<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.34/GmsArticle.dtd">
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>26dgpp13</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/26dgpp13</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-26dgpp131</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Breathy but healthy &#8211; stilintendierte Phonationstypen bei Jazz- und Musicals&#228;ngerinnen f&#252;r eine stilinformierte klinische Praxis</Title>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Schuster</Lastname>
          <LastnameHeading>Schuster</LastnameHeading>
          <Firstname>A. A.</Firstname>
          <Initials>AA</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>Universit&#228;t f&#252;r Musik und darstellende Kunst Wien mdw, Antonio Salieri Institut f&#252;r Gesang und Stimmforschung in der Musikp&#228;dagogik, Wien, &#214;sterreich<Affiliation>Universit&#228;t f&#252;r Musik und darstellende Kunst Wien mdw, Antonio Salieri Institut f&#252;r Gesang und Stimmforschung in der Musikp&#228;dagogik, Wien, &#214;sterreich</Affiliation></Address>
        <Email>antonia.schuster&#64;gmx.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="yes">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Thiele</Lastname>
          <LastnameHeading>Thiele</LastnameHeading>
          <Firstname>J.</Firstname>
          <Initials>J</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;t f&#252;r Musik und darstellende Kunst Wien mdw, Antonio Salieri Institut f&#252;r Gesang und Stimmforschung in der Musikp&#228;dagogik, Wien, &#214;sterreich</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>K&#246;berlein</Lastname>
          <LastnameHeading>K&#246;berlein</LastnameHeading>
          <Firstname>M. C.</Firstname>
          <Initials>MC</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;t f&#252;r Musik und darstellende Kunst Wien mdw, Antonio Salieri Institut f&#252;r Gesang und Stimmforschung in der Musikp&#228;dagogik, Wien, &#214;sterreich</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20260826</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Meeting>
        <MeetingId>M0654</MeetingId>
        <MeetingSequence>13</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName></MeetingName>
        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Stimme: Stimmphysiologie</MeetingSession>
        <MeetingCity>Starnberg</MeetingCity>
        <MeetingDate>
          <DateFrom>20260916</DateFrom>
          <DateTo>20260919</DateTo>
        </MeetingDate>
      </Meeting>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>V11</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Jazz- und Musicals&#228;ngerinnen sind unterschiedlichen stimmlichen Anforderungen ausgesetzt. Musicalgesang erfordert hohe Phonationsintensit&#228;t, Projektion und mehrst&#252;ndige Ausdauer, wogegen Jazzgesang durch Flexibilit&#228;t, Improvisation und Behauchtheit gepr&#228;gt ist. Jazzgesang gilt h&#228;ufig als der weniger belastende Stil, w&#228;hrend Behauchtheit in der Diagnostik als pathologisches Merkmal angesehen wird. Ziel war zu pr&#252;fen, ob sich die Stile hinsichtlich intendierter Phonationstypen akustisch und elektroglottographisch unterscheiden und ob sich Differenzen in der Stimmbelastung zeigen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode</Mark1>: Zehn stimmgesunde Jazz- und Musicals&#228;ngerinnen (n&#61;5&#47;5; Abschlussjahr oder Beruf) wurden in einem schalladaptierten Laborraum untersucht. Die Stimmgesundheit wurde mittels Dysphonia Severity Index (DSI) gescreent. Erhoben wurden standardisierter Sprechtext und Song (stiltypisches Playback, Over The Rainbow) mit Kondensatormikrofon und Elektroglottographie (EGG). Die Analyse erfolgte mit FonaDyn einschlie&#223;lich Differencemapping &#252;ber den <Mark2>f</Mark2><Mark2><Subscript>o</Subscript></Mark2>-SPL-Raum. Erfasste Parameter: CPP, Spectrum Balance, EGG-Kontaktma&#223;e (Qci,Q&#916;, Ic), Harmonic Richness Factor (HRFegg), Phonationtype-Cluster (1&#8211;5). Stimmbelastungssymptomatiken wurden mittels Selbsteinsch&#228;tzungsbogen (EASE), Stilintendierung der Performance per Fragebogen und Expertinnenrating erhoben.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Die Sprechstimmen beider Gruppen lagen oberhalb des CPP-Cut-offs von &#43;10 dB (Musical: &#43;11,86 dB; Jazz: &#43;11,54 dB) und st&#252;tzten die positiven DSI-Mittelwerte (Musical: 6,32; Jazz: 6,02). In der Singstimme zeigten sich deskriptiv stilspezifische Unterschiede: Musicals&#228;ngerinnen wiesen h&#246;here CPP-Werte auf (Musical:&#43;19,1 dB, Jazz:&#43;17,1 dB) sowie h&#246;here Spectrum-Balance-Werte in hohen Lagen &#252;ber 80 dB SPL. EGG-Parameter zeigten &#252;ber C4 und besonders im Passaggio um G4 st&#228;rkeren Stimmlippenkontakt. Jazzs&#228;ngerinnen phonierten leiser, weicher und behauchter mit geringerem Glottisschluss. Die EASE-Auswertung ergab keinen Gruppenunterschied im Gesamtscore (Jazz: 27,4&#47;80; Musical: 28,4&#47;80); Subscores Vocal Fatigue (VF) und Pathologic-Risk Indicators (PRI) waren vergleichbar.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Jazz- und Musicals&#228;ngerinnen zeigen messbare Unterschiede der intendierten Phonationsstrategie in der Singstimme, jedoch keine vergleichbaren Auff&#228;lligkeiten der Sprechstimme. Dies spricht f&#252;r stilintendierte, nicht per se pathologische Stimmqualit&#228;ten. Jazzgesang kann klinisch nicht pauschal als stimmschonender gelten. Die Befunde sprechen f&#252;r stilsensible Beurteilungskriterien.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Professionelle S&#228;ngerinnen im Jazz und Musicaltheater sind stilbedingt unterschiedlichen stimmlichen Anforderungen ausgesetzt. Musicalgesang erfordert einen h&#246;heren glottalen Widerstand und mehrst&#252;ndige Ausdauer <TextLink reference="1"></TextLink>, wohingegen Jazzgesang durch stimmliche Flexibilit&#228;t, Improvisation und Behauchtheit gepr&#228;gt ist <TextLink reference="2"></TextLink>. Jazzgesang gilt h&#228;ufig als der weniger belastende Stil, w&#228;hrend Behauchtheit in der Diagnostik als pathologisches Merkmal angesehen wird. Der Mangel an belastbaren physiologischen sowie akustischen Daten in den popul&#228;ren Gesangsstilen, erschwert eine stilgerechte klinische Bewertung und die Entwicklung stilspezifischer Normwerte f&#252;r professionelle S&#228;ngerinnen. Ziel der Studie war es, zu pr&#252;fen, </Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">inwiefern sich die Stile hinsichtlich intendierter Phonationstypen akustisch und physiologisch unterscheiden, </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">ob sich dies auf die Sprechstimme und stimmdiagnostische Parameter auswirkt und </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">ob sich daraus Konsequenzen bzgl. der Risikobewertung und Diagnostik ergeben.</ListItem></OrderedList></Pgraph><SubHeadline>Material und Methode</SubHeadline><Pgraph>Achtzehn ausgebildete Jazz- und Musicals&#228;ngerinnen (n&#61;9&#47;9; Abschlussjahr oder im Beruf) wurden in einem schalladaptierten Laborraum untersucht. Die Stimmgesundheit wurde mittels Dysphonia Severity Index (DSI) gescreent. Erhoben wurden je ein standardisierter Sprechtext (&#8222;Rainbow Passage&#8220;) und Song (&#8222;Over The Rainbow&#34;, stilcharakteristisches Playback) mit Kondensatormikrofon und Elektroglottographie (EGG). Die Analyse erfolgte mit FonaDyn (v3.6.1) <TextLink reference="3"></TextLink>, es wurde ein Phonationstypen-Modell erstellt und die Unionmaps beider Gruppen &#252;ber den Grundfrequenz (<Mark2>f</Mark2><Mark2><Subscript>o</Subscript></Mark2>)-Lautst&#228;rke (SPL)-Raum verglichen. Erfasste akustische Parameter: Cepstral Peak Prominence (CPP), Spectrum Balance (SB). Physiologische EGG-Parameter: Contact Quotient by Integration (Qci), Kontaktgeschwindigkeit dEGG<Subscript>max</Subscript> (Q<Subscript>&#916;</Subscript>), Harmonic Richness Factor (HRF<Subscript>egg</Subscript>). Kombinierte Parameter: Phonationstyp-Cluster (cPhon 1&#8211;5). Singstimmbelastungssymptomatiken wurden mittels Selbsteinsch&#228;tzungsbogen (EASE) <TextLink reference="4"></TextLink> erhoben. Stilintendierung der Performance und Expert:innenrating zur Stilbestimmung durch Hochschulprofessor:innen (n&#61;6) beider Fachrichtungen wurden mittels Fragebogen evaluiert. Die statistische Auswertung erfolgte mit SPSS mittels Mann-Whitney-U-Test f&#252;r nicht-parametrische Tests.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Die Sprechstimmen beider Gruppen waren vergleichbar, lagen oberhalb des Cut-Offs von &#43;10 dB (CPP<Subscript>MWJazz</Subscript>&#61;&#43;11,49 dB, SD&#61;&#43;0,35dB; CPP<Subscript>MWMusical</Subscript>&#61;&#43;11,87 dB, SD&#61;&#43;0,56 dB) und unterst&#252;tzen die Ergebnisse der positiven DSI-Mittelwerte (MW<Subscript>Jazz</Subscript>&#61;7,8, SD&#61;2,3; MW<Subscript>Musical</Subscript>&#61;7,1, SD&#61;2,2). In der Singstimme zeigten sich signifikante stilspezifische Unterschiede. Die Musicals&#228;ngerinnen wiesen signifikant h&#246;here CPP-Werte, (MW<Subscript>CPPJazz</Subscript>&#61;&#43;17,07 dB, SD&#61;&#43;1,02dB; MW<Subscript>CPPMusical</Subscript>&#61;&#43;18,96 dB, SD&#61;&#43;1,38 dB; U&#61;9; p&#61;0,005), SB-Werte (MW<Subscript>SBJazz</Subscript>&#61;-19,5 dB, SD&#61;&#43;1,72 dB; MW<Subscript>SBMusical</Subscript> &#61;-16,35 dB, SD&#61;&#43;2,8 dB; U&#61;10, p&#61;0,007) sowie signifikant h&#246;here HRF<Subscript>EGG</Subscript>-Werte auf (MW<Subscript>HRFJazz</Subscript>&#61; -9,4, SD&#61;6,2, MW<Subscript>HRFMusical</Subscript> &#61; -4,22, SD&#61;6,01; U&#61;8, p&#61;0,004). Die Phonationstypen-Analyse mit f&#252;nf Clustern (s. Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />) ergab, dass die Jazzs&#228;ngerinnen signifikant h&#228;ufiger und l&#228;nger als die Vergleichsgruppe eine leisere, weichere und behauchtere Stimmqualit&#228;t, d.h. schw&#228;cheren&#47;k&#252;rzeren Glottisschluss nutzen (cPhon 5: <Mark2>breathy</Mark2>) (n<Subscript>Jazz</Subscript>&#61; 32,8&#37;; n<Subscript>Musical</Subscript>&#61;14,1&#37;; U&#61;17, p&#61;0,038). Die EASE-Auswertung ergab keinen signifikanten Gruppenunterschied im Gesamtscore (MW<Subscript>EASEJazz</Subscript>&#61;28,67&#47;80, SD&#61;8,5; MW<Subscript>EaseMusical</Subscript>&#61;29,11&#47;80, SD&#61;6,4; U&#61;35,5; p&#61;0,657). Subscores Vocal Fatigue (MW<Subscript>VFJazz</Subscript>&#61;15,33&#47;40, SD&#61;4,3; MW<Subscript>VFMusical</Subscript>&#61;15,89&#47;40, SD&#61;4,4; U&#61;37,5; p&#61;0,789) und Pathologic-Risk Indicators (PRI, MW<Subscript>PRIJazz</Subscript>&#61;13,33&#47;40; MW<Subscript>PRIMusical</Subscript> &#61;13,0&#47;40; U&#61;36,5; p&#61;0,722) waren vergleichbar. Einzelne S&#228;ngerinnen beider Gruppen zeigten deutlich erh&#246;hte PRI-Werte (18&#47;40). Das Expert:innenrating (n&#61;6) ergab 70&#37; &#220;bereinstimmung der repr&#228;sentierten Stile. Die stilcharakteristische Intention der S&#228;ngerinnen deckte sich mit den Ergebnissen. </Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Die Gruppenunterschiede der CPP-Mittelwerte in der Sprechstimme waren nicht signifikant und best&#228;tigten die Sprechstimmgesundheit aller S&#228;ngerinnen. Hingegen zeichneten sich in den CPP-Mittelwerten der Singstimmen signifikante stilspezifische Gruppenunterschiede ab. Die h&#246;heren CPP-Werte im Gesang k&#246;nnten sich durch die Amplitudendifferenzen erkl&#228;ren lassen <TextLink reference="5"></TextLink>. Die Ergebnisse unterst&#252;tzen die These, dass der CPP-Wert sensibel auf die Singstimme reagiert <TextLink reference="6"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die signifikant h&#246;heren Werte in den akustischen, physiologischen und kombinierten Parametern der Singstimme in der Musicalgruppe sprechen f&#252;r eine stilcharakteristische Anforderung mit mehr Phonationsst&#228;rke, l&#228;ngeren Schlussphasen sowie Obertonreichtum (bzgl. SB und HRF<Subscript>EGG</Subscript>). Wohingegen die Jazzgruppe eine weichere, behauchtere und leisere Phonation, bei schw&#228;cheren hohen Teilt&#246;nen und h&#228;ufigerer Registervariation erfordert. W&#228;hrend der Musicalgesang eine h&#246;here mechanische Belastung aufweist, welche nicht zwangsl&#228;ufig als sch&#228;dlich zu erachten ist, kann die im Jazz stilistisch intendierte Behauchtheit die differentialdiagnostische Abgrenzung zu pathologischer Behauchtheit erschweren. Weiterf&#252;hrende stilspezifische Untersuchungen mit dysphonischen S&#228;ngerinnen w&#228;ren daher sinnvoll.</Pgraph><Pgraph>Die vergleichbaren Ergebnisse beider Gruppen bez&#252;glich CPP, DSI und EASE-Ergebnisse unterst&#252;tzen allerdings die Annahme, dass unterschiedliche stilintendierte Stimmqualit&#228;ten sich zun&#228;chst nicht auf die Sprechstimmqualit&#228;t auswirken. Da beide Gruppen Stimmbelastungssymptome in vergleichbarem Ausma&#223; beschreiben, sollte klinisch ein Stimmproblem nicht allein in Abh&#228;ngigkeit vom Stil bewertet werden, sondern die individuelle Betrachtung nach bekannten ICF-Faktoren ber&#252;cksichtigen. </Pgraph><SubHeadline>Schlussfolgerung</SubHeadline><Pgraph>Jazz- und Musicals&#228;ngerinnen zeigen messbare Unterschiede der intendierten Phonationsstrategien in der Singstimme, jedoch keine Auff&#228;lligkeiten der Sprechstimme. Jazzgesang kann anhand dieses Datensets klinisch weder als pathologisch bzgl. der Behauchtheit, noch als pauschal stimmschonender eingeordnet werden. Die Ergebnisse sprechen f&#252;r kombinierte stilsensible Beurteilungskriterien bzgl. Gesangstechnik, klang&#228;sthetischer Anforderung, Belastungsindikatoren sowie ICF-Faktoren.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Fisher J</RefAuthor>
        <RefAuthor>Kayes G</RefAuthor>
        <RefAuthor>Popeil L</RefAuthor>
        <RefTitle>Pedagogy of different sung genres</RefTitle>
        <RefYear>2014</RefYear>
        <RefBookTitle>The Oxford handbook of singing</RefBookTitle>
        <RefPage>707-28</RefPage>
        <RefTotal>Fisher J, Kayes G, Popeil L. Pedagogy of different sung genres. In: Welch GF, Howard DM, Nix J, editors. The Oxford handbook of singing. Oxford: Oxford University Press; 2014. p. 707-28. DOI: 10.1093&#47;oxfordhb&#47;9780199660773.013.005</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1093&#47;oxfordhb&#47;9780199660773.013.005</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>McLean J</RefAuthor>
        <RefTitle>Flexibility in range and registration in jazz singing</RefTitle>
        <RefYear>2024</RefYear>
        <RefJournal>Voice Speech Rev</RefJournal>
        <RefPage>6-17</RefPage>
        <RefTotal>McLean J. Flexibility in range and registration in jazz singing. Voice Speech Rev. 2024;18(1):6-17. DOI: 10.1080&#47;23268263.2022.2054093</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1080&#47;23268263.2022.2054093</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="3">
        <RefAuthor>Ternstr&#246;m S</RefAuthor>
        <RefAuthor>Johansson D</RefAuthor>
        <RefAuthor>Selamtzis A</RefAuthor>
        <RefTitle>FonaDyn - a system for real-time analysis of the electroglottogram, over the voice range</RefTitle>
        <RefYear>2018</RefYear>
        <RefJournal>SoftwareX</RefJournal>
        <RefPage>74-80</RefPage>
        <RefTotal>Ternstr&#246;m S, Johansson D, Selamtzis A. FonaDyn - a system for real-time analysis of the electroglottogram, over the voice range. SoftwareX. 2018;7:74-80. DOI: 10.1016&#47;j.softx.2018.03.002.</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1016&#47;j.softx.2018.03.002.</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="4">
        <RefAuthor>Phyland DJ</RefAuthor>
        <RefAuthor>Pallant JF</RefAuthor>
        <RefAuthor>Benninger MS</RefAuthor>
        <RefAuthor>Thibeault SL</RefAuthor>
        <RefAuthor>Greenwood KM</RefAuthor>
        <RefAuthor>Smith JA</RefAuthor>
        <RefAuthor>Vallance N</RefAuthor>
        <RefTitle>Development and preliminary validation of the EASE: a tool to measure perceived singing voice function</RefTitle>
        <RefYear>2013</RefYear>
        <RefJournal>J Voice</RefJournal>
        <RefPage>454-62</RefPage>
        <RefTotal>Phyland DJ, Pallant JF, Benninger MS, Thibeault SL, Greenwood KM, Smith JA, Vallance N. Development and preliminary validation of the EASE: a tool to measure perceived singing voice function. J Voice. 2013 Jul;27(4):454-62. DOI: 10.1016&#47;j.jvoice.2013.01.019</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1016&#47;j.jvoice.2013.01.019</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="5">
        <RefAuthor>Phadke KV</RefAuthor>
        <RefAuthor>Laukkanen AM</RefAuthor>
        <RefAuthor>Ilom&#228;ki I</RefAuthor>
        <RefAuthor>Kankare E</RefAuthor>
        <RefAuthor>Geneid A</RefAuthor>
        <RefAuthor>&#352;vec JG</RefAuthor>
        <RefTitle>Cepstral and Perceptual Investigations in Female Teachers With Functionally Healthy Voice</RefTitle>
        <RefYear>2020</RefYear>
        <RefJournal>J Voice</RefJournal>
        <RefPage>485.e33-485</RefPage>
        <RefTotal>Phadke KV, Laukkanen AM, Ilom&#228;ki I, Kankare E, Geneid A, &#352;vec JG. Cepstral and Perceptual Investigations in Female Teachers With Functionally Healthy Voice. J Voice. 2020 May;34(3):485.e33-485.e43. DOI: 10.1016&#47;j.jvoice.2018.09.010</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1016&#47;j.jvoice.2018.09.010</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="6">
        <RefAuthor>Baker CP</RefAuthor>
        <RefAuthor>Sundberg J</RefAuthor>
        <RefAuthor>Purdy SC</RefAuthor>
        <RefAuthor>Rakena TO</RefAuthor>
        <RefAuthor>Le&#227;o SHS</RefAuthor>
        <RefTitle>CPPS and Voice-Source Parameters: Objective Analysis of the Singing Voice</RefTitle>
        <RefYear>2024</RefYear>
        <RefJournal>J Voice</RefJournal>
        <RefPage>549-60</RefPage>
        <RefTotal>Baker CP, Sundberg J, Purdy SC, Rakena TO, Le&#227;o SHS. CPPS and Voice-Source Parameters: Objective Analysis of the Singing Voice. J Voice. 2024 May;38(3):549-60. DOI: 10.1016&#47;j.jvoice.2021.12.010</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1016&#47;j.jvoice.2021.12.010</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="7">
        <RefAuthor>Mendes AP</RefAuthor>
        <RefAuthor>Nunes N</RefAuthor>
        <RefAuthor>Ibrahim S</RefAuthor>
        <RefAuthor>Coelho AC</RefAuthor>
        <RefAuthor>Francisco MA</RefAuthor>
        <RefTitle>Cepstral Measures in the Fado Voice: Gender, Age and Phonatory Tasks</RefTitle>
        <RefYear>2023</RefYear>
        <RefJournal>J Voice</RefJournal>
        <RefPage>9-16</RefPage>
        <RefTotal>Mendes AP, Nunes N, Ibrahim S, Coelho AC, Francisco MA. Cepstral Measures in the Fado Voice: Gender, Age and Phonatory Tasks. J Voice. 2023 Jan;37(1):9-16. DOI: 10.1016&#47;j.jvoice.2020.09.010</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1016&#47;j.jvoice.2020.09.010</RefLink>
      </Reference>
    </References>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <Figure width="958" height="527" format="png">
          <MediaNo>1</MediaNo>
          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Darstellung der Phonationtype-Cluster Unionmaps f&#252;r die Gruppe Jazz n&#61;9 (links) und Musical n&#61;9 (rechts) &#252;ber den </Mark1><Mark1><Mark2>f</Mark2></Mark1><Mark1><Mark2><Subscript>o</Subscript></Mark2></Mark1><Mark1>-SPL-Raum des Testsongs. Die Jazzmap zeigt ausgepr&#228;gte Nutzung des </Mark1><Mark1><Mark2>breathy</Mark2></Mark1><Mark1>-Clusters (cPhon5, schwarze Stichlinie) in Phonation bis zu &#43;80 dB &#252;ber den gesamten </Mark1><Mark1><Mark2>f</Mark2></Mark1><Mark1><Mark2><Subscript>o</Subscript></Mark2></Mark1><Mark1>-Bereich auf, w&#228;hrend die Musicalmap dieses Cluster nur gelegentlich an den Randbereichen in leiser Phonation bis &#43;70 dB nutzt. Stattdessen singen die Musicals&#228;ngerinnen insgesamt &#252;ber den gesamten Frequenzbereich um ca. &#43;5 dB lauter (&#43;85 dB&#8211;&#43;107 dB) und nutzen daf&#252;r eine Phonation mit l&#228;nge-rem&#47;schnelleren Glottisschluss (cPhon1: </Mark1><Mark1><Mark2>firm</Mark2></Mark1><Mark1>; weisse Stichlinie).</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Figure>
        <NoOfPictures>1</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>