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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Irrtumswahrscheinlichkeiten und weitere kritische Fakten zum sprachaudiometrischen Indikationskriterium einer CI-Versorgung in der CI-Leitlinie und im Wei&#223;buch der DGHNO</Title>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Deutsche Gesellschaft f&#252;r Audiologie e. V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Audiologie</MeetingName>
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        <MeetingSession>Postersession</MeetingSession>
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    <ArticleNo>196</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Problemstellung und Ausgangslage: </Mark1>Anl&#228;sslich des am 31.10.2025 erreichten Ablaufdatums der CI-Leitlinie und der damit verbundenen Frage nach ihrer &#220;berarbeitung erscheint es dringend erforderlich, auf die zum Teil erheblichen methodischen Unzul&#228;nglichkeiten der audiologischen Indikationsstellung zur CI-Versorgung hinzuweisen. Bei postlingual ertaubten sowie resth&#246;rigen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen basiert die derzeitige Indikationsstellung auf der Messung der Sprachverst&#228;ndlichkeit von Freiburger Einsilbern in Ruhe bei einem Sprachpegel von 65 dB SPL und &#8222;optimaler&#8220; H&#246;rger&#228;teversorgung. Sowohl die AWMF-Leitlinie &#8222;Cochlea-Implantat-Versorgung&#8220; (Version 2020; Registernummer 017&#47;071) als auch das Wei&#223;buch der DGHNO (&#252;berarbeitete 2. Auflage, 2021) definieren hierzu einen festen Indikationsgrenzwert der Einsilberverst&#228;ndlichkeit von 60&#37; oder weniger bei 65 dB SPL.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Fehlerrisiko: </Mark1>Bei dieser scheinbar klar definierten Entscheidungsgrundlage wird jedoch vernachl&#228;ssigt, dass jedes individuelle Testergebnis einer zufallsbedingten intraindividuellen Streuung unterliegt und somit nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit die tats&#228;chliche &#8211; &#8222;wahre&#8220; &#8211; Sprachverst&#228;ndlichkeit abbildet. Die aus zuf&#228;lligen Einfl&#252;ssen resultierende Varianz der Testergebnisse bei Wiederholungsmessungen kann die Retest-Reliabilit&#228;t in der Sprachaudiometrie mit Einzelw&#246;rtern so erheblich begrenzen, dass sie zwingend in die Indikationsstellung einbezogen werden muss.</Pgraph><Pgraph>Entscheidend ist die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein erhobenes Testergebnis in der N&#228;he des Identifikationsgrenzwertes aufgrund zufallsbedingter Abweichungen von der tats&#228;chlichen Sprachverst&#228;ndlichkeit differiert und diese in Wirklichkeit &#252;ber 60&#37; liegen k&#246;nnte. Diese Wahrscheinlichkeit entspricht dem Risiko einer Fehlindikation. Diese Irrtumswahrscheinlichkeit l&#228;sst sich f&#252;r zuf&#228;llige Fehler mithilfe der Binomialverteilung berechnen. Im Vortrag werden f&#252;r unterschiedliche Annahmen die resultierenden Irrtumswahrscheinlichkeiten vorgestellt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Evidenzlage und Methodischer Vorschlag: </Mark1>Im zweiten Teil wird auf die unzureichende Evidenzlage und Repr&#228;sentativit&#228;t der Untersuchungen verwiesen, die der Leitlinie und dem Wei&#223;buch zugrunde gelegt wurden. Im Hinblick auf die Bedeutung der Indikationsgrenzwerte reicht bisher die verwendete Datenbasis bei weitem nicht f&#252;r eine valide und exakte Beurteilung der tats&#228;chlichen Erfolgschancen f&#252;r eine Verbesserung der Sprachverst&#228;ndlichkeit mit CI f&#252;r grenzwertige Indikationsmessungen aus. Der Vortrag macht einen methodischen Vorschlag zur Verbreiterung der Datenbasis und Ermittlung von Wahrscheinlichkeitswerten zur Einzelfall-Erfolgsbeurteilung.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>Steffens T</RefAuthor>
        <RefTitle>Sprachaudiometrie: Verschlechterung, Verbesserung oder Zufallsschwankung&#63;</RefTitle>
        <RefYear>2022</RefYear>
        <RefJournal>HNO-Nachrichten</RefJournal>
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        <RefTotal>Steffens T. Sprachaudiometrie: Verschlechterung, Verbesserung oder Zufallsschwankung&#63; HNO-Nachrichten. 2022;52(4):15-19.</RefTotal>
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        <RefAuthor>Steffens T</RefAuthor>
        <RefTitle>Die systematische Auswahl von sprachaudiometrischen Verfahren</RefTitle>
        <RefYear>2017</RefYear>
        <RefJournal>HNO</RefJournal>
        <RefPage>219-227</RefPage>
        <RefTotal>Steffens T. Die systematische Auswahl von sprachaudiometrischen Verfahren &#91;The systematic selection of speech audiometric procedures&#93;. HNO. 2017 Mar;65(3):219-227. German. DOI: 10.1007&#47;s00106-016-0249-0</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;dx.doi.org&#47;10.1007&#47;s00106-016-0249-0</RefLink>
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