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    <ArticleType>Vortrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Einfluss von Fl&#252;sterbelastungstests auf die Schwingungsmechanismen der Stimmlippen im Kontext organischer Dysphonien</Title>
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        <Address>Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t, HNO&#47;Phoniatrie und P&#228;daudiologie, M&#252;nchen, Deutschland<Affiliation>Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t, HNO&#47;Phoniatrie und P&#228;daudiologie, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>rebekka.hoppermann&#64;med.uni-muenchen.de</Email>
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      <DatePublished>20260826</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie</MeetingCorporation>
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        <MeetingTitle>42. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Phoniatrie und P&#228;daudiologie (DGPP)</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Stimme: Stimmanalyse I</MeetingSession>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Fl&#252;stern wird in der klinischen Praxis h&#228;ufig zur Reduktion stimmlicher Belastung empfohlen, insbesondere bei Patienten mit organischer Dysphonie. Gleichzeitig besteht Uneinigkeit dar&#252;ber, ob Fl&#252;stern durch die F&#246;rderung fehlregulatorischer phonatorischer Muster potenziell negative Effekte auf die Stimmfunktion haben k&#246;nnte. Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, ob eine standardisierte kurzfristige Fl&#252;sterbelastung messbare Ver&#228;nderungen der Stimmfunktion und der Schwingungseigenschaften der Stimmlippen bei Patienten mit organischer Dysphonie induziert.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Material und Methode:</Mark1> Acht Patienten mit klinisch diagnostizierten Stimmlippenraumforderungen und geplanter phonochirurgischer Intervention wurden vor sowie unmittelbar nach einem 10-min&#252;tigen Fl&#252;sterbelastungstest untersucht. Die Beurteilung der Stimmfunktion erfolgte anhand des Dysphonia Severity Index. Die Stimmlippenschwingung und phonatorische Eigenschaften wurden mittels transnasaler Hochgeschwindigkeits-Videolaryngoskopie, Elektroglottographie und akustischer Messungen analysiert. Pr&#228;-Post-Unterschiede wurden mithilfe nichtparametrischer Testverfahren unter Anwendung einer Bonferroni-Korrektur analysiert.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Alle Teilnehmenden absolvierten die Fl&#252;sterbelastung, obwohl die meisten den angestrebten Schalldruckpegel nicht konstant erreichen konnten. Es zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Messzeitpunkten im Dysphonia Severity Index, in akustischen Messwerten, in Perturbationsparametern oder in glottalen Schwingungsindizes aus Hochgeschwindigkeitsaufnahmen und Elektroglottographie. Pathologische Schwingungsmuster, die mit den zugrunde liegenden Raumforderungen zusammenhingen, waren vorhanden, zeigten jedoch keine systematischen Ver&#228;nderungen infolge der Fl&#252;sterbelastung. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Bei Patienten mit organischer Dysphonie f&#252;hrte die kurzfristige Fl&#252;sterbelastung zu keinen statistisch signifikanten Ver&#228;nderungen der Stimmfunktion oder der Stimmlippenschwingungsmuster. Diese Ergebnisse legen nahe, dass kurzfristiges Fl&#252;stern biomechanische oder schwingungsbezogene Beeintr&#228;chtigungen bei organischen Stimmlippenpathologien nicht akut verschlimmert.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>Fl&#252;stern wird in der klinischen Praxis h&#228;ufig als Ersatz f&#252;r eine Stimmproduktion empfohlen, insbesondere bei Patienten mit organischen Stimmst&#246;rungen. Die zugrundeliegende Annahme ist, dass beim Fl&#252;stern keine oder nur geringe Stimmlippenschwingungen auftreten und dadurch die Belastung der Gewebe reduziert wird <TextLink reference="1"></TextLink>. Gleichzeitig wird jedoch diskutiert, ob insbesondere ein angespanntes oder forciertes Fl&#252;stern durch eine erh&#246;hte Spannung, vor allem der Larynxmuskulatur, zu kompensatorischen Mechanismen der stimmerzeugenden Organe f&#252;hren und die Stimmfunktion negativ beeinflussen k&#246;nnte <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>. Bislang liegen nur wenige experimentelle Daten zur unmittelbaren Wirkung des Fl&#252;sterns auf die Stimmlippenfunktion vor <TextLink reference="4"></TextLink>. Untersuchungen an stimmgesunden Personen zeigten lediglich geringe Ver&#228;nderungen der Stimmlippenschwingung nach Fl&#252;ster-Belastungstests <TextLink reference="5"></TextLink>. Es wurden leichte Anstiege der minimalen Intensit&#228;t, des Glottal-Gap-Index sowie des glottalen Offenquotienten beobachtet, insbesondere bei Probanden, die angespannt fl&#252;sterten. Dies deutet auf subtile Ver&#228;nderungen der laryngealen Konfiguration hin <TextLink reference="5"></TextLink>. Ob vergleichbare Effekte auch bei Patienten mit organischen Stimmlippenver&#228;nderungen auftreten, ist bisher ungekl&#228;rt. Es ist anzunehmen, dass strukturelle Ver&#228;nderungen der Stimmlippen die Verteilung der beim Fl&#252;stern auftretenden aerodynamischen Kr&#228;fte im Gewebe grundlegend ver&#228;ndern und dadurch die Anf&#228;lligkeit f&#252;r Scherkr&#228;fte, &#214;dembildung oder maladaptive Schwingungsmuster erh&#246;hen k&#246;nnten <TextLink reference="6"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>. Vor diesem Hintergrund untersuchte die vorliegende Studie, ob ein zehnmin&#252;tiger standardisierter Belastungstest mit forciertem Fl&#252;stern akute Ver&#228;nderungen der Stimmfunktion oder der Schwingungseigenschaften der Stimmlippen verursacht. Besonderes Interesse galt dabei m&#246;glichen Ver&#228;nderungen der Stimmlippenvibration, die mithilfe zeitlich hochaufl&#246;sender videolaryngoskopischer Verfahren erfasst wurde. </Pgraph><SubHeadline>Material und Methoden</SubHeadline><Pgraph>In die Studie wurden acht Patienten (7 weibliche, 1 m&#228;nnlicher) mit klinisch diagnostizierten Stimmlippenraumforderungen eingeschlossen, bei denen die Indikation zur phonochirurgischen Intervention klinisch gestellt wurde. Alle Teilnehmenden absolvierten einen standardisierten Fl&#252;ster-Belastungstest, bei dem sie &#252;ber einen Zeitraum von zehn Minuten den Text &#8222;Das tapfere Schneiderlein&#8220; bei einer Mindestlautst&#228;rke von 70 dB(A) gemessen im Abstand von 30 cm vortrugen <TextLink reference="5"></TextLink>. Die Beurteilung der Stimmfunktion erfolgte anhand des Dysphonia Severity Index (DSI) <TextLink reference="8"></TextLink>. Die Stimmlippenschwingung und phonatorischen Eigenschaften wurden wie in vorhergehenden Studien mittels transnasaler Hochgeschwindigkeits-Videolaryngoskopie, Elektroglottographie und akustischer Messungen analysiert <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="9"></TextLink>. Pr&#228;-Post-Unterschiede glottaler, spektraler und akustischer Parameter wurden mithilfe des Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Tests in MATLAB (R2025a) unter Anwendung einer Bonferroni-Korrektur (m &#61; 9) analysiert.</Pgraph><SubHeadline>Ergebnisse</SubHeadline><Pgraph>Alle Studienteilnehmenden konnten den Fl&#252;ster-Belastungstest vollst&#228;ndig absolvieren. Allerdings zeigte sich, dass die angestrebte Lautst&#228;rke w&#228;hrend des Fl&#252;sterns von 7 Personen nicht erreicht werden konnte. Die statistischen Analysen ergaben keine signifikanten Unterschiede zwischen den Messungen vor und nach dem Fl&#252;sterbelastungstest. Dies galt sowohl f&#252;r den DSI als auch f&#252;r s&#228;mtliche untersuchte akustische Messwerte, Pertubationsparameter und glottale Schwingungsindizes aus Hochgeschwindigkeitsaufnahmen und Elektroglottographie. Die Aufnahmen der Stimmlippenschwingungen best&#228;tigten zwar die bei organischen Stimmlippenl&#228;sionen typischerweise vorhandenen pathologischen Schwingungsmuster, jedoch konnten nach der Fl&#252;sterbelastung keine systematischen Ver&#228;nderungen dieser Muster festgestellt werden. Insgesamt fanden sich somit keine Hinweise auf eine akute Verschlechterung der Stimmfunktion oder der Schwingungseigenschaften der Stimmlippen infolge des zehnmin&#252;tigen forcierten Fl&#252;sterns.</Pgraph><SubHeadline>Diskussion</SubHeadline><Pgraph>Die Ergebnisse sprechen daf&#252;r, dass eine kurzfristige Phase forcierten Fl&#252;sterns keine messbaren negativen Auswirkungen auf die biomechanischen Eigenschaften der Stimmlippen bei organischer Dysphonie hat. Dies ist insofern bemerkenswert, als dass die Effekte des Fl&#252;sterns h&#228;ufig kontrovers diskutiert werden. W&#228;hrend einige Autoren vor m&#246;glichen Fehlbelastungen durch erh&#246;hten muskul&#228;ren Einsatz warnen <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>, konnten in der vorliegenden Untersuchung keine Ver&#228;nderungen nachgewiesen werden. Die Resultate stehen zudem im Einklang mit fr&#252;heren Untersuchungen an stimmgesunden Personen, bei denen ebenfalls nur minimale oder keine relevanten Ver&#228;nderungen nach kurzen Fl&#252;sterbelastungen beobachtet wurden <TextLink reference="5"></TextLink>. Gleichzeitig m&#252;ssen die Ergebnisse vorsichtig interpretiert werden. Die Stichprobe war mit acht Personen relativ klein, wodurch die statistische Aussagekraft begrenzt ist. Zudem wurde nur die unmittelbare Wirkung einer zehnmin&#252;tigen Belastung untersucht. Aussagen &#252;ber langfristige oder wiederholte Fl&#252;sterbelastungen lassen sich daraus nicht ableiten. Dar&#252;ber hinaus handelt es sich um eine heterogene Patientengruppe mit unterschiedlichen Auspr&#228;gungen organischer Stimmlippenver&#228;nderungen.</Pgraph><SubHeadline>Schlussfolgerung</SubHeadline><Pgraph>Die Studie liefert keine Hinweise darauf, dass ein standardisierter zehnmin&#252;tiger Fl&#252;ster-Belastungstest die Stimmfunktion oder die Schwingungseigenschaften der Stimmlippen bei Patienten mit organischer Dysphonie akut verschlechtert. Weder akustische noch elektroglottographische oder hochgeschwindigkeitsendoskopische Parameter zeigten signifikante Ver&#228;nderungen nach der Belastung. Die Ergebnisse sprechen daher gegen die Annahme, dass kurzfristiges Fl&#252;stern unmittelbar sch&#228;dliche Auswirkungen auf die Stimmlippenmechanik bei organischen Stimmlippenbefunden wie Polypen oder Randkantenverdickungen besitzt. Gleichzeitig unterstreichen sie die Notwendigkeit weiterer Studien mit gr&#246;&#223;eren Stichproben und l&#228;ngeren Belastungszeitr&#228;umen, um die Rolle des Fl&#252;sterns in der klinischen Stimmtherapie abschlie&#223;end beurteilen zu k&#246;nnen.</Pgraph></TextBlock>
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