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      <Title language="de">Fallbericht: Bilateral Acute Iris Transillumination (BAIT)</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Verein Rheinisch-Westf&#228;lischer Augen&#228;rzte</MeetingCorporation>
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        <MeetingSession>Uveitis</MeetingSession>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Bilateral Acute Iris Transillumination (BAIT) ist ein seltenes und relativ neues Syndrom, das erstmals 2004 von Bringas Calvo et al. und sp&#228;ter in einer gr&#246;&#223;eren Fallserie 2011 von Tugal-Tutkun et al. beschrieben wurde. In der Literatur ist bislang nur eine begrenzte Anzahl von F&#228;llen dokumentiert, wobei w&#228;hrend der Coronavirus-Pandemie ein Anstieg der Fallzahlen beobachtet wurde. Die Pathogenese der Erkrankung ist nach wie vor nicht vollst&#228;ndig gekl&#228;rt. Es besteht jedoch ein enger Zusammenhang mit Infektionen der oberen Atemwege sowie mit einer antimikrobiellen Therapie, insbesondere mit Moxifloxacin.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Kasuistik:</Mark1> Eine 22-j&#228;hrige Patientin wurde im Februar 2024 zur Glaukomdiagnostik und zur Abkl&#228;rung eines zunehmenden Verlusts von Irispigment sowie einer nahezu vollst&#228;ndigen Transillumination der Iris in unsere Klinik &#252;berwiesen. Seit August 2023 klagte sie &#252;ber starke Blendungsempfindlichkeit sowie &#252;ber ungew&#246;hnlich weite Pupillen, ohne eine subjektive Sehverschlechterung anzugeben. Zu diesem Zeitpunkt wurde bei ihr eine Uveitis anterior diagnostiziert, die mit topischen Kortikosteroiden behandelt wurde. Aufgrund eines erh&#246;hten Augeninnendrucks von bis zu 30 mmHg wurde zus&#228;tzlich eine Therapie mit Monoprost eingeleitet, die bis zum aktuellen Zeitpunkt fortgesetzt wird. Bei der klinischen Untersuchung zeigte sich beidseits ein bestkorrigierter Visus von 1,0 sowie unter lokaler drucksenkender Therapie ein normwertiger Augeninnendruck von 17 mmHg. Im vorderen Augenabschnitt zeigten sich beidseits erweiterte, irregul&#228;re, atonische Pupillen mit ausgepr&#228;gter, diffuser Iristransillumination. Gonioskopisch fiel eine deutliche Hyperpigmentierung des Trabekelmaschenwerks auf. Eine gezielte Anamnese ergab, dass die initialen Beschwerden etwa zwei Wochen nach einer Pneumonie auftraten, die mit oralem Moxifloxacin behandelt worden war. Aufgrund dieser Vorgeschichte und der ophthalmologischen Befunde wurde die Diagnose eines BAIT-Syndroms gestellt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> BAIT ist ein selten beschriebenes Syndrom, das bislang nur wenigen Augen&#228;rzt:innen bekannt ist. Charakteristische Merkmale des Syndroms sind eine konjunktivale Hyper&#228;mie sowie ein Verlust des Pigmentepithels der Iris, was zu einem Pigmentausfluss und Pigmentablagerungen in der Vorderkammer f&#252;hrt mit konsekutiver, irreversibler, diffuser Iristransillumination. Laut einer Literatur&#252;bersicht ging in 69&#37; der F&#228;lle eine Infektion der oberen Atemwege voraus. 81&#37; der Patient:innen wurden kurz zuvor antibiotisch behandelt, meist mit Moxifloxacin (66&#37;). In der klinischen Praxis ist es wichtig, das Syndrom zu kennen, um fr&#252;hzeitig eine ad&#228;quate Therapie einzuleiten und eine umfassende sowie h&#228;ufig kostspielige Uveitis-Diagnostik zu vermeiden.</Pgraph></TextBlock>
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