischen Datens&#228;tzen validieren.</Pgraph></TextBlock>
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