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    <IdentifierDoi>10.3205/25gmds178</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25gmds1787</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Eignung von Discrete Event Simulation als Werkzeug zur Beurteilung einer tempor&#228;ren Sprechstunde in Bezug auf das Overcrowding in der Notaufnahme</Title>
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          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum M&#252;nster, M&#252;nster, Germany</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="de">Zentrale Notaufnahme</Keyword>
      <Keyword language="de">Simulationsstudie</Keyword>
      <Keyword language="de">Overcrowding</Keyword>
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      <DatePublished>20251103</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingId>M0631</MeetingId>
        <MeetingSequence>178</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS)</MeetingName>
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        <MeetingSession>PS 11: Wissens- und Prozessmanagement</MeetingSession>
        <MeetingCity>Jena</MeetingCity>
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          <DateFrom>20250907</DateFrom>
          <DateTo>20250911</DateTo>
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    <ArticleNo>Abstr. 184</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung:</Mark1> Die bisektorale Notfallversorgung in Deutschland f&#252;gt dem internationalen Ph&#228;nomen des Overcrowding <TextLink reference="1"></TextLink> eine weitere Dimension hinzu. Die Optimierung dieser Notfallversorgung stellt H&#228;user jedweder Stufe vor eine Herausforderung. Es sollte im Folgenden gepr&#252;ft werden, ob eine computergest&#252;tzte Simulation ein geeignetes Werkzeug ist, um L&#246;sungsans&#228;tze f&#252;r die Optimierung der Notaufnahme in einem nicht-universit&#228;ren Krankenhaus der Basisnotfallversorgung zu liefern <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methodik:</Mark1>  In dieser Studie wurde exemplarisch der Einfluss einer speziellen Sprechstunde f&#252;r nicht-dringende Patienten auf das &#8222;Throughput&#8220; untersucht <TextLink reference="3"></TextLink>. Im Discrete Event Simulation-Modell, das in der Arena Simulation Software von Rockwell Automation auf Basis von SIMAN aufgebaut wurde, wurden ausschlie&#223;lich &#196;rzte als Ressource betrachtet.</Pgraph><Pgraph>Aus einer Vielzahl m&#246;glicher Indikatoren (KPI) <TextLink reference="4"></TextLink> wurden in jeweils zehn Durchg&#228;ngen durchschnittliche Wartezeiten der Patienten, die Verteilung der Einsatzzeit der &#196;rzte, sowie die Anzahl der Patienten, die ohne Arztkontakt die Notaufnahme verlassen hat, ermittelt. Im zweiten Szenario wurden w&#228;hrend eines 16-Stunden-Tages zwei Mal je einst&#252;ndige Sprechstunden durchgef&#252;hrt, die ausschlie&#223;lich den weniger dringend eingesch&#228;tzten Patienten vorbehalten waren, die bereits am l&#228;ngsten in der Notaufnahme warteten. Eine ausf&#252;hrliche &#220;berpr&#252;fung der korrekten Funktionsweise des Modells (Verifikation) ist erfolgt <TextLink reference="5"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> In der Simulation konnten im Vergleich zum Basisszenario ohne spezielle Sprechstunde insgesamt mehr Patienten behandelt werden. Die Anzahl der Patienten ohne Arztkontakt sank entsprechend. Die beteiligten &#196;rzte verbrachten messbar weniger Zeit auf den Wegen vom und zum Patienten. Die h&#246;her triagierten Patienten mussten durchschnittlich eine deutlich h&#246;here Wartezeit in Kauf nehmen als im Basisszenario.</Pgraph><Pgraph>Die in der Sprechstunde verbrachte Zeit der &#196;rzte, die Anzahl der behandelten Patienten und damit der Effekt insgesamt fielen geringer aus als erwartet. Urs&#228;chlich konnte im Simulationsverlauf beobachtet werden, dass die &#196;rzte h&#228;ufig mit ihrem vorherigen Fall besch&#228;ftigt waren und erst sp&#228;ter als vorgesehen den Dienst in der Sprechstunde aufnahmen.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1>  Ziel dieser Studie war es zu testen, inwieweit das Werkzeug Computergest&#252;tzte Simulation f&#252;r die Verbesserung einer Overcrowding-Situation in Notaufnahmen geeignet sein k&#246;nnte. Es konnte gezeigt werden, dass in der Simulation die Ver&#228;nderungen in Hinblick auf verschiedene KPI prognostiziert werden k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Im simulierten Fall wurde die Versorgung der weniger dringend eingesch&#228;tzten Patienten zwar leicht verbessert, die Wartezeit f&#252;r die dringlicheren Patienten dagegen risikobehaftet verl&#228;ngert. Dabei ist zu ber&#252;cksichtigen, dass zwar die Struktur einer realen Notaufnahme als Vorbild diente, aber aufgrund der starken Vereinfachung des Modells die zu diesem Zeitpunkt ermittelten Zahlen nur eine tendenzielle Ausagekraft haben.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Das Modell ist f&#252;r die Beantwortung der Fragestellung grunds&#228;tzlich geeignet. Der n&#228;chste Schritt besteht darin, das Modell f&#252;r eine reale Fragestellung einer Notaufnahme der Basisnotfallversorgung zu erweitern. F&#252;r eine konkrete Beurteilung sollte dann das Modell um Indikatoren f&#252;r sowohl die Qualit&#228;t der Patientenversorgung als auch die wirtschaftlichen Konsequenzen erg&#228;nzt werden.</Pgraph><Pgraph>Es ist dabei darauf zu achten, die Modelltiefe auf die f&#252;r die Fragestellung notwendige Komplexit&#228;t zu begrenzen. Eine erfolgreiche Validierung erfordert ex ante sowohl einen umfangreichen Austausch mit dem Prozessmanagement des betreffenden Krankenhauses als auch die Extraktion bzw. Erhebung von zahlreichen Daten in der Notaufnahme.</Pgraph><Pgraph>Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.</Pgraph><Pgraph>Die Autoren geben an, dass kein Ethikvotum erforderlich ist.</Pgraph></TextBlock>
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