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    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Laryngeale Mechanismen im hochfrequenten Phonationsbereich</Title>
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        <Address>Universit&#228;t f&#252;r Musik und Darstellende Kunst, Antonio-Salieri Institut f&#252;r Gesang und Stimmforschung in der Musikp&#228;dagogik, Johannesgasse 8, 1010 Wien, &#214;sterreich<Affiliation>Universit&#228;t f&#252;r Musik und Darstellende Kunst, Antonio-Salieri Institut f&#252;r Gesang und Stimmforschung in der Musikp&#228;dagogik, Wien, &#214;sterreich</Affiliation></Address>
        <Email>marie.koeberlein&#64;med.uni-muenchen.de</Email>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Die Mechanismen zur Erzeugung extrem hoher Frequenzen oberhalb von 1.000 Hz sind wenig erforscht, da die verf&#252;gbaren Methoden limitiert sind. Aktuell gibt es Theorien (1) zum Damping-Mechanismus (sog. M2d), wobei die schwingende Stimmlippenl&#228;nge reduziert wird sowie (2) zur epitheldominierten Schwingung bei minimaler Amplitude (sog. M3). Die Mechanismen konnten bisher lediglich von stroboskopischen Aufnahmen (M2d) oder Finite-Elemente-Modelling (M3) abgeleitet werden. Ziel dieser Studie war es, das tats&#228;chliche Schwingungsverhalten der Stimmlippen im Kontext extrem hoher Frequenzen sichtbar zu machen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode:</Mark1> Mittels simultaner Hochgeschwindigkeits-Laryngoskopie bei 20.000 fps, Elektroglottographie und Audioaufnahmen wurden Phonationen im Bereich 1&#8211;3 kHz aufgezeichnet. Es wurden drei sowohl m&#228;nnliche als auch weibliche Probanden inkludiert.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Die erfassten Schwingungsmuster lassen sich den genannten Theorien zuordnen. Jedoch unterscheiden sie sich in der Detailkonfiguration und dem akustischen Ergebnis sowie der Steuerbarkeit. Die Mechanismen erscheinen als unabh&#228;ngig vom biologischen Geschlecht einsetzbar, sowie auch bei vorhandenen Phonationsverdickungen anwendbar.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Da die detektierten Grundfrequenzen der verschiedenen Signale &#252;bereinstimmen, ist davon auszugehen, dass die Phonationen von bis zu 3.100 Hz einen Ursprung in der Stimmlippenoszillation haben; dies trifft auch auf erfasste nichtharmonische Frequenzen zu.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Die Mechanismen zur Erzeugung extrem hoher Frequenzen oberhalb von 1.000 Hz sind wenig erforscht, da die verf&#252;gbaren Methoden limitiert sind <TextLink reference="1"></TextLink>. Aktuell gibt es Theorien zum Damping-Mechanismus (sog. M2d) <TextLink reference="2"></TextLink>, wobei die schwingende Stimmlippenl&#228;nge reduziert wird, sowie zur epitheldominierten Schwingung mit minimaler Amplitude (sog. M3) <TextLink reference="3"></TextLink>. Die Mechanismen konnten bisher lediglich von laryngostroboskopischen Aufnahmen oder Finite-Elemente-Modelling abgeleitet werden. Ziel dieser Studie war es, das Schwingungsverhalten der Stimmlippen im Kontext extrem hoher Frequenzen zeitlich hochaufgel&#246;st sichtbar zu machen.</Pgraph><SubHeadline>Material und Methoden</SubHeadline><Pgraph>Es wurden drei Personen gemessen (zwei m&#228;nnlich, eine weiblich), welche extrem hohe Phonationen im k&#252;nstlerischen Kontext gezielt einsetzen. Mittels simultaner Hochgeschwindigkeits-Videolaryngoskopie (HSV) bei 20.000 fps, Elektroglottographie (EGG) und Audioaufnahmen wurden Phonationen im Bereich 1.000&#8211;3.100 Hz aufgezeichnet. Aus dem Bildmaterial wurde die Glottisfl&#228;che segmentiert, die Schwingungsfrequenz sowie der Offenquotient berechnet und die prozentual schwingende L&#228;nge der Stimmlippen gemessen. Aus dem Audiomaterial wurden Spektren generiert und aus dem EGG-Signal wurde die Grundfrequenz extrahiert.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Im Vergleich stimmten die Grundfrequenzen der verschiedenen Quellen &#252;berein. </Pgraph><Pgraph>Es zeigten sich in allen Aufnahmen verk&#252;rzte Schwingungsl&#228;ngen von weniger als 25&#37; der Stimmlippenl&#228;nge (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure" />) sowie Oszillationsbewegungen an der Stimmlippenoberfl&#228;che. Bei allen Probanden blieb w&#228;hrend der Phonation ein unterschiedlich gro&#223;er glottaler Spalt. Bei einem der m&#228;nnlichen Probanden wurden Phonationsverdickungen festgestellt, welche die schwingende L&#228;nge unterteilte. Bei der weiblichen Probandin kam es zur Entwicklung von sog. Sidebands im Klangspektrum aufgrund nicht-linearer Schwingungsmuster der Stimmlippen, sowie fehlender Steuerungsf&#228;higkeit der Tonh&#246;he.</Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Die erfassten Schwingungsmuster von verk&#252;rzter schwingender L&#228;nge und minimaler Schwingungsamplitude lassen sich gleichzeitig den eingangs genannten Theorien von Damping <TextLink reference="2"></TextLink> und epithel-dominierter Oszillation <TextLink reference="3"></TextLink> zuordnen und widersprechen Hypothesen zu aeroakustischer Tonerzeugung (Pfeifmechanismen) <TextLink reference="4"></TextLink>. Jedoch unterscheiden sich die Phonationen in der Detailkonfiguration und dem akustischen Ergebnis sowie der Steuerbarkeit. Die Mechanismen erscheinen als unabh&#228;ngig vom biologischen Geschlecht einsetzbar.</Pgraph><Pgraph>Als Mechanismus zur Verk&#252;rzung der schwingenden L&#228;nge ist eine prim&#228;r cartilagin&#246;se Adduktion bei relaxiertem M. thyroarytaenoideus plausibel <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>M&#246;glicherweise k&#246;nnen Phonationsverdickungen die extrem hohe Phonation sogar unterst&#252;tzen, indem sie bei epitheldominierter Oszillation die schwingende L&#228;nge der Stimmlippen unterbrechen und somit verk&#252;rzen, bei weniger cartilagin&#246;ser Adduktion und gr&#246;&#223;erem glottalen Spalt. Bei der Generation von nicht-linearen Sidebands bei der stimmlich gesunden Probandin werden irregul&#228;re Schwingungsmuster willentlich eingesetzt <TextLink reference="5"></TextLink>, welche in anderen Kontexten tendenziell als pathologisch eingeordnet werden <TextLink reference="6"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>. Die genaue muskul&#228;re Steuerung zur Erzeugung dieser Muster bedarf weiterer Untersuchungen.</Pgraph><SubHeadline>Fazit&#47;Schlussfolgerungen</SubHeadline><Pgraph>Da die detektierten Grundfrequenzen der verschiedenen Signale &#252;bereinstimmen, ist davon auszugehen, dass die Phonationen von bis zu 3.100 Hz einen Ursprung in der Stimmlippenoszillation haben; dies trifft auch insbesondere auf nichtharmonische Frequenzen zu. Zur Erzeugung der extrem hohen Phonationen kommen teilweise willentlich eingesetzte pathologische Muster zum Einsatz.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1016&#47;j.jvoice.2024.08.015</RefLink>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Aufnahmen der Stimmlippen aller Probanden P1-3 bei weitester glottaler &#214;ffnung. Jeweils ist der schwingende Bereich mit unterbrochenen Linien, der glottale Spalt mit durchgezogenen Linien markiert.</Mark1></Pgraph></Caption>
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