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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Vorhersage von koronaren Herzerkrankungen auf der Basis von Aktivit&#228;tstrackerdaten mit konventionellen Prognosemodellen und Verfahren des Maschinellen Lernens</Title>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <Keyword language="de">Vorhersagemodell</Keyword>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</MeetingCorporation>
        <MeetingName>70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS)</MeetingName>
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        <MeetingSession>V: Machine learning and AI applications 1</MeetingSession>
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          <DateFrom>20250907</DateFrom>
          <DateTo>20250911</DateTo>
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    <ArticleNo>Abstr. 113</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Smartwatches und Fitnessarmb&#228;nder werden immer beliebter zur &#220;berwachung und Analyse der eigenen Alltagsbewegung und sportlichen Aktivit&#228;ten. Da damit m&#246;gliche klinische Parameter (z.B. die Herzfrequenz) bereits allt&#228;glich erhoben werden, ergibt sich ein gro&#223;es Potenzial zur Unterst&#252;tzung der klinischen Diagnose von z.B. kardiovaskul&#228;ren Erkrankungen <TextLink reference="1"></TextLink>. Bei einer solchen Diagnose liegt ein bin&#228;res Klassifikationsproblem vor, f&#252;r dessen L&#246;sung sich die logistische Regression bew&#228;hrt hat. Doch die von den Trackern generierten Daten sind schwierig f&#252;r Menschen lesbar und die aufkommende Menge macht eine individuelle Auswertung kompliziert. Au&#223;erdem sind die M&#246;glichkeiten der Modellierung mit der logistischen Regression begrenzt, weshalb sich Techniken des Maschinellen Lernens anbieten, die eine automatisierte Erkennung von Mustern zur Erstellung von Prognosen aus komplexen Datens&#228;tzen erm&#246;glichen <TextLink reference="1"></TextLink>. In einer Sekund&#228;ranalyse wurde untersucht, ob die von Trackern generierten Daten zur algorithmengest&#252;tzten Vorhersage des Vorliegens von koronarer Herzerkrankung (KHK) geeignet sind und einen Mehrwert gegen&#252;ber der logistischen Regression bieten. Die verwendeten Daten stammen aus der Studie &#8220;Impact of electrically assisted bicycles on physical activity and traffic accident risk: a prospective observational study&#8220; <TextLink reference="2"></TextLink>, in der Studienteilnehmende 4 Wochen lang Aktivit&#228;ten mit einem Fahrrad oder E-Bike per Tracker eigenst&#228;ndig aufgezeichnet haben. Die Studie umfasste 1879 Teilnehmende (68&#37; m&#228;nnlich, mittleres Alter &#61; 52 Jahre), wovon 30&#37; als erkrankt definiert wurden (KHK&#47;Bluthochdruck liegt vor oder Einnahme Herzfrequenz beeinflussender Medikamente).</Pgraph><Pgraph>Auf Basis von deskriptiven Analysen erfolgte zun&#228;chst eine umfangreiche Vorverarbeitung der Daten. Hierbei wurden technische Artefakte entfernt und geeignete Variablen identifiziert und generiert. F&#252;r das bin&#228;re Klassifikationsproblem (an KHK erkrankt oder nicht erkrankt) wurden neben konventionellen Prognosemodellen (logistische und hierarchische logistische Regression), Prognosemodelle durch verschiedene Algorithmen des &#220;berwachten Lernens (decision tree, random forest, support vector machine, k-nearest neighbour) angewendet. Alle generierten Modelle liefern eine Vorhersage zum Vorliegen der Erkrankung und wurden in ihrer pr&#228;diktiven Leistung anhand von Sensitivit&#228;t, Spezifit&#228;t und Youden&#8216;s Index verglichen.</Pgraph><Pgraph>Die deskriptive Analyse zeigt, dass relevante Parameter in beiden Klassen (an KHK erkrankt oder nicht erkrankt) &#228;hnlich verteilt sind und naturgem&#228;&#223; bei deutlich weniger Studienteilnehmenden eine KHK vorlag, was die Klassifizierung f&#252;r die Algorithmen des Maschinellen Lernens erschwert. Bei den algorithmengest&#252;tzen Prognosemodellen liegt die Sensitivit&#228;t bei ca. 0,4 und die Spezifit&#228;t bei ca. 0,9 und auch die Hinzunahme von Trackerdaten erh&#246;ht die pr&#228;diktive Leistung nicht. Mit einem Prognosemodell basierend auf der logistischen Regression, welches auf den Trainingsdaten optimiert wurde, kann die beste pr&#228;diktive Leistung erreicht werden. Die Sensitivit&#228;t und Spezifit&#228;t liegen bei ca. 0,7, sodass ein ausgeglichenes Verh&#228;ltnis vorliegt. Die Hinzunahme von Trackerdaten in das Regresssionsmodell verbessert die Sensitivit&#228;t nur minimal und f&#252;hrt zur Verschlechterung der Spezifit&#228;t.</Pgraph><Pgraph>Maschinelles Lernen bietet im vorliegenden Anwendungsbeispiel keinen Mehrwert, da mit den klassischen logistischen Regressionsmodellen eine bessere pr&#228;diktive Leistung erzielt werden kann. Aufgrund der nur gering ausgepr&#228;gten Unterschiede zwischen den an KHK erkrankten und nicht erkrankten Teilnehmenden ist nicht zu erwarten, dass die nicht idealen Ergebnisse der logistischen Regression noch verbessert werden k&#246;nnen. Au&#223;erdem muss bei der Bewertung der Ergebnisse ber&#252;cksichtigt werden, dass die Definition der Erkrankung sehr grob war und es sich um selbst aufgezeichnete Daten handelt, welche Anwendungsfehler enthalten k&#246;nnen und deren Umwelteinfl&#252;sse unbekannt sind.</Pgraph><Pgraph>Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.</Pgraph><Pgraph>Die Autoren geben an, dass kein Ethikvotum erforderlich ist.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>Hughes A</RefAuthor>
        <RefAuthor>Shandhi MMH</RefAuthor>
        <RefAuthor>Master H</RefAuthor>
        <RefAuthor>Dunn J</RefAuthor>
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        <RefTitle>Wearable Devices in Cardiovascular Medicine</RefTitle>
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        <RefJournal>Circulation Research</RefJournal>
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        <RefTotal>Hughes A, Shandhi MMH, Master H, Dunn J, Brittain E. Wearable Devices in Cardiovascular Medicine. Circulation Research. 2023;132(5):652-670.</RefTotal>
      </Reference>
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        <RefAuthor>Haufe S</RefAuthor>
        <RefAuthor>Boeck HT</RefAuthor>
        <RefAuthor>H&#228;ckl S</RefAuthor>
        <RefAuthor>Boyen J</RefAuthor>
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        <RefTitle>Impact of electrically assisted bicycles on physical activity and traffic accident risk: a prospective observational study</RefTitle>
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        <RefJournal>BMJ Open Sport &#38; Exercise Medicine</RefJournal>
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        <RefTotal>Haufe S, Boeck HT, H&#228;ckl S, Boyen J, K&#252;ck M, et al. Impact of electrically assisted bicycles on physical activity and traffic accident risk: a prospective observational study. BMJ Open Sport &#38; Exercise Medicine. 2022;8(4):e001275.</RefTotal>
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