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    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Stimmgesundheit von Pfarrerinnen und Pfarrern der Evangelischen Kirche in Deutschland</Title>
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          <AcademicTitle>PD Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>Universit&#228;tsklinikum Leipzig, Sektion Phoniatrie und Audiologie, Leipzig, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Leipzig, Sektion Phoniatrie und Audiologie, Leipzig, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>sylvia.meuret&#64;medizin.uni-leipzig.de</Email>
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          <Affiliation>Predigerseminar Petersstift, Evangelische Landeskirche in Baden, Heidelberg, Deutschland</Affiliation>
          <Affiliation>fr&#252;her: Zentrum f&#252;r evangelische Gottesdienst- und Predigtkultur, Wittenberg, Deutschland</Affiliation>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Leipzig, Sektion Phoniatrie und Audiologie, Leipzig, Deutschland</Affiliation>
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      <DatePublished>20260826</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Stimme: Organische&#47;chirurgische Therapieverfahren</MeetingSession>
        <MeetingCity>Starnberg</MeetingCity>
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          <DateFrom>20260916</DateFrom>
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    <ArticleNo>V23</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Pfarrerinnen und Pfarrern beanspruchen in ihrem Beruf sowohl ihre Sing- als auch Sprechstimme stark. Ziel dieser Studie war es, die H&#228;ufigkeit von Stimmproblemen bei Pfarrerinnen und Pfarrern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu ermitteln und m&#246;gliche Einflussfaktoren f&#252;r deren Auftreten zu identifizieren.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode:</Mark1> Ein interprofessionelles Team, bestehend aus einer Pfarrerin und einem Pfarrer der EKD sowie zwei Phoniatern, entwickelte einen Fragebogen mit 26 Items, der sich auf vorangegangene Studien zu Dysphonie bei Geistlichen st&#252;tzte. Ein Link zu diesem elektronischen Fragebogen wurde an die jeweiligen Mitgliedskirchen der EKD versandt. Die Mitgliedskirchen sollten den Link wiederum an ihre angestellten Pfarrerinnen und Pfarrer weiterleiten.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> 1.022 Pfarrerinnen und Pfarrer f&#252;llten den Fragebogen aus: 52,3&#37; M&#228;nner, 47,7&#37; Frauen. Die Pr&#228;valenz von Stimmst&#246;rungen variierte je nach verwendeter Definition: 5,1&#37; (diagnostizierte Stimmst&#246;rung), 7,5&#37; (Krankmeldung aufgrund von Stimmproblemen), 21,5&#37; gaben an, zwei oder mehr h&#228;ufig auftretende Stimmbeschwerden zu haben. Deutlich mehr Pfarrerinnen als Pfarrer waren bereits wegen Stimmproblemen krankgeschrieben (p &#60; 0,0001), hatten eine medizinisch diagnostizierte Stimmst&#246;rung (p &#61; 0,0008) und wiesen mindestens zwei stimmbezogene Symptome auf (p &#61; 0,0001). 87,5&#37; aller Teilnehmer hatten im Laufe ihres Berufslebens ein Stimm- und Sprechtraining absolviert; meist w&#228;hrend der letzten zwei Jahre der pastoralen Ausbildung (63,8&#37;). Aber 36,3&#37; nahmen auch zus&#228;tzliche Privatstunden zum Stimmtraining (44,3&#37; der Frauen vs. 29,0&#37; der M&#228;nner, p &#60; 0,001). In einer multivariaten Analyse waren eine hohe Stimmbelastung, unzureichende Kenntnisse zur Stimmpflege sowie das weibliche Geschlecht mit einer erh&#246;hten Wahrscheinlichkeit f&#252;r Stimmprobleme verbunden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Stimm- und Sprechtraining sowie Stimmhygiene stellen ein wichtiges Instrument zur Pr&#228;vention berufsbedingter Dysphonie im pastoralen Beruf dar. Dieses Training sollte auf die beruflichen Bed&#252;rfnisse von Pfarrerinnen und Pfarrern zugeschnitten sein und nicht nur im Rahmen der Berufseinstiegsphase stattfinden, sondern auch im Laufe des Berufslebens wiederholt aufgefrischt werden.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Pfarrerinnen und Pfarrer beanspruchen in ihrem Berufsalltag sowohl ihre Sing- als auch ihre Sprechstimme in hohem Ma&#223;e. Angesichts der zentralen Bedeutung der Stimme f&#252;r die kirchliche Arbeit ist es &#252;berraschend, dass bisher nur wenige Studien zu diesem Thema vorliegen <TextLink reference="1"></TextLink>. Die vorhandene Literatur zur Stimmgesundheit von Geistlichen bezieht sich auf verschiedene Religionen und Kontexte, darunter tamilsprachige <TextLink reference="2"></TextLink> und t&#252;rkische Imame <TextLink reference="3"></TextLink>, hinduistische Priester <TextLink reference="4"></TextLink>, j&#252;dische Kantoren <TextLink reference="5"></TextLink>, katholische Priester <TextLink reference="6"></TextLink>, tibetische M&#246;nche <TextLink reference="7"></TextLink>, Prediger der Siebenten-Tags-Adventisten <TextLink reference="8"></TextLink> sowie evangelische Pastoren in Brasilien <TextLink reference="1"></TextLink>. Die bisher gr&#246;&#223;te Studie wurde in Finnland mit 901 lutherischen Pastorinnen und Pastoren durchgef&#252;hrt <TextLink reference="9"></TextLink>. In fast allen Untersuchungen &#252;berwiegt aufgrund der untersuchten Religionen der Anteil m&#228;nnlicher Geistlicher deutlich.</Pgraph><Pgraph>Ziel der vorliegenden Studie war es, die Pr&#228;valenz von Stimmproblemen bei Pfarrerinnen und Pfarrern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu erfassen sowie m&#246;gliche Einflussfaktoren f&#252;r deren Auftreten zu identifizieren.</Pgraph><SubHeadline>Methoden</SubHeadline><Pgraph>Ein interprofessionelles Team, bestehend aus einer Pfarrerin und einem Pfarrer der EKD sowie zwei Phoniatern, entwickelte einen Fragebogen mit 26 Items. Dieser st&#252;tzte sich auf vorherige Studien zu Dysphonie bei Geistlichen <TextLink reference="6"></TextLink>, <TextLink reference="9"></TextLink>. Der elektronische Fragebogen wurde an die jeweiligen Mitgliedskirchen der EKD versandt. Die Mitgliedskirchen sollten den Link wiederum an ihre angestellten Pfarrerinnen und Pfarrer weiterleiten. </Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>An der Studie nahmen 1.022 Pfarrerinnen und Pfarrer teil, davon 534 M&#228;nner (52,3&#37;) und 488 Frauen (47,7&#37;). Die Pr&#228;valenz von Stimmst&#246;rungen variierte je nach zugrunde gelegter Definition: 5,1&#37; gaben eine medizinisch diagnostizierte Stimmst&#246;rung an, 7,5&#37; hatten bereits eine Krankmeldung aufgrund von Stimmproblemen, und 21,5&#37; berichteten h&#228;ufig mindestens zwei auftretenden Stimmbeschwerden zu haben. Pfarrerinnen wiesen signifikant h&#228;ufiger Stimmprobleme auf als Pfarrer. So waren deutlich mehr Pfarrerinnen als Pfarrer bereits wegen Stimmproblemen krankgeschrieben (p &#60; 0,0001), hatten eine medizinisch diagnostizierte Stimmst&#246;rung (p &#61; 0,0008) und wiesen mindestens zwei stimmbezogene Symptome auf (p &#61; 0,0001). 87,5&#37; hatten im Laufe ihres Berufslebens ein Stimm- und Sprechtraining absolviert, meist w&#228;hrend der letzten beiden Jahre der pastoralen Ausbildung (63,8&#37;). 36,3&#37; nahmen zus&#228;tzlich Privatstunden zum Stimmtraining in Anspruch (44,3&#37; der Frauen vs. 29,0&#37; der M&#228;nner, p &#60; 0,001). Alle Pfarrerinnen und Pfarrer wurden zu gesundheitlichen Beschwerden mit Bezug zu Stimmst&#246;rungen befragt. Die positiven Antworten wurden zu einem Summenscore (Skala: 0&#8211;4) aggregiert. Die Mehrzahl der Befragten wies einen Score von 0 oder 1 auf; w&#228;hrend 5,6&#37; einen Score von 3&#8211;4 erreichten.</Pgraph><Pgraph>In der multivariaten Analyse blieb das Alter nur in wenigen Modellen erhalten, wobei es dann einen protektiven Effekt zeigte: Jede zus&#228;tzliche Altersstufe von f&#252;nf Jahren verringerte das Risiko, schwer verst&#228;ndlich zu sein um 18&#37; (RR &#61; 0,82) und das Risiko f&#252;r eine leise Stimme um 16&#37; (RR &#61; 0,84). Das finale multivariante Modell zur Vorhersage von mindestens zwei stimmbezogenen Symptomen identifizierte weibliches Geschlecht (RR &#61; 1,62), h&#246;here stimmbezogene Arbeitszeit (RR &#61; 1,03 pro zus&#228;tzlicher Stunde pro Woche), begrenzte Kenntnisse &#252;ber Stimmpflege (RR &#61; 1,67 bei teilweisem Wissen, RR &#61; 1,86 bei fehlendem Wissen) sowie den Krankheitsscore als unabh&#228;ngige Risikofaktoren (Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table" />). </Pgraph><SubHeadline>Diskussion und Schlussfolgerung</SubHeadline><Pgraph>Mit der vorliegenden Studie liegt die bisher gr&#246;&#223;te Untersuchung zur Stimmgesundheit von Geistlichen vor. Die Pr&#228;valenz von Stimmst&#246;rungen war in unserer Untersuchung deutlich niedriger als in der Literatur &#8211; unabh&#228;ngig von der gew&#228;hlten Definition einer Stimmst&#246;rung. Dies k&#246;nnte darauf zur&#252;ckzuf&#252;hren sein, dass die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer mindestens einmal im Berufsleben ein Stimm- und Sprechtraining absolviert hatten. Dennoch nahmen 36&#37; zus&#228;tzlich privates Stimmtraining in Anspruch.</Pgraph><Pgraph>Stimm- und Sprechtraining sowie Stimmhygiene stellen wichtige Instrumente zur Pr&#228;vention berufsbedingter Dysphonie im pastoralen Beruf dar. Dieses Training sollte auf die beruflichen Bed&#252;rfnisse von Pfarrerinnen und Pfarrern zugeschnitten sein und nicht nur im Rahmen der Berufseinstiegsphase stattfinden, sondern auch im Laufe des Berufslebens aufgefrischt werden. </Pgraph></TextBlock>
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