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      <Title language="de">Laryngealer Granularzelltumor. Ein seltener Fallbericht und Einordnung in die Literatur</Title>
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        <Email>amelie.birk&#64;tum.de</Email>
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      <DatePublished>20260826</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Stimme: Organische&#47;chirurgische Therapieverfahren</MeetingSession>
        <MeetingCity>Starnberg</MeetingCity>
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          <DateFrom>20260916</DateFrom>
          <DateTo>20260919</DateTo>
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    <ArticleNo>P05</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Granularzelltumoren sind seltene &#252;berwiegend benigne Tumoren des oberen Aerodigestivtraktes, die nur in etwa 3&#8211;10&#37; die laryngealen Strukturen und hier vorwiegend die Glottis betreffen. Bisher werden in der Literatur f&#252;r diese klinisch relevante Differentialdiagnose zu malignen Neoplasien nur Fallberichte beschrieben. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode: </Mark1>Wir pr&#228;sentieren den Fall eines m&#228;nnlichen 48-J&#228;hrigen Patienten mit glottischem Granularzelltumor aus unserer Klinik und ordnen den Fall in die vorhandene Literatur ein.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Der Patient gab bei seiner Vorstellung einen seit etwa 2 Jahren ver&#228;nderten Stimmklang, sowie eine verringerte Stimmbelastbarkeit an. In der phoniatrischen Diagnostik zeigte sich eine polypoide Raumforderung, ausgehend von der linken Taschenfalte, welche bei forcierter Inspiration nach subglottisch eingezogen wurde. Der Befund konnte im Rahmen einer Mikrolaryngoskopie komplett reseziert werden. Die histologische Aufarbeitung ergab den seltenen Befund eines Granularzelltumors. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Glottische Granularzelltumoren sind eine Gruppe seltener, &#252;berwiegend benigner Tumoren neurogenen Ursprungs mit glottischer Pr&#228;disposition. Aufgrund makroskopischer und histologisch &#228;hnlicher Erscheinungsbilder zur malignen L&#228;sionen stellen sie eine relevante Differentialdiagnose zu dieser Entit&#228;t dar. Die Therapie besteht in der vollst&#228;ndigen chirurgischen Resektion. </Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Bei Granularzelltumoren (GZT; Synonym: Abrikossoff-Tumoren) handelt es sich um seltene, &#252;berwiegend benigne Neoplasien neurogenen Ursprungs, die nach heutiger Auffassung von Schwann-Zellen ausgehen und typischerweise eine Positivit&#228;t f&#252;r S100-Protein und weitere Marker der neuralen Differenzierung aufweisen <TextLink reference="1"></TextLink>. Etwa die H&#228;lfte aller Granularzelltumoren tritt im Kopf-Hals-Bereich auf, wobei laryngeale Manifestationen noch seltener zu finden sind und lediglich bis zu 10&#37; aller Granularzelltumoren ausmachen <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink>. In einer aktuellen systematischen &#220;bersichtsarbeit mit 200 publizierten F&#228;llen laryngealer Granularzelltumoren war Dysphonie mit einer H&#228;ufigkeit von nahezu 86&#37; das f&#252;hrende Symptom <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>. Weitere Beschwerden umfassen Dyspnoe, Stridor, Dysphagie, Husten, H&#228;moptysen oder &#8211; insbesondere bei kleineren L&#228;sionen &#8211; einen asymptomatischen Zufallsbefund <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>. Typischerweise pr&#228;sentieren sich die Tumoren als glatt begrenzte, meist wei&#223;lich-gelbe, subepithelial gelegene Noduli oder polypoide L&#228;sionen <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>. Aufgrund ihrer Seltenheit und ihrer klinisch sowie histopathologisch teilweise irref&#252;hrenden Darstellung stellen sie eine diagnostische Herausforderung dar.</Pgraph><SubHeadline>Methoden</SubHeadline><Pgraph>Wir berichten &#252;ber einen 48-j&#228;hrigen Patienten, der sich aufgrund einer im Rahmen der HNO-&#228;rztlichen Untersuchung zufallsbefundlich aufgefallenen laryngealen Raumforderung in unserer Klinik vorstellte. In der gezielten Anamnese berichtete der Patient &#252;ber eine seit etwa zwei Jahren progredienten rauen Stimmklang und reduzierte stimmliche Belastbarkeit. Dar&#252;ber hinaus bestand ein vermehrtes R&#228;usperbed&#252;rfnis. Dyspnoe, inspiratorischer Stridor oder Dysphagie wurden verneint.</Pgraph><Pgraph>Die auditiv-perzeptive Beurteilung ergab einen Eindruck entsprechend G1R1B1A0S1. In der weiterf&#252;hrenden Stimmfunktionsdiagnostik zeigten sich lediglich geringf&#252;gige funktionelle Einschr&#228;nkungen: Die Lautst&#228;rke der Rufstimme betrug 80 dB (Norm &#62;85 dB), die maximale erreichbare Lautst&#228;rke 86 dB (Norm &#62;88 dB). Die &#252;brigen stimmphysiologischen Parameter waren unauff&#228;llig. Im Rahmen der flexiblen transnasalen Laryngoendoskopie zeigte sich eine polypoide, glatt begrenzte Raumforderung ohne Ulzerationen ausgehend von der linken Taschenfalte bis zur Gegenseite reichend. Bei forcierter Inspiration ragte die zystische Raumforderung zum Teil nach subglottisch. Respiratorisch und phonatorisch waren die Stimmlippen im beurteilbaren Bereich beidseitig regelrecht beweglich.</Pgraph><Pgraph>Zur Sicherung der Diagnose erfolgte die komplette mikrolaryngoskopische Resektion der Raumforderung mit anschlie&#223;ender histopathologischer und immunhistochemischer Aufarbeitung. </Pgraph><SubHeadline>Ergebnis</SubHeadline><Pgraph>In der histopathologischen Untersuchung zeigte sich die f&#252;r einen Granularzelltumor charakteristische knotig angeordnete Zellpopulation. Die Tumorzellen wiesen die typischen morphologischen Eigenschaften mit reichlich granul&#228;rem eosinophilem Zytoplasma auf. Die immunhistochemische Untersuchung ergab eine kr&#228;ftige Positivit&#228;t f&#252;r S100 sowie CD68, entsprechend den bekannten Charakteristika eines Granularzelltumors, sodass die Diagnose eindeutig best&#228;tigt werden konnte. </Pgraph><SubHeadline>Schlussfolgerung</SubHeadline><Pgraph>Laryngeale Granularzelltumoren sind seltene, &#252;berwiegend benigne Schwann-Zell-Neoplasien, die sich typischerweise durch eine langsam progrediente Dysphonie manifestieren <TextLink reference="1"></TextLink>. Aufgrund ihrer unspezifischen klinischen Pr&#228;sentation und der h&#228;ufig auftretenden pseudoepitheliomat&#246;sen Hyperplasie besteht eine relevante Verwechslungsgefahr mit Plattenepithelkarzinomen <TextLink reference="7"></TextLink>. Weder das klinische Erscheinungsbild noch die endoskopische Morphologie erlauben eine sichere Differenzierung gegen&#252;ber anderen benignen oder malignen Raumforderungen. Fehlinterpretationen k&#246;nnen erhebliche therapeutische Konsequenzen nach sich ziehen und in der Vergangenheit sogar zu unn&#246;tig radikalen Eingriffen f&#252;hren <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>. Luke et al. <TextLink reference="6"></TextLink> beschreiben in einem systematischen Review in etwa 11&#37; der laryngealen Granularzelltumoren Fehlinterpretationen als maligne L&#228;sionen und in 13&#37; der F&#228;lle unn&#246;tig radikale Operationsverfahren, inklusive Neck Dissection bis hin zu Laryngektomie. Die definitive Diagnosestellung erfordert daher stets eine histopathologische und immunhistochemische Untersuchung. Die vollst&#228;ndige mikrolaryngoskopische Exzision stellt die Therapie der Wahl dar und ist mit einer ausgezeichneten Prognose sowie sehr niedrigen Rezidivraten verbunden <TextLink reference="8"></TextLink>. </Pgraph></TextBlock>
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